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Revolution in den Mobilfunk-Generationen

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Bei den Mobilfunk-Generationen tut sich was. 3G wird durch 4G ersetzt. Generation 5G wird in der Werbung hochgejubelt. Was bedeutet das praktisch?

Mobilfunk-Generationen: Steinzeit bis Generation 5G

Datenrate, Übertragungsgeschwindigkeit und Bitrate sind unterschiedliche Begriffe für die Leistungsfähigkeit des Internet. Ich bleibe hier beim technischen Begriff “Datenrate”, der ist handlich. Die Maßeinheit für die Datenrate ist “MBit/s”. Das bedeutet “Megabit pro Sekunde” – Millionen Bit pro Sekunde. Wenn Werbung und Politik von Gigabit (pro Sekunde) sprechen, meinen sie 1.000 Mbit/s.

Wir leben weiter mit der “Geschichte”. Ein kurzer Überblick:

Revolution in den Mobilfunk-Generationen

Im Mobilfunk haben wir es aktuell mit Datenraten von 9,6 KBit/s (0,01 MBit/s) bis 10 GBit/s (10.000 MBit/s) zu tun. Anschaulicher: Im “analogen” Leben entspricht das Geschwindigkeiten von der “Schnecke” bis zur “Rakete”. Das alles gibt es gleichzeitig im Funknetz, und alles in Smartphones. Von “Steinzeit” bis “Ultra High Speed”.

50 MBit/s Versorgungsauflage ist das, was uns das Wirtschaftsministerium (vertreten durch die Bundesnetzagentur) verspricht. Es gibt drei Angebote mit ähnlicher Leistung: Festnetz über Glasfaser, mobil 4G und mobil 5G Non Standalone (im Bild: 5Gn). 5G und Varianten davon sind noch lange nicht ausgereift. 6G ist für uns noch fern.

Diesem technischen Angebot (bis zur Raketen-Geschwindigkeit) steht die effektive Nutzung gegenüber (bis zur Moped-/ PKW-Geschwindigkeit). Als häufigste Anwendungen werden genannt: Telefonieren, Kamera, Suchmaschine, Musik hören, Nachrichten, Soziale Netzwerke, Navigation, Banking, Shopping. Alle diese Anwendungen wären mit LTE / 4G gut bedient – wenn das flächendeckend verfügbar wäre… Ist es aber nicht, daher richten sich die Hoffnungen auf neue Generationen.

Entwicklung der Mobilfunk-Generationen

Diese Leistungen sind nicht gleichzeitig entstanden, sie haben sich entwickelt. Die Entwicklungsstufen werden “Generationen” genannt.

  • 1G ist Geschichte: Die 1. Mobilfunk-Generation begann 1958 analog. Sie wurde längst abgeschaltet.
  • 2G “GSM” – das erste digitale Mobilfunknetz: Seit 1992 im digitalen D-Netz. Das “Handy” wird massentauglich. 2G wird bis heute und auch zukünftig für die mobile Telefonie benutzt, nur Telefonie und SMS.
  • 3G “UMTS” seit 2003. Multimedia-Daten per “Breitbandtechnik” ins Internet. 3G wird spätestens 2021 abgeschaltet. Das wird zum Funkloch für alle, die nur 3G-Technik haben. Funkloch auch für 4G-Nutzer, wenn der Standort noch nicht auf 4G umgerüstet wurde.
  • 4G und “LTE” – schnelleres Surfen: 4G mit höherer Leistung wurde 2010 eingeführt und soll 3G als Standard ersetzen. LTE kann mit VoLTE (Voice over LTE) zukünftig auch zum Telefonieren mit höherer Qualität eingesetzt werden, wenn Smartphone-Technik und Tarif das hergeben.
  • 5G – zusätzliche Aufgaben jenseits des Smartphones. Generation 5G wird seit 2019 angeboten. Merkmale sind noch höhere Datenraten, stabilere Verbindungen und extrem kurze Reaktionszeiten unter dem Stichwort “IoT” (Internet of Things, Internet der Dinge). Neue Aufgaben sind z.B. Industrie 4.0, Telemedizin, E-Mobility, Smart Home. Smartphones werden die Leistung kaum nutzen können. 3G muss abgeschaltet werden, um Frequenzbereiche für 5G zu gewinnen.

2G ist und bleibt Realität, 4G ist fast Realität. 5G ist nicht für Smartphones vorgesehen.

 

Mobilfunk-Generationen: Revolution und Nebelkerzen



Flatrate: Handy-Hilfe


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