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E-Mail-Client – sicher und einfach

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Der E-Mail-Client macht den Umgang mit E-Mails einfach und sicher – wenn es die richtige E-Mail-App ist. Ein Vergleich.

E-Mail-Client oder Browser?

Angenommen Sie haben eine E-Mail-Adresse bei einem der großen E-Mail-Provider, z.B. name@provider.de (“name” steht für Ihren Namen oder Ihr Pseudonym, “provider.de” ist Ihr Dienstleister, wie GMX, WEB.DE, t-online). Es gibt mehrere Wege, wie Sie Ihre E-Mail-Adresse nutzen können:

  • Mit Ihrem Browser (z.B. Firefox, Opera, Chrome) loggen Sie sich mit E-Mail-Adresse und Passwort auf der Webseite Ihres Providers ein und können jetzt direkt im Programm des Servers Ihre E-Mails lesen, schreiben, verwalten. Sie können einen PC- oder einen Smartphone-Browser benutzen.
  • Sie haben einen E-Mail-Client (eine spezielle E-Mail-App) installiert. Der E-Mail-Client kann eine App Ihres Providers oder eine Universal-App eines freien Anbieters sein. Ihr Client kennt dann Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort. Sobald Sie den E-Mail-Client starten, meldet der Sie beim Server an und Sie können Ihre E-Mails in der App lesen, schreiben, verwalten. Manche Provider schreiben (dezente) Werbung in E-Mails, das kann ein freier E-Mail-Client vermeiden.

Ihre E-Mail-Adresse ist an Ihre Person gebunden, nicht an ein Gerät oder eine App. Daher können Sie beliebig (je nach Situation) einen der Wege nutzen. Mit allen Wegen können Sie das gleiche Ergebnis erreichen, wobei E-Mail-Clients etwas komfortabler sind als Browser.

Sobald Sie mehrere E-Mail-Adressen bei unterschiedlichen Providern haben (z.B. bei GMX, WEB.DE und t-online), können Sie deren eigene E-Mail-Clients verwenden oder mit einem universellen freien Client arbeiten.

Ein freier E-Mail-Client ist komfortabler als der Browser mit unterschiedlichen Webseiten und die unterschiedlichen Clients: Sie müssen sich dann nur um die eine Bediener-Oberfläche Ihres universellen Clients kümmern.

Smartphone-Hersteller statten Ihre Geräte schon werksseitig mit einem universellen E-Mail-Client aus, der hat z.B. den Namen “Mail”. Zusätzlich gibt es im Google Play Store viele “kostenlose” E-Mail-Clients.

Achtung: Manche Anbieter freier Clients greifen Login-Daten zu Postfächern ab und lesen sogar E-Mails mit. Das kann katastrophale Folgen bis zum Bankraub haben. Andere “tracken” (verfolgen) Sie und bilden mit Ihren Daten “Profile”, die sie z.B. für Werbung vermarkten.

Sicherheitsprofis bewerten E-Mail-Clients

Das Sicherheitsportal MOBILSICHER untersuchte bekannte E-Mail-Clients und fasste sie zu drei Gruppen zusammen:

  • Sieben Mail-Apps lesen Ihre Zugangsdaten und E-Mails mit. Das ist nicht akzeptabel.
  • Neun Apps lasen im Test zwar keine E-Mail-Inhalte aus, banden aber Werbung und Tracking ein und übertrugen dazu Nutzerdaten an den Anbieter und an Dritte. Das muss nicht gefährlich sein, ist aber mindestens unerfreulich.
  • Drei Apps wurden in Bezug auf die Privatsphäre als “Testsieger” genannt: K-9, FairEmail und pEp.

Meine Erfahrungen mit den Testsiegern (ich hatte nacheinander alle im Einsatz): K-9 wurde seit 2018 nicht mehr aktualisiert und wirkte auf mich schwierig einzurichten und zu bedienen, es wirkt “verstaubt”. FairEmail hatte ich bis jetzt, moderner, aber die Einrichtung ist eine “Herausforderung”. Jetzt habe ich pEp – The pEp email client with Encryption installiert – recht übersichtlich einzurichten und einfach zu bedienen.

Verschlüsselung ist (nicht nur) bei E-Mails ein schwieriges Thema. pEp macht das angeblich automatisch, sobald Ihr E-Mail-Partner ebenfalls pEp, PGP oder ein kompatibles System einsetzt. pEp kann auch ohne die Verschlüsselung wie ein “normaler” universeller E-Mail-Client eingesetzt werden (so nutze ich es zur Zeit).

 

PrivatstundenHandyTipp Fernsteuerung


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