Senioren, Smartphones, Sicherheit Privatstunden, Hilfe, Seminare – damit Technik Spaß macht

Vermeiden Sie typische E-Mail-Fehler

Aufrufe: 142

E-Mail-Fehler: Gedankenlosigkeit oder Unkenntnis können rechtliche oder gesellschaftliche Folgen haben. Sie sind ganz einfach zu vermeiden.

E-Mail-Fehler können fremde Identitäten gefährden

Wenn ein Absender an einen Empfänger schreibt, kennen nur diese beiden die Adressen, das ist OK. Ein Nutzer, der seine E-Mail-Adresse per Visitenkarte oder Webseite veröffentlicht, macht das bewusst, OK. Ein Gruppenmitglied ist evtl. nicht einverstanden, wenn seine Mitgliedschaft und Interna der Gruppe veröffentlicht werden!

E-Mails sind praktisch für Gruppen

E-Mails sind ja für Gruppen so praktisch. Der Absender schreibt eine E-Mail und adressiert sie an alle Gruppenmitglieder. Er schreibt alle Adressen in die An-Zeile der E-Mail. Wann ist das nächste Treffen, was wurde bisher erreicht, wer macht welche Vorbereitung, gibt es etwas zu feiern, was ist zu beschließen u.v.m. Alle Mitglieder dürfen das wissen, das ist ein Zweck der Gruppe.

Manchmal enthalten die E-Mails persönliche Daten einzelner Mitglieder oder Listen mit allen Mitgliedern oder andere Informationen, die die Gruppe nicht verlassen sollen.

Unbeteiligte außerhalb der Gruppe sollen nichts davon erfahren. Vielleicht will ein Mitglied verbergen, dass es überhaupt in dieser Gruppe ist oder einer Gesinnung folgt. Das Wissen um die Mitgliedschaft und Gruppen-Interna kann rechtliche oder gesellschaftliche Folgen haben.

Adressierung kann ein gefährlicher E-Mail-Fehler sein

Viele Gruppen betrachten sich als “geschlossene” Gruppen. Sie unterstellen als selbstverständlich, dass alle Informationen in der Gruppe bleiben.

Aber was ist, wenn ein Mitglied gerade keine eigene E-Mail-Adresse, kein Smartphone, kein Internet hat? Und wenn dieses Mitglied für die Gruppen-Kommunikation die Adresse von “Dritten” angibt (Nachbar, Partner, Freund)? Damit wird heimlich aus der geschlossenen eine “offene” Gruppe.

Das Mitglied vertraut dem Dritten. Können die anderen Mitglieder dem Dritten ebenfalls vertrauen? Hat die Umgebung des Dritten Zugang zu den Gruppen-E-Mails? Vertrauliche Informationen können öffentlich werden, weil jeder Leser (auch) die An-Adressen, die CC-Adressen, den Inhalt und ggf. die Anlagen lesen, kopieren und weitergeben kann.

So vermeiden Absender E-Mail-Fehler in Gruppen

Wenn Sie in Ihrer Gruppe der Absender sind, haben für die Mitglieder eine Verantwortung. Sie müssen deren Adressen und persönliche Merkmale schützen. Sie können den E-Mail-Fehler bei der Adressierung und die Gefährdung der Privatsphäre leicht vermeiden.

Beachten Sie diese Eigenschaften der Adressen-Felder:

  • Jeder Empfänger kann lesen, wer in der An-Zeile oder in der CC-Zeile steht. Schreiben Sie in die An-Zeile Ihre eigene Adresse (die wissen die Mitglieder sowieso). Lassen Sie die CC-Zeile leer.
  • Kein Empfänger kann lesen, wer in der BCC-Zeile steht. Schreiben Sie in die BCC-Zeile alle Mitglieder-Adressen (jeder Empfänger, auch ein hilfsbereiter “Dritter”, sieht nur die eigene Adresse).

So vermeiden Empfänger E-Mail-Fehler in Gruppen

Wenn Sie in Ihrer Gruppe Empfänger sind, müssen Sie zunächst das Verhalten des Absenders (auch dessen E-Mail-Fehler) hinnehmen.

  • Vorbeugen: Benutzen Sie eine Adresse, aus denen Ihr “Klarname” (wie im Ausweis) nicht ersichtlich ist. Teilen Sie der Gruppe nur Ihre Pseudonym-Adresse mit, die Sie bei einem Freemailer einrichten können.
  • Wenn der E-Mail-Fehler wiederholt wird, sprechen Sie mögliche Risiken (s.o.) offen und mit konkreten Beispielen aus der Gruppe an. Zunächst mit dem Absender, notfalls mit der Gruppe. Wenn das nicht genügt, reagieren Sie auf eine Gruppen-E-Mail, indem Sie Allen antworten. Damit können Sie die Auswirkungen der falschen Adressierung eindrucksvoll demonstrieren.

E-Mail-Fehler: Bankraub durch unsicheres Passwort

Hilfreiches Risiko: Passwort vergessen

Haben Sie schon mal ein Passwort vergessen? Viele Anbieter bieten im Login zu Ihrem Account eine Funktion Passwort vergessen an.

Die Idee ist: Sie geben Ihre E-Mail-Adresse an. Der Anbieter schickt Ihnen einen Link an diese Adresse. Sie tippen darauf und können ein neues Passwort festlegen, das ab sofort gilt. Manche Anbieter bieten Alternativen an. Statt der E-Mail sendet er eine SMS an Ihre Mobilfunknummer. Statt der E-Mail-Adresse geben Sie z.B. Ihre Kundennummer an, mit der der Anbieter Ihre (im Account hinterlegte) Adresse rekonstruieren kann. Innerhalb von Minuten können Sie sich wieder einloggen.

Die Funktion “Passwort vergessen” ist mächtig. Sie funktioniert mit allen Accounts, bei denen Sie registriert sind, z.B. E-Mail-Adressen, Bankkonten, Streaming, Shops, Social Media, Foren, Messenger, Gruppen und andere Internet-Anbieter.

Vermeiden Sie E-Mail-Fehler

Ein schwaches Passwort ist ein starker E-Mail-Fehler

Wenn Sie die Funktion “Passwort vergessen” verwenden, gehen die Anbieter davon aus, dass nur Sie Zugriff zu dieser Adresse haben.

Das gibt Ihrer E-Mail-Adresse in eine zentrale Bedeutung. Wer Zugang zu Ihrer E-Mail-Adresse hat, kann sich mit “Passwort vergessen” Zugang zu allen Accounts verschaffen. Das lockt Kriminelle. Mit einem gecrackten Passwort können sie

  • eine Weile heimlich und unerkannt “mitlesen”, um mehr über Sie und Ihre weiteren Accounts zu erfahren,
  • Passwörter ausgewählter Accounts erschleichen,
  • Bankkonten leer räumen,
  • Fake News unter Ihrer Identität schreiben und Ihre Reputation schädigen,
  • Lieferadressen bei Shops ändern und zu Ihren Lasten einkaufen,
  • das E-Mail-Passwort ändern und Sie aussperren.

Sicheres Passwort gegen E-Mail-Fehler

Das E-Mail-Passwort ist daher das wichtigste von allen. Sie sollten es mit der größtmöglichen Sicherheit ausstatten.

Nein, ich werde jetzt nicht laut. Ich weise nicht darauf hin, dass trotz aller wiederholten Warnungen ignorante Anwender überall das gleiche Passwort verwenden; so originell wie “Passwort” oder “123456”. Wer so einfältig ins Internet geht, handelt verantwortungslos und sollte besser sein Smartphone abgeben. Oder mit Hilfe dieses Artikels umlernen:

Das sichere Passwort – leicht gemacht

E-Mail-Fehler: Fake-E-Mails sollen Sie austricksen

Immer wieder bekommen Sie E-Mails und Sie sind gar nicht persönlich gemeint: Spam und Kettenbriefe. Absender solcher Massen-Sendungen sammeln oder kaufen Adressen und “bombardieren” deren Besitzer. Nach dem Motto: “Es gibt keinen Trick, auf den nicht irgendein Depp hereinfällt”. Sie senden Tausende oder Millionen E-Mails und erwarten dabei vielleicht nur einen einzigen Treffer.

Absender solcher Fake-E-Mails wollen ihren Erfolg steigern, indem sie die E-Mails “persönlicher” wirken lassen. Sie wecken Ihre Neugier, sie regen Sie auf, sie locken mit Versprechungen, sie verunsichern Sie, sie erzeugen Zeitdruck. Psychologie. Achtung, wenn eine unerwartete E-Mail Ihr Bauchgefühl anspricht!

Spam (“Werbemüll”, Phishing etc.) ist sehr häufig, Kettenbriefe (Sie sollen eine E-Mail im “Schneeballsystem” weiterleiten) sind wohl seltener geworden. Die Merkmale sind ähnlich.

Fake-E-Mails erkennen

Empfehlung: Zur leichteren Erkennung stellen Sie im Posteingang die Adresse über Betreff in Nachrichtenliste.

Stellen Sie sich diese Fragen:

Absender: Kennen Sie den Absender? Sie sind nicht sicher, ob Sie den Absender kennen? Sie erwarten keine E-Mail von ihm? Absendername und E-Mail-Adresse passen nicht zusammen?

Betreff: Schlechte Übersetzung? Sonderzeichen aus Fremdsprachen? AE OE UE anstelle der Umlaute? Wirkt der Betreff fehlerhaft, anrüchig, unseriös? Ominöse Wunderpillen? Unbekannte Verwandte oder vermeintliche Adelige? Gewinn-Versprechen?

Nachricht: Auffällige Sprache wie im Betreff? Drängende Handlungsaufforderungen? Angeblich notwendige Bestätigungen von Login-Daten über einen Link?

Vermutlich hat Ihr E-Mail-Provider einen Spamfilter. Wenn der eine E-Mail als Spam klassifiziert, wird sie in den Spam-Ordner verschoben. Dort können Sie sie prüfen.

Gelegentlich landen auch E-Mails fälschlich im Spam-Ordner. Dann können Sie sie in den Posteingang verschieben.

Wenn Sie nicht mit dem E-Mail-Client, sondern mit dem Browser unterwegs sind, markieren Sie die Fake-E-Mail als Spam. Damit wird sie auch gelöscht, und zusätzlich “trainieren” Sie den Spamfilter. Sie machen Ihr Postfach dadurch sicherer.

Mit Fake-E-Mails umgehen

Wenn Sie eine vermeintliche Fake-E-Mail auf Ihrem Smartphone entdecken,

  • ignorieren Sie alle Aufforderungen,
  • tippen Sie auf keinen Link,
  • öffnen Sie keinen Anhang,
  • reagieren Sie nicht,
  • löschen Sie die E-Mail sofort.

Falls Sie eine wichtige E-Mail irrtümlich löschen, wird der Absender sich wieder melden. Im Zweifel fragen Sie den Absender auf einem anderen Weg, nicht über diese E-Mail.

Fazit zu E-Mail-Fehlern

E-Mails sind einfach zu benutzen, wenn sie erstmal eingerichtet sind. Trotz wachsender Beliebtheit von Messengern im privaten Bereich bleiben sie ein wichtiger Standard in der Kommunikation. Gedankenlosigkeit oder Unkenntnis können rechtliche oder gesellschaftliche Folgen haben. Mit etwas Verständnis sind E-Mail-Fehler ganz einfach zu vermeiden.

Bei Fragen helfe ich Ihnen gern.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.