Last Minute: Nützliches Zubehör und kleine Geschenke für Smartphone-Einsteiger. Das geht noch bis Weihnachten.

Ich stelle hier einige Ideen zusammen, die Senioren noch auf den Last-Minute-“Wunschzettel” schreiben können und die Schenkende noch rechtzeitig und mit geringem Zeitaufwand beschaffen können. Das eine oder andere Zubehör kann man kaufen. Es geht aber auch darum, Einsteigern die Scheu vor vermeintlich “unüberwindbaren” Hürden zu nehmen – mit etwas persönlichem Einsatz.

Zubehör und Geschenke

Informationen – das nachhaltigste Zubehör

Senioren bevorzugen oft gedruckte Informationen. Sie können darin unterstreichen, mit dem Marker hervorheben, eigene Notizen machen. Hersteller-Handbücher orientieren sich eher an technischen Merkmalen (Tendenz: Vollständigkeit, Nachschlagewerk). Bücher von freien Autoren sind eher zum Lernen geeignet (Tendenz: ausgewählte Einsatzgebiete, nicht unbedingt vollständig).

Das Handbuch zum Smartphone wird üblicherweise nicht gedruckt geliefert. Man kann es meistens von der Webseite des Herstellers kostenlos herunterladen und im Smartphone und/oder im PC speichern. Vom PC aus kann das Handbuch (ganz oder in Auszügen) gedruckt werden.

So geht es: Suchen Sie mit der Suchmaschine im PC und den Suchbegriffen “[Herstellername][Typenbezeichnung] Handbuch”. Beispiel: Für das Modell J5 (2017) des Herstellers Samsung suchen Sie nach “Samsung J5 (2017) Handbuch” (ohne die Anführungszeichen). Laden Sie das Handbuch herunter und kopieren Sie es (z.B. per USB-Kabel oder E-Mail) in das Smartphone.

Zu manchen Geräten gibt es Praxisbücher von Autoren und Verlagen, die vom Hersteller unabhängig sind. Leider werden nur die Bestseller-Geräte so versorgt. Beispiele bei Amazon:

Rehberg: Das inoffizielle Android-Handbuch
Gievers: Praxisbücher für mehrere Geräte

Nicht gedruckt, aber ganz individuell sind Privatstunden beim Profi. Ein wichtiger Unterschied: Wer im Fachbuch eine Frage klären will, muss den Suchbegriff kennen, sonst findet er die Erklärung nicht. Wer mit einem Menschen lernt, kann umgangssprachlich fragen und bekommt Informationen, die zum aktuellen Kenntnisstand passen: Geschenkgutschein für Privatstunden

Zubehör rund um’s Gehäuse

Eine Handytasche sollte das Smartphone schon vor der ersten Macke schützen. Wer das “nackte” Smartphone z.B. in die gleiche Tasche wie scharfkantige Schlüssel steckt, riskiert Kratzer oder sogar ein gesplittertes Display. Die Tasche dient dem Werterhalt. Sie erhält das Design, schützt die Technik und erspart vermeidbare Reparaturkosten.

Taschen mit einer “Klappe” vor dem Display schützen das ganze Gerät, meist auch die Ecken (gegen Sturz). Geschmackssache ist, ob die Klappe in der langen oder der kurzen Seite befestigt ist. Das kann aber für den Nutzer wichtig sein: Wenn das Smartphone z.B. in eine Halterung für die Navigation geklemmt werden soll, ist die Befestigung an der kurzen Seite zweckmäßiger.

Handytasche / Hülle / Bumper / Case sollte genau für das Smartphone gemacht sein, dann passen millimetergenau die Aussparungen für Anschlüsse und Tasten, für Kamera, Blitz, Mikrofon und Lautsprecher. Alles andere ist unpraktisch, wenn das Smartphone für die Nutzung “ausgezogen” werden muss. Beispiele: Handyhülle.

Eine spezielle Hüllen-Form heißt “Bumper” – Stoßdämpfer. Das ist eine (Silikon-) Hülle für die Rückseite und alle Kanten, bei der das Display ungeschützt bleibt. Beim Bumper sollten Sie das Display mit Folie / Panzerfolie / Panzerglas schützen. Beispiele: Smartphone Folie. Auch dieser Schutz muss genau zum Modell passen. Wenn Sie das vom Verkäufer aufziehen lassen, ersparen Sie sich hässliche Blasen.

Gelegentlich sehe ich “Handysocken”, das sind selbst gestrickte oder gehäkelte (?) “Behälter” genau in der Größe des Smartphones. Die haben keine maßgeschneiderten Aussparungen, das Smartphone muss herausgenommen werden. Aber wer sonst hat schon so ein Unikat?

Manche Senioren haben Probleme, wenn der Touchscreen die Berührung nicht oder nur ungenau erkannt. Der Grund: Die Haut wird trocken und leitet elektrisch schlechter oder die Tastatur / Symbole sind für die ungeübten Finger zu klein. Anstelle des Fingers kann man einen Smartphone-Stift mit einer speziellen leitenden Spitze nehmen (Kugelschreiber o.ä. sind nicht geeignet). Diese Stifte sind generell einsatzbar und nicht für ein bestimmtes Smartphone-Modell konzipiert. Beispiele: Smartphone Stift.

Mit ähnlich leitendem Material gibt es Smartphone-Handschuhe für den Winter, deren Zeigefingerspitze elektrisch leitet. Beispiele: Smartphone Handschuh.

Zubehör für mehr Kapazität

Speicherkapazität hat man nie genug, besonders wenn man Fotos und Videos aufnimmt und Musik speichert. Gut, wenn das Smartphone einen Slot (= Steckplatz) für eine MicroSD-Karte hat – nicht jedes Smartphone ist so ausgestattet. Prüfen Sie im Handbuch, ob und welche MicroSD-Karte das Smartphone verträgt. 32 GB oder 64 GB sind Größen mit Reserven für viele Aufnahmen. Wählen Sie im Zweifel die größere Geschwindigkeit. Beispiele: MicroSD-Karte.

Akkus haben immer zu wenig Kapazität. Zusätzliche Nutzungszeit bringt ein Reserve-Akku, der bezüglich elektrischer Daten und Abmessungen genau zum Smartphone passen muss. Das geht nur, wenn das Smartphone einen austauschbaren Akku hat, wenn man also zum Akkutausch nicht in die Werkstatt muss. Auskunft gibt das Handbuch. Im Telefon-Shop in der Hauptstraße hilft man Ihnen schnell und sicher.

Es gibt auch “externe Akkus” als Powerbank, die nicht in das Smartphone gelegt werden, sondern wie ein Ladegerät per USB-Kabel angesteckt werden. Die Kapazität kann das Mehrfache des eingebauten Akkus haben. Die Kapazität des externen Akkus sollte die drei- bis fünffache Kapazität des Originalakkus haben. Wenn der Akku z.B. 3.000 mAh leistet, bringen 10.000 bis 15.000 mAh genügend Reserven auch auf Reisen bis zur nächsten Steckdose. Mit angeschlossener Powerbank kann man das Smartphone gleichzeitig benutzen und aufladen. Manche Powerbanks können sogar zwei Smartphones gleichzeitig laden. Das ist gerade auf Reisen praktisch. Beispiele: Powerbank.

Zubehör für’s Auto

Navigation im Auto sorgt für entspanntes Fahren. Telefonieren im Auto ist erlaubt, wenn man das Smartphone nicht in der Hand hält. Wer das Smartphone im Auto dafür nutzen will (ohne Punkte in Flensburg), braucht dafür

Zubehör, wenn der Nutzer sich noch nicht traut

“Ohne Apps bleibt das Smartphone dumm”. Apps gibt es beim Google Play Store (für Android) oder beim Apple App Store. Viele Apps gibt es kostenlos. Bei den kostenlosen Apps bleiben Einsteiger oft, weil ihnen die Zahlung per Internet zu unsicher ist. Nehmen Sie ihnen die Bedenken, indem Sie ihnen einen bereits bezahlten “Google-Gutschein” schenken. Gutscheine für 10 oder 15 Euro reichen eine ganze Zeit.

Sie bezahlen den Gutschein (eine Rubbelkarte mit einem bestimmten Wert) an der Kasse, z.B. im Telefonshop, beim Elektronik-Discounter, im Drogeriemarkt, in der Tankstelle. Dann braucht der Nutzer das Guthaben nur noch seinem Konto im Store gutzuschreiben und kann nun auch gekaufte Apps (ohne Werbung, mehr Funktionen etc.) einsetzen. Achtung, der Gutschein gilt nur für diesen Store (nicht für den anderen Store), und er hat nichts mit den Gebühren für das Mobilfunknetz zu tun.

Persönliche Klingeltöne sind “anders”, sie heben sich unmissverständlich vom Einheits-Sound ab. Und sie sind mit wenig Aufwand herzustellen: Diesen Klingelton haben nur Sie.

Was halten Sie von einem Gutschein zum persönlichen “Installations-Service”? Sie kennen die Vorlieben des Smartphone-Nutzers und “verpflichten” sich, Apps zum Lieblings-Thema des Nutzers zu installieren, z.B. Fußball- oder andere Sportergebnisse, Kochrezepte oder oder …

Viel Spaß beim Schenken oder beim Schreiben des Wunschzettels

Zur Orientierung habe ich hier Amazon als Quelle für die Kaufgeschenke genannt. Das gibt es alles auch im lokalen Einzelhandel, z.B. im Telefonshop, beim Elektronik-Discounter, sogar einiges im Drogeriemarkt oder an der Tankstelle oder im Buchhandel. Viel Erfolg!


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