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Corona-Regeln: Darf ich das?

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Corona-Regeln im Föderalismus sind individuell und nicht “selbsterklärend”. Jetzt soll eine neue App punktgenaue Klarheit bringen.

Inzidenz – Basis für Corona-Regeln

Die Corona-Regeln hängen von der Inzidenz im Landkreis ab.

“Inzidenz” bedeutet Ereignis. In der Pandemie verwendet man den Begriff als Kennzahl: Wie viele Krankheitsfälle haben sich ereignet. Genauer: Wie viele Infektionen gab es im Verlauf der letzten sieben Tage, umgerechnet auf 100.000 Einwohner. Das wird “7-Tage-Inzidenz” genannt. Diese Kennzahl ist ein Rechenergebnis, es basiert z.B. auf den Meldungen der Gesundheitsämter.

Die Kennzahl “Inzidenz” ist eine nüchterne Momentaufnahme. Sie wird erst im Vergleich aussagefähig. Wie ist die Inzidenz z.B. in meinem Landkreis im Vergleich zu anderen Landkreisen? Wenn die Inzidenz hier höher ist, sollte es Möglichkeiten geben, die Infektionen hier zu begrenzen. Wie ist die Inzidenz hier im Zeitablauf? Wenn sie steigt, müssen die Gegenmaßnahmen stärker und schärfer werden.

Unser Land ist groß: 16 Bundesländer – insgesamt 294 Landkreise und 107 kreisfreie Städte bzw. Stadtkreise. Politiker haben sich auf “Richtwerte” geeinigt, das sind Werte, deren Erreichen bestimmte Maßnahmen (Lockerungen oder Verschärfungen) auslösen soll.

Richtwert: Angestrebt wird eine Inzidenz unter 50, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet wird – Personal, Intensivstationen, Gesundheitsämter etc. Z.B. am 26. November 2020 wurde deutschlandweit die Inzidenz 137,8 ermittelt. In 62 Kreisen lag die Inzidenz über 200. Der Spitzenwert lag in Hildburgshausen / Thüringen bei 602,9. Der Kreis Vorpommern-Rügen hat die beachtliche Inzidenz 16,0.

Verworrene Informationslage

Die Corona-Regeln für den “Lockdown light” im November 2020 haben nicht genug gebracht. Die exponentiell ansteigende Inzidenz-Kurve konnte nur auf hohem Niveau abgeflacht werden. Eine Trendumkehr wurde nicht erreicht. Also sollen die Maßnahmen verschärft werden.

Leichter vermittelbar wären einheitliche Regeln im ganzen Land. Plausibel wäre das nicht. Im Hotspot wie Hildburgshausen (Inzidenz 602) sind viel schärfere Corona-Regeln nötig als in Vorpommern-Rügen (Inzidenz 16).

Die Informationslage ist unübersichtlich für uns Bürger. Spekulationen und Meinungsmache in der Presse, bevor die Bundeskanzlerin und die Länderchefs sich überhaupt geeinigt haben. Abweichungen einzelner Länder nach der Einigung. Vorbehalte bezüglich der Zustimmung der Parlamente. Demonstrationen von Corona-Leugnern und Extremisten. Unscharfe Veröffentlichungen, wo genau in einer Stadt welche Corona-Regeln gelten und wo nicht. Regeln, die im Vergleich zu anderen Regeln nicht plausibel sind. Kann-Regeln, Muss-Regeln, Appelle, Kontrollierbarkeit.

Corona-Regeln: Darf ich das?

Corona-Regeln: Darf ich das?Seit ein paar Tagen gibt es eine neue App: “Darf ich das?” für Android und Apple. Im Google Play Store ist sie mit dem hervorragenden Wert 4,7 Sterne bewertet.

Ein Nutzer schreibt: “Habe die APP gerade installiert und mal durchstöbert. Auf dem ersten Blick kann ich sagen TOPP. Alles funktioniert wie beschrieben … Was mir wichtig ist, kann ich aus Themen auswählen. So bekomme ich nicht mehr Informationen als mir lieb ist. Gerade für Familien, die in unterschiedlichen Bundesländer leben haben so mehr Sicherheit. Ich kann diese APP wirklich nur weiter empfehlen.”

Dieser Bewertung kann ich mich anschließen. Einfache Bedienung, keine verwirrenden Corona-Daten, nur die Inzidenz des gewählten Standorts und die hier geltenden Regeln, einheitlich strukturiert. Mit der Möglichkeit, die Veröffentlichungen des Landes und des Kreises per Link abzufragen und zu vergleichen.

Vergleich: Anfang November beschrieb ich eine andere Information für Threema-Nutzer: Corona-Fallzahlen aktuell lokal abfragen. Dort gab es detailliertere Daten zu Corona, aber keine Regeln. Die Datenquellen unterscheiden sich. Bei Threema kommen sie von “Risklayer KIT” (Karlsruher Institut für Technologie, Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft). “Darf ich das” benutzt, wie die Politik, Daten des RKI (Robert Koch Institut). Wegen der integrierten Darstellung der Corona-Regeln bevorzuge ich “Darf ich das”.

 

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