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Gesundheitsämter durch Digitalisierung entlasten

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Gesundheitsämter sind extrem wichtig im Kampf gegen Corona. Aber die Organisation erschwert ihre Arbeit. Wie Digitalisierung leicht helfen kann.

Gesundheitsämter und Infektionswege

Infektions-Warnung durch App und Gesundheitsämter

Corona ist überall und ansteckend. Infektionsketten kann man beenden, wenn man erkennt, wer sich wann / wo bei wem infiziert hat. Damit die Krankheit nicht weitergegeben wird, kann man die Angesteckten behandeln bzw. in Quarantäne setzen.

Jeder kann sich selbst und andere nach der AHA+L-Regel schützen: Abstand / Hygiene / Alltagsmasken / Lüftung. Außerdem gibt es zwei “große” Ansätze gegen die weitere Verbreitung des Virus:

  • Die Corona-App im eigenen Smartphone soll bei Begegnungen mit Corona-Kranken warnen. Die App erfüllt offensichtlich nicht die Erwartungen. Problem: Zu wenige Bürger installierten und nutzen die App. Beobachter kritisieren den z.T. lückenhaften Informationsfluss zwischen Gesundheitsämtern und der App. Um die Privatsphäre zu schützen, erfasst die App weniger Daten, als für eine wirksame Verfolgung der Infektionsketten nötig wäre. Gelegentlich liefert die App irritierende und unspezifische Informationen.
  • Die vorgeschriebene Gäste-Registrierung betrifft z.B. Gaststätten, Kinos, Friseure, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Gäste müssen sich registrieren, damit Gesundheitsämter sie bei Bedarf warnen können. Der ist gegeben, wenn sich auch Corona-Kranke dort aufgehalten haben. Problem: Gäste tragen sich oft unleserlich, mit erfundenen Namen bzw. lückenhaften Daten ein. Solches Fehlverhalten überlastet die Gesundheitsämter. Aushilfskräfte wie Bundeswehr, Studenten, Mitarbeiter anderer Verwaltungen unterstützen die Gesundheitsämter. Trotzdem reicht die Kapazität nicht aus.

Gesundheitsämter arbeiten analog, wo Digitalisierung möglich wäre

Gesundheitsämter werden als einer der potenziellen Engpässe in der zweiten Corona-Welle genannt. Gleichzeitig landet hier viel Kritik, die vermutlich unberechtigt ist.

  • Anfangs wurden Daten der Gesundheitsämter angeblich manuell erfasst und per Fax an das Robert-Koch-Institut (RKI) weitergemeldet. Ich wäre nicht überrascht, wenn es das teilweise immer noch so gibt.
  • Gesundheitsämter und Labore müssen Daten austauschen. “Holprige” Vereinbarungen und Techniken erschweren das.
  • Die handschriftliche Gäste-Registrierung ist für Gäste lästig. Sie erzeugt Datenschutz-Bedenken und verführt zu Schlamperei und bewusster Irreführung. Dadurch erzeugt sie vermeidbaren Arbeitsaufwand in den Gesundheitsämtern. Digitale Erfassung mit Hilfe von Smartphones der Gäste kann Daten auf Vollständigkeit und Plausibilität prüfen.

Aufklärung kann Gesundheitsämter entlasten

Wer sich falsch oder unleserlich registriert, handelt dumm und unsolidarisch. Dumm, weil er sich selbst gefährdet und bei Bedarf nicht informiert werden kann. Unsolidarisch, weil er andere gefährdet und die Gesundheitsämter überlastet.

Die Registrierung kann leicht digitalisiert werden, wie ich selbst erlebte. In einer Gartenwirtschaft lag ein Blatt mit einem QR-Code auf dem Tisch (QR bedeutet “Quick Responde” für “schnelle Antwort”). Das ist ein schwarz-weißes Quadrat, das einen Link zum elektronischen Formular enthält. Diesen Code “fotografierte” ich mit meiner App “QR-Code-Reader” und gab meine Registrierungsdaten ein. Die Daten landeten im geschützten Bereich der Gartenwirtschaft, für andere Gäste unsichtbar, angeblich DSGVO-konform. Ich konnte die Daten auf meinem Smartphone speichern. Damit kann ich sie auch in anderen Betrieben für die Registrierung nutzen.

Weil ich neugierig war, konnte ich fragen und diese Möglichkeit nutzen. Obwohl ich auf diese Möglichkeit nicht vorbereitet war, brauchte ich keine zusätzliche App zu installieren. Den universellen “QR-Code-Reader” habe ich “für alles mögliche” im Smartphone.

Win-win-Situation für Bürger und Gesundheitsämter

In privaten Gesprächen beobachtete ich, dass der QR-Code für diese Aufgabe kaum bekannt ist.

Politiker und Journalisten können das leicht ändern, z.B. mit kurzen, unterhaltsamen Fernseh-Spots und Hinweisen in der Tagespresse.

Nachdem Sie diesen Beitrag gelesen haben, wissen Sie jetzt von der Gäste-Registrierung per QR-Code. Sie ist wirklich einfach zu nutzen. Mein Vorschlag:

Fragen Sie beim nächsten Mal nach dem QR-Code für die Gäste-Registrierung. Falls der Betrieb das noch nicht anbietet, bekommt er eine kundenfreundliche Anregung.

Sprechen Sie in Ihrer Umgebung über Ihre Erfahrungen mit dieser Methode.

Ein Mix aus lockerer Information und Motivation kann zu einer Win-win-Situation führen,

  • für Bürger: sichere und schnelle Information
  • und Gesundheitsämter: Entlastung für andere Aufgaben.

Und falls Sie sich noch nicht entschieden haben:

Installieren Sie die Corona-App. Jeder zusätzliche Nutzer bringt mehr Informationen und Sicherheit.

Es kann so einfach sein, man muss es nur wollen.

PrivatstundenHandyTipp Fernsteuerung


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