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Trickbetrüger an der Haustür abweisen

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Trickbetrüger besuchen Sie. Freuen Sie sich über unerwartete Gäste im Corona-Lockdown? Nicht jeder will Ihnen eine Freude machen.

“Dass auf diesen Trickbetrug immer wieder jemand hereinfällt – unverständlich”. Das höre ich bei vielen Meldungen in der Tageszeitung. Was tun?

Tür zu gegen Trickbetrüger

Wer als Fremder ohne Vereinbarung unaufgefordert Einlass begehrt, kann nicht erwarten, dass Sie ihn jetzt oder überhaupt empfangen wollen. Auch wenn das sonst nicht Ihre Art ist: Bleiben Sie misstrauisch und abweisend. Lassen Sie niemand in Ihre Wohnung / Ihr Haus.

Trickbetrüger an der Haustür

Diese Masche ist körperlich sehr viel direkter als z.B. beim telefonischen Enkeltrick. Evtl. sind Ihnen Besucher sogar körperlich überlegen. Bei unerwartetem Besuch gilt: Öffnen Sie Ihre Tür nicht! Sprechen Sie nur über die Gegensprechanlage (wenn vorhanden) oder mit geschlossener Sicherheitskette. Auch wenn Sie allein sind: Fragen Sie zum Schein in die Wohnung hinein “Erwartest du Besuch?”. Das kann Eindringlinge verunsichern.

Mit wem haben Sie es zu tun?

Wer sucht Ihren Kontakt? Fremde stehen plötzlich vor Ihnen. Erwarten Sie diesen Besuch? Ist der Besuch verabredet? Es könnte ein Trickbetrüger sein. Auch wenn Sie nur zu gern mal mit jemand reden würden.

Wer steht vor der Tür? Lassen Sie sich nicht von “geschäftsmäßiger” oder “uniformähnlicher” Bekleidung beeindrucken. Eine Uniform ist vielleicht nur normale “Handelsware”, die mit Aufklebern “aufgemotzt” ist. Oder sie kommt aus einem Kostümverleih.

Was ist der Grund für den Besuch? Wurden Sie gezielt ausgewählt? Aufgrund welcher Informationen? Wie ist der “Besuch” an die Informationen gekommen? Oder sind Sie “zufälliges” Ziel einer flächendeckenden “Drückerkolonne”?

Glauben Sie keinem Ausweis, der nicht mit dem Personalausweis übereinstimmt. Wissen Sie, wie ein “Stadtwerke-Ausweis” oder eine “Polizeimarke” wirklich aussehen muss? Fantasie-Ausweise kann man leicht und eindrucksvoll mit einem PC drucken. Visitenkarten sind keine Ausweise.

Sie haben vermutlich ein Smartphone mit Kamera. Lassen Sie sich den Personalausweis und den “Spezialausweis” zeigen und fotografieren Sie Vorder- und Rückseite von beiden Ausweisen. Das können Sie durchaus so begründen: “Ich wurde gerade wieder vor Trickbetrügern gewarnt”.

Ist es ein Fremder? Den könnten Sie im Auge behalten. Oder auch nicht. Vielleicht bittet er aber um Ihre Mitwirkung, bei der Sie “seinen” Raum verlassen müssen.

Sind es mehrere? Einer könnte Sie in ein Gespräch verwickeln. Ein anderer könnte unter einem Vorwand (z.B. Toilettenbenutzung) gleichzeitig andere Räume durchsuchen – während das Wasser rauscht. Hat der Fremde die Wohnungstür unbemerkt offen gelassen, damit sich weitere einschleichen können?

Halten Sie Trickbetrüger hin

Sogar wenn der Grund plausibel erscheint, verweigern Sie jetzt den Einlass mit einem Vorwand, z.B. “Ich kann meine Tätigkeit (z.B. Essen auf dem Herd, Telefonat) jetzt unmöglich unterbrechen”. Lassen Sie sich eine Rückrufnummer geben (die Sie nicht nutzen müssen).

Wenn der Besucher Ihnen z.B. ein attraktives handwerkliches Angebot macht: Haben Sie das angefordert? Brauchen Sie das? Genau jetzt? Wenn Sie es brauchen, holen Sie lokale Vergleichsangebote ein. Bietet der Besuch wirklich die gleiche Leistung an, z.B. rechtssichere Anschrift, steuerlich absetzbare Rechnung, Überweisung statt Barzahlung, Garantie?

Lesen Sie mehr: „Klüger gegen Betrüger“ – Gemeinsam gegen Trickbetrüger im Einsatz

 

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