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Ist Ihr Smartphone fit für die Corona-Warn-App?

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Zur Corona-Warn-App gehören Smartphones, die sich verständigen können. Kann Ihr Smartphone mithalten? Was tun, wenn nicht?

Technische Voraussetzung für die Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App gibt es nur für aktuelle Smartphones

Es gibt Geräte, die nicht für die Corona-Warn-App angepasst werden können. Dazu gehören alle alten und neuen herkömmlichen Mobiltelefone ohne Internet-Zugang. Windows- und Blackberry-Smartphones werden seit mehreren Jahren nicht mehr hergestellt, ihre Betriebssysteme werden nicht weiter aktualisiert. Hier geht es nur um aktuelle Smartphones mit dem Betriebssystem Android (von Samsung, Huawei, Xiaomi, Oppo etc. – alle außer Apple – mit insgesamt ca. 87% Marktanteil) und iOS (von Apple ca. 12%).

Eine technische Herausforderung

Corona-Warn-AppFür die Wirksamkeit der Corona-Warn-App müssen sich jeweils zwei Smartphones miteinander verständigen. Technisch ausgedrückt: Auf der Ebene der Betriebssysteme müssen sie die gleiche Funktechnik “Bluetooth” beherrschen.

Betriebssysteme und Smartphones werden immer weiter entwickelt. Ziemlich alte Smartphones können mit den jüngsten Versionen der Betriebssysteme nicht mehr umgehen.

Es grenzt schon an eine Sensation, dass die Konkurrenten Google (mit dem Betriebssystem Android) und Apple (mit dem Betriebssystem iOS) sich auf eine einheitliche “Schnittstelle” einigen konnten. Schwer genug ist es schon, ein älteres und ein jüngeres Gerät im gleichen System zu verbinden, noch schwieriger ist die Verbindung “überkreuz”.

Google und Apple liefern nur den “Unterbau” für die App. Die Corona-Warn-App nur für Deutschland wurde von Telekom und SAP entwickelt. Auch andere Länder benutzen den gemeinsamen Unterbau. Weil jedes Land sein eigenes Datenschutz-Konzept verfolgt, können z.Z. nur Apps des gleichen Landes miteinander kommunizieren. Vielleicht gibt es später mal eine übergreifende Weiterentwicklung.

Ist Ihr Smartphone fit für die Corona-Warn-App?

Entscheidend ist nicht das Alter des Geräts, sondern die installierte Version des Betriebssystems. Allerdings entscheiden die Hersteller, für welche Geräte (altersabhängig) jüngere Versionen des Betriebssystems angeboten werden. Sie verdienen mehr am Verkauf neuer Geräte als an der Aktualisierung alter Geräte.

Android-Geräte Samsung & Co.: ab Android 6.0

Wenn Sie ein Android-Smartphone haben, muss das Betriebssystem Version Android 6 oder jünger sein (bis z.Z. Android 10).

Diese Geräte gibt es etwa seit 2015. Das Update für die Corona-Warn-App wird über den Google Play Store ausgeliefert (die Android-Updates der Hersteller brauchen Sie nicht abzuwarten). Ausnahme: Für die App für Huawei-Geräte wird eine Verzögerung um wenige Wochen angekündigt.

So können Sie die installierte Android-Version prüfen:
Geräte-Einstellungen > Über das Telefon (oder Telefoninfo) > Android-Version.

Apple: ab iOS 13.5

Wenn Sie ein Apple iPone haben, braucht es die iOS-Version 13.5 oder 14.

iOS-Version 13.5 kann installiert werden ab iPhone SE, iPhone 6S Plus, iPhone 6S und höher. Das sind Geräte, die etwa seit 2015 auf den Markt kamen. Für die Funktionsfähigkeit muss iOS 13.5 installiert sein, sonst gibt es eine Fehlermeldung.

So können Sie die installierte iOS-Version prüfen:
iPhone-Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate.
Wenn Ihr iPhone zu den “jüngeren” ab 2015 zählt und iOS 13.5 noch nicht installiert ist, müssen Sie das Update für die Corona-Warn-App nachholen.

Ist Ihr Smartphone für die Corona-Warn-App zu alt?

Schätzungen sagen, dass insgesamt 90% bis 95% der aktiven Smartphones (ca. 58 Millionen) zur Corona-Warn-App kompatibel sind.

Angesichts dieses Versorgungsgrads halte ich Klagen wie “Corona-App lässt ausgerechnet Ältere außen vor” oder “Ein Spielzeug für die digitale Oberklasse” für maßlos übertrieben. Welche Maßstäbe hat jemand, der die App für ein Spielzeug und 90-95% der Smartphones für die Oberklasse hält?

Trotzdem gibt es natürlich Situationen, in denen die Anschaffung eines neuen Smartphones überhaupt nicht ins Budget passt. Als Ausweg bieten sich diese Möglichkeiten an:

  • Vielleicht gibt es in der Familie oder bei Bekannten ein “ausgemustertes” Smartphone. Viele Geräte landen nach der durchschnittlichen Nutzungsdauer von ca. 3 Jahren in der Schublade. Die Chance, dass ein solches Gerät die Anforderungen der App erfüllt, ist sehr groß.
  • Heutige “Einsteigergeräte” gibt es schon ab unter 100 Euro. Diese Klasse erfüllt die Anforderungen der App ohne Zweifel. Vermutlich ist es auch sonst leistungsfähiger als ein “Oldtimer”. Wenn Sie mehr wissen wollen: Smartphone, Tablet und Tarif finden
  • Es gibt durchaus attraktive Gebraucht-Angebote mit Gewährleistung und evtl. Garantie. Lesen Sie z.B. diese Tipps: Gewerbliche und private Smartphone-Anbieter.

Noch etwas für Sparfüchse: Android-Geräte kosten deutlich weniger als Apple iPhones. Das gilt für neue und gebrauchte Smartphones und ist nicht mit einem grundsätzlichen Qualitätsnachteil verbunden.

PrivatstundenHandyTipp Fernsteuerung


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