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Wie Gruppen Kontakt halten können

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Gruppen haben gemeinsame Interessen. Dafür tauschen Sie Informationen aus. Wie geht das einfach und sicher?

Kommunikationswege in Gruppen

Vor knapp drei Jahren berichtete ich hier über eine Selbsthilfegruppe. Ich skizzierte, wie z.B. Einzelheiten zu den regelmäßigen Treffen mit allen Mitgliedern ausgetauscht und diskutiert werden können. Damals war meine Überlegung, die Kommunikation per Post durch E-Mails zu ersetzen.

Die Entwicklung ist weiter gegangen. Smartphones werden von immer mehr Anwendern genutzt. Günstige Smartphones heute können viel mehr als günstige Smartphones damals. Die Tarife sind günstiger geworden. Messenger-Apps (z.B. WhatsApp, Threema & Co.) verdrängen SMS und MMS. E-Mails wird es sicher weiterhin geben.

Kontakt in Gruppen

Messenger sind nützlich für Gruppen

Wichtige Eigenschaften von Messengern

Messenger sind “Sofortnachrichtendienste”, d.h. man kann schnell und komfortabel “Nachrichten” versenden und empfangen. Empfänger können die Nachrichten live oder zeitversetzt ansehen / hören. Damit sind sie Konkurrenten und z.T. Nachfolger für Telefon, Anrufbeantworter, SMS, MMS, E-Mails etc.

Messenger sind komfortabel, weil sie aus einem Guss sind. D.h. mit einmaligem Lernaufwand und mit einheitlicher Bedien-Oberfläche kann man vielseitige Informationen austauschen: Text- und Sprachnachrichten, Anhänge (z.B. Fotos), Telefonate. Man kann damit zwischen einzelnen Partnern oder mit Gruppen kommunizieren.

Wer Messenger nutzen will, muss in der “Community” des Messengers eingetragen sein, z.B. bei WhatsApp, Threema, Signal, Telegram und anderen. Die Kommunikation findet nur innerhalb der Community statt, z.B. kann keine Nachricht von WhatsApp nach Threema, Signal, Telegram oder umgekehrt gesendet werden.

SMS (auf kurze Texte begrenzt) und E-Mails (für multimediale Daten geeignet) sind keine Messenger, weil nicht auf eine Community begrenzt sind. Nutzer können sich verbinden, egal bei welchen Netzanbietern oder E-Mail-Providern Absender und Empfänger registriert sind.

Was gegen WhatsApp spricht

WhatsApp kommt vielen Nutzern spontan in den Sinn, wenn es um Kommunikation in Gruppen geht. Viele behaupten, “alle haben WhatsApp”, viele halten WhatsApp sogar für die einzige Gruppen-Kommunikation mit dem Smartphone.

Diese Meinungen entstanden durch aggressives Marketing des Unternehmens. Mit Halbwahrheiten (z.B. “kostenlos”) verbreitete sich diese Einschätzung wie ein Virus (“virales Marketing”).

Diese Meinungen sind falsch:

  1. WhatsApp hat in Deutschland ca. 50 Millionen Nutzer, das sind “nur” 60% der Einwohner oder 77% der Smartphone-Nutzer. Viele Nutzer sind nicht bei WhatsApp bzw. wollen da nicht sein.
  2. Es gibt mehrere verbreitete Kommunikationswege, z.B. andere Messenger, E-Mails, SMS, Telefon, Foren etc. WhatsApp ist verbreitet, aber nicht die einzige Kommunikation.
  3. WhatsApp kostet zwar keine Telefongebühren, verbraucht aber kostenpflichtiges Datenvolumen. Und zwar beim Sender und beim Empfänger. Gerade Flatrates sind nicht kostenlos.

Unkritische Nutzer ignorieren gefährliche Klauseln der Nutzungsbedingungen. Sie lesen sie nicht, weil sie in “Textwüsten” untergehen. Die Regeln gelten trotzdem. WhatsApp sichert sich das Nutzungsrecht an allen Inhalten der Kommunikation. Das kann Abmahnungen und Zahlungen der Nutzer im vierstelligen Eurobereich zur Folge haben. Und WhatsApp greift persönliche Daten aus den Smartphones der Nutzer ab, Daten der Nutzer und der Nicht-Nutzer. Nutzer begehen ein Delikt, wenn sie von den Nicht-Nutzern nicht ausdrücklich dazu autorisiert wurden.

WhatsApp gehört zu Facebook. Der Konzern ist immer wieder mit Verstößen gegen die Privatsphäre ins Gerede geraten. Es gilt der US-amerikanische Datenschutz, der viel schwächer als das europäische Recht ist.

Nutzer überreden andere Nutzer, auch die Vorteile dieser Kommunikation zu nutzen. Ich nenne sie “Jubelnutzer” und meine das nicht positiv. Und die überredeten Nutzer werden ungewollt ebenfalls zu Jubelnutzern, weil das so einfach und bequem ist.

Andere Messenger sind “sauberer”

Messenger sind bequem und vielseitig zu nutzen. Das spricht für ihren Einsatz beim Kontakt innerhalb von Gruppen.

Alternative Messenger sind z.B. Threema, Signal, Telegram und andere. Die Funktionen und die Bedienung der Messenger ist ähnlich, d.h. der Lernaufwand ist überschaubar. Sie haben allerdings eine deutlich geringere Verbreitung als WhatsApp.

Mein Favorit ist Threema: ähnliche Funktionen und Bedienung, “saubere” Nutzungsbedingungen, Schweizer Datenschutz. Die einmaligen Kosten für die App sind 2,99 Euro.

Organisieren Sie Gruppen

Bei der Diskussion um die Messenger-Auswahl gibt es diese wesentlichen Argumente:

  • Sind kleinere Communities ein Problem? Wollen Sie mit “allen” kommunizieren oder mit “Ihren” Kontakten?
  • Warum sollten Sie sich bei WhatsApp anmelden, warum nicht Ihr Gegenüber bei Ihrem Messenger?
  • Die Vereinbarung eines gemeinsamen Messengers schließt ja nicht aus, dass WhatsApp-Jubelnutzer parallel bei zwei Messengern angemeldet sind.

Beim heutigen Stand der Technik und der Tarife und bei der zunehmenden Verbreitung von Smartphones sollte ein sicherer Messenger auch für Gruppen geeignet sein, die nicht unbedingt “Technikanhänger” sind. Messenger können ja nicht nur in einer Gruppe genutzt werden, sondern z.B. zusätzlich in der Familie und in anderen Kreisen.

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