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Welche SIM-Karte für die Zweitwohnung?

Wer sich länger in der Zweitwohnung oder im Feriendomizil aufhält, will auch dort telefonieren und ins Internet gehen. Welches Netz funktioniert dort? Welcher Tarif ist dafür geeignet?

Wenn ich hier „Zweitwohnung“ schreibe, dann denke ich an längere und / oder wiederholte Aufenthalte. Z.B. ein Ort, ein Haus oder eine Wohnung, zu der Sie regelmäßig reisen. Für den „normal kurzen“ Jahresurlaub sind die Überlegungen eher nicht nötig.

Die Überlegungen hier gelten nur für die vier deutschen Mobilfunknetze. Ob es dort einen Festnetz-Anschluss gibt, klären Sie bitte selbst vor Ort (es gibt z.B. Ortslagen oder Feriensiedlungen, in denen das Festnetz nicht verfügbar ist). Falls Ihre Zweitwohnung im Ausland liegt, informieren Sie sich bitte dort.

Das Netz für die Zweitwohnung

Der Gedanke liegt nahe, für die Zweitwohnung den gleichen Provider wie für die Hauptwohnung zu nehmen. Das kann – wenn Sie diese Wahl ungeprüft übernehmen – ein Fehler sein. Wenn die Zweitwohnung in einen Feriengebiet liegt, kann die Netz-Versorgung dort ganz anders sein, z.B. sehr viel schlechter als im heimischen Ballungsgebiet. Meine persönliche Beobachtung: In dünn besiedelten Ferien- und Wandergebieten ist die Versorgung eher schlecht – bis hin zum Funkloch.

Die erste Frage muss also sein, welcher Netzanbieter im Zielgebiet mit welcher Netzqualität vertreten ist.

Für Deutschland kann ich Ihnen die Webseite 4g.de empfehlen. Hier finden Sie für jeden Ort die Leistungsfähigkeit der Mobilfunknetze.

Tragen Sie die volle Adresse Ihres Ziels ein, einschließlich Straße und Hausnummer. Nach dem Klick auf „Verfügbarkeit testen“ erscheint als Ergebnis eine Liste mit den vier deutschen Mobilfunknetzen, und wie diese an Ihrer Zieladresse ausgestattet sind. Beispiel:

Netz-Verfügbarkeit in der Zweitwohnung

Meine Bewertung der Internet-Angebote: 2G ist unbefriedigend langsam, das kann sich wie ein Funkloch auswirken (auf dem Smartphone-Display wird „G“ oder „E“ angezeigt). 3G sollte schon sein, mindestens langsam wie UMTS („3G“), besser so schnell wie HSDPA („H“, „H+“) und etwa vergleichbar mit dem DSL-Festnetz. Leider sagt diese Seite nichts darüber aus, ob UMTS- oder HSDPA-Geschwindigkeit angeboten wird, der Unterschied ist deutlich. 4G ist Luxus-Versorgung („4G“). Um mehr zu den „Mobilfunk-Generationen“ zu erfahren, klicken Sie auf Das Netz kann ein KO-Merkmal sein. Wichtig: Die Empfangsqualität innerhalb von Gebäuden kann schlechter sein als draußen, abhängig von der Bauweise.

In den Bereichen unter den Titeln T-Mobile, O2, Vodafone und BASE finden Sie Tarif-Angebote, die teils von den Netzbetreibern, teils von „Resellern“ gemacht werden. Netzbetreiber und Reseller benutzen zwar die gleiche Infrastruktur, sie können aber durchaus unterschiedliche „Preislisten“ festlegen.

An dieser Stelle könnten Sie einen Taif auswählen. Ich empfehle Ihnen, das jetzt noch nicht zu tun. Versuchen Sie zunächst, Ihren Tarif-Bedarf zu beschreiben (s.u.).

Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn BASE an manchen Orten keine Daten liefert. BASE steht hier für das E-Plus-Netz, das von Telefonica übernommen und mit dem O2-Netz zusammengefasst wird (der Übernahme-Prozess ist noch nicht abgeschlossen).

Wenn Sie nun herausgefunden haben, dass Sie für Erst- und Zweitwohnung mit dem gleichen Netz zurechtkommen, brauchen Sie nicht weiter zu lesen. Sie können Ihre vorhandene SIM-Karte weiter benutzen.

Tarif-Bedarf für die Zweitwohnung

Entscheiden Sie zunächst zwischen Prepaid- und Laufzeit-Tarif. Der Laufzeit-Tarif ist monatlich zu bezahlen, egal ob Sie sich in Ihrer Zweitwohnung aufhalten oder nicht. Dagegen bezahlen Sie beim Prepaid-Tarif nur die Telefonminuten, SMS und Datenmengen, die Sie tatsächlich verbrauchen. In vielen Fällen wird der Prepaid-Tarif zu geringeren Jahreskosten führen.

Eine Hilfe zur Schätzung Ihres Bedarfs finden Sie im Volumenrechner.

Mit dem so ermittelten Bedarf (Minuten, SMS, Datenvolumen) können Sie konkrete Tarif-Angebote vergleichen. Eine gute Quelle dafür ist Vertragsrechner Handy bei teltarif.de.

Denken Sie bitte daran: Ein gutes Smartphone oder Tablet kann ein schlechtes Netz oder gar ein Funkloch nicht ausgleichen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und immer eine gute Verbindung.

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