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Trickbetrug per Spam-Mails

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Spam-Mails transportieren lästigen Werbemüll oder betrügerische Lockangebote. Werbung kann man ignorieren, Lockangebote muss man ignorieren.

“Dass auf diesen Trickbetrug immer wieder jemand hereinfällt – unverständlich”. Das höre ich bei vielen Meldungen in der Tageszeitung. Was tun?

Trickbetrug Spam-Mails

Trickbetrug per Spam-Mails

Spam-Mails kosten für den Absender fast nichts. Darum können sie massenhaft versendet werden. Nach dem Motto “Es gibt keinen Trick, auf den nicht irgendein Depp hereinfällt”. Wenn ein Betrüger z.B. eine Million Spam-Mails versendet und er dabei nur ein Opfer findet, war die Aktion schon erfolgreich.

Alle E-Mails, auch Spam-Mails, folgen formalen “Normen”. Die Elemente sind:

  • Absender (für den Versand erforderlich),
  • mindestens ein Empfänger (für den Versand erforderlich),
  • Betreff (für den Versand technisch nicht erforderlich),
  • Nachrichtentext und evtl. eine oder mehrere Anlagen (für den Versand technisch nicht erforderlich – aber ohne Inhalt ist eine E-Mail für den Empfänger sinnlos).

Normalerweise trägt der Absender diese Informationen ein, dabei werden sie vom E-Mail-Programm geprüft. Trickbetrüger können diese Prüfungen durch Programmierung umgehen. Prüfen Sie also bitte diese formalen Dinge.

Der Absender bei Spam-Mails

Der Absender enthält üblicherweise die E-Mail-Adresse des Absenders und oft auch den Namen. Schreibweise z.B.: “name” <name@provider.de> Am PC ist das leicht erkennbar, wenn man den Mauszeiger (ohne Klick) auf den Absender führt. Das nenne ich “offenes Visier”.

Gelegentlich werden diese Informationen unterdrückt und durch ein “Reizwort” ersetzt, z.B. “Geschenk”, “Empfehlung”, “Chance”, “Tipp”. Das muss nicht gefährlich sein, vielleicht ist es nur lästige Werbung. Aber es ist eine Warnung. Wer nicht mit seiner E-Mail-Adresse kommt, will mich täuschen. Das muss ich nicht lesen. Und wenn doch, mit vollem Misstrauen gegen Trickbetrüger.

Der Betreff bei Spam-Mails

Der Betreff wird vom Absender mehr oder weniger geschickt gewählt. Er soll den Empfänger informieren und die E-Mail davor bewahren, in der Eile ungelesen gelöscht zu werden.

Der Betreff kann “Reizwörter” enthalten, die den Empfänger aufmerksam und misstrauisch machen können. Spamfilter werten den Betreff aus und sortieren die E-Mail evtl. als Spam (unerwünschter Werbemüll) aus.

Der Inhalt bei Spam-Mails

Den Nachrichtentext und evtl. die Anlagen muss der Empfänger selbst kritisch prüfen. Bei Betrügern beliebt sind z.B. diese Maschen:

  • Phishing-Mails betreiben “Passwort-Fishing”. Unter einem Vorwand (z.B. Wartungsarbeiten) soll der Empfänger Namen und Passwort von Bank-, Shopping-, E-Mail- und anderen Konten “zur Prüfung” offenbaren. Tun Sie das nie! Seriöse Unternehmen fragen nie nach Zugangsdaten!.
  • Erbschafts-“Versprechungen” werden angekündigt. Ein seriös auftretender Notar freut sich, dass er Sie endlich gefunden hat. Sie sind einziger Erbe eines Verwandten (so entfernt, dass Sie ihn gar nicht kennen, vor langer Zeit ausgewandert). Sie müssen nur einen Prozentsatz Ihres “Gewinns” im Voraus bezahlen für Verwaltungs- und Transfergebühren – so ist das eben mit Auslands-Zahlungen. Das können Sie nur glauben. Besser nicht. Löschen Sie die E-Mail.
  • Ähnlich (auch mit Vorkasse) kann es auch mit einem längst vergessenen Preisausschreiben laufen.
  • Manche E-Mails enthalten kaum Text. Stattdessen sollen Sie auf einen Link klicken. Dort sollen Sie alles zu einer Bestellung, Reklamation, Rechnung etc. erfahren. Geheimnisvolle Referenznummern sollen die Aufforderung glaubwürdig und Sie neugierig machen. Solche Links sind im Geschäftsverkehr unüblich. Klicken Sie nicht auf den Link, löschen Sie die E-Mail. Vielleicht landen Sie auf einer infizierten Webseite, die auf Ihrem Gerät Viren, Trojaner oder andere Malware installiert.
  • Manchmal werden auf diesem Wege auch Glückwunschkarten von Freunden angekündigt, die Sie herunterladen sollen. Sprechen Sie mit den Freunden. Dabei können Sie Ihre Bedenken erklären.

Fazit zum Trickbetrug

Trickbetrüger brauchen kriminelle Energie und nur geringe technische Kenntnisse. Wichtiger für sie ist das Wissen, wie sie ihre Opfer psychologisch manipulieren können. Trickbetrüger haben es leicht, weil ihre Opfer oft unsicher sind und “hier klicken, weil da HIER KLICKEN steht”.

Klicken Sie nie reflexhaft. Besonders wenn Ihr “Bauchgefühl” angesprochen wird, sollten Sie misstrauisch werden. Versuchen Sie zu erkennen, welche Absichten Ihr “Kommunikationspartner” hat. Dann fällt Ihnen die Entscheidung leichter, ob Sie die E-Mail lesen oder löschen.

Klar, wenn Trickbetrug so konzentriert dargetellt wird, wissen Sie schon aus dem Titel, was Sie erwarten können. Aber das Leben ist nicht so konzentriert. Betrugsversuche kommen aus dem “Hinterhalt”, wenn Sie nicht damit rechnen. Bleiben Sie misstrauisch, digital und analog.

Lesen Sie mehr: „Klüger gegen Betrüger“ – Gemeinsam gegen Trickbetrüger im Einsatz

 



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