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Vom Handy zum Smartphone – der neue Vertrag – Pflicht

Der neue Vertrag für das Smartphone ist mit der Tarifauswahl noch lange nicht erledigt. Am konkreten Beispiel erklärt: die „Pflicht“.

Die Pflicht

Um die Beschreibung übersichtlicher zu halten, verteile ich die Informationen auf die Beiträge „Pflicht“ und „Kür“. Hier im „Pflicht“-Beitrag sehen Sie alle Aktivitäten in der vorgegebenen sinnvollen Reihenfolge, allerdings sind die „Kür“-Aktivitäten nur verlinkt.

Der neue VertragDas Bild zeigt die Aktivitäten, die für den neuen Vertrag zu erledigen sind. Die weißen Aktivitäten mit den Häkchen sind die unbedingt notwendige „Pflicht“, die gelben Aktivitäten mit der Verzierung sind die empfehlenswerte „Kür“ für die Zufriedenheit. In diesem Beitrag geht es um die Pflicht.

Das soll der neue Vertrag sein

Der bisherige Handy-Vertrag ist gekündigt, er läuft noch bis Ende des Monats. Bis dahin muss der neue Vertrag vereinbart und die neue SIM-Karte (möglichst schon mit der alten Telefonnummer) geliefert sein.

Die Wahl war auf ein Angebot von LIDL-Connect gefallen: SMART XS.

Die Anforderungen für einen neuen Vertrag waren erfüllt:

  • Netz: Vodafone ist für diesen Standort OK
  • Umfang: Sprach- und Datentarif (keine Finanzierung, Smartphone vorhanden)
  • Telefon und SMS: 100 Einheiten, das ist mehr als bisher per Handy. „Einheiten“ sind flexibler nutzbar als einzelne Grenzen für Minuten und SMS.
  • Datenvolumen: 250 MB. Internet steht nicht im Vordergrund. Internet kann auch über das vorhandene Festnetz-WLAN benutzt werden.
  • Community im privaten Umfeld: nicht gegeben, wird aber durch die Telefon- und SMS-Einheiten ausgeglichen
  • Prepaid: keine lange Bindung, falls sich Änderungen ergeben.
  • Evtl. Mehrbedarf: Es gibt zubuchbare Tarifoptionen für jeweils 2 bis 4 Wochen (Community, Datenvolumen, Festnetz, Minuten, Ausland).

Der neue Vertrag – wo gibt es den?

Im Prinzip gibt es diese Wege für die Bestellung:

  • Kauf beim Discounter, danach weiter im Internet oder per Bestell-Hotline
  • ohne weitere Hilfe im Internet,
  • alles über die Bestell-Hotline,
  • Full Service in einem Shop.

In diesem Fall kaufte ich die SIM-Karte für den gewünschten Tarif an der Kasse beim Discounter und erledigte den Rest per Internet. Ich bekam einen verschlossenen Umschlag mit einer (ausreichenden) Kurzanleitung und dem „SIM-Kartenträger“. Das ist eine Plastikkarte (so groß wie eine EC-Karte), aus der die SIM-Karte in der passenden Größe (Standard-, Micro-, Nano-SIM) herausgebrochen werden kann. Außerdem waren alle wichtigen Daten aufgedruckt: Rufnummer, SIM-Kartennummer mit Freischaltnummer, PIN und PUK. Zum Aufbewahren!

zur Kür: Der neue Vertrag mit der alten Telefonnummer

Die SIM-Karte muss freigeschaltet werden

Die frisch gekaufte SIM-Karte aus dem Laden funktioniert noch nicht. Sie hat zwar eine Rufnummer und einen Tarif, aber sie ist noch anonym. Sie muss erst noch dem Nutzer zugeordnet werden. Dafür bietet z.B. die Webseite von lidl-connect.de den Befehl „Als Neukunde freischalten“.

Ein kleines Formular erscheint. Dort tragen Sie Ihre neue Rufnummer und die die „Freischaltnummer“ ein, das sind die letzten fünf Stellen der SIM-Kartennummer. Beides finden Sie auf dem „SIM-Kartenträger“.

Jetzt lassen Sie sich führen, es geht zur VIDEO-IDENTIFIKATION. Dafür brauchen Sie die „Vorgangsnummer“, die Ihnen während des Bestellvorgangs per E-Mail zugeschickt wird.

Der neue Vertrag und die Identifizierung

Seit dem 1. Juli 2017 dürfen Prepaid-Karten nur noch mit Identifizierung abgegeben werden. Computer BILD beschreibt das hier: Prepaid-Karten: So funktioniert der Kauf ab sofort. Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten der Identifizierung:

  • mit dem Ausweis im Laden,
  • Post-Ident-Verfahren in einer Postfiliale,
  • Online-Ident-Verfahren per Video-Chat.

Welche der Möglichkeiten angeboten wird, entscheidet jeder Provider für sich, z.T. sogar abhängig vom Tarif (manche Tarife gibt es nur im Shop, andere nur per Online-Bestellung). In diesem Fall (Kauf beim Discounter) gab es nur das Online-Ident-Verfahren, weil beim Discounter niemand für die Identifizierung zugelassen war.

Eine Anleitung zum Online-Ident-Verfahren zeigt z.B. dieses YouTube-Video: WebID Solutions: Online-Identifikation einfach und sicher. Ansehen lohnt sich, dann haben Sie einen groben Eindruck, was jetzt passieren wird. Details müssen Sie sich nicht merken. Ein Mensch führt Sie, nicht ein Computer. Sie können ihn fragen.

Das sind die Voraussetzungen für das Online-Ident-Verfahren:

  • Die zu identifizierende Person muss sich selbst identifizieren lassen (Helfer sind nicht Partner für diesen Vertrag)
  • gültiger Ausweis, akzepiert werden Personalausweis oder Reisepass
  • Video-Kamera im Smartphone, Tablet oder Computer mit Internet-Zugang (eine „normale“ Video- oder Fotokamera hat keinen Internet-Zugang)
  • geeignete Umgebung: stabiles Internet (z.B. WLAN), ausreichendes Licht, wenig störende Geräusche, ggf. genügend Akku-Ladung

Ich wählte das Smartphone mit der Internet-Verbindung per WLAN und installierte die empfohlene kostenlose App WebIdent aus dem Google Play Store.

Während des Bestellvorgangs wurde die Online-Identifizierung angeboten und empfohlen (das hätte auch später nachgeholt werden können, aber wozu?). Nach dem Starten und nach der Eingabe der Vorgangsnummer (aus dem Bestellvorgang) erschien das eigene Bild auf dem Display (wie beim Selfie). Eingeblendet wird das kleine Bild eines Mitarbeiters des Dienstleisters webIDsolutions – ähnlich wie bei der Videotelefonie per Skype.

Der Mitarbeiter führt live durch den Vorgang, er sagt z.B., wann der Ausweis vor die Rückseitenkamera gehalten werden soll etc. Am Ende wird die erfolgreiche Identifizierung bestätigt und die Bestellung kann abgeschlossen werden.

Nachträglich betrachtet empfinde ich diese Methode viel einfacher, als sie im YouTube-Video beschrieben ist.

zur Kür: Für die bequeme Bezahlung

zur Kür: Kontakte von der alten SIM-Karte importieren

Der neue Vertrag wird wirksam

Wenn alles klappt, ist die gekaufte SIM-Karte aktiviert und kann mit der neuen Telefonnummer benutzt werden.

Falls die Rufnummernmitnahme beantragt wurde, wird später die gekaufte SIM-Karte gegen eine neue SIM-Karte mit der alten Rufnummer ausgetauscht. Dann informiert der neue Provider, dass die Portierung bestätigt wurde, dass die neue SIM-Karte mit der alten Rufnummer produziert und Ihnen zugeschickt wird. Wenn die SIM-Karte ankommt, setzen Sie sie in das Smartphone ein. Zum angekündigten Termin können Sie sie plangemäß nutzen.

Ein Vertragswechsel muss sein, wenn die Leistungen des Handy-Tarifs um den Internet-Zugang per Smartphone erweitert werden sollen. Ein neuer Vertrag kann wirtschaftlich sein, wenn der Bedarf sich ändert oder besser geschätzt werden kann.

Ein Wechsel von einem Vertrag zum anderen ist – unter Beachtung der Kündigungsbedingungen – immer möglich.


Vom Handy zum Smartphone

  1. Vertragswechsel vorbereiten
  2. Der neue Vertrag – die Pflicht
  3. Der neue Vertrag – die Kür
  4. Kritik an den Anbietern
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