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Vom Handy zum Smartphone – der neue Vertrag – Kür

Der neue Vertrag ist nicht alles: Rufnummer mitnehmen, komfortabel aufladen, Kontakte vom Handy importieren. So geht’s.

Die Kür

Es gibt ein paar Dinge, die technisch oder vertraglich nicht zwingend erforderlich sind. Auf die könnte man theoretisch verzichten. In der Praxis sind sie sehr wichtig. Wenn sie nicht vernünftig organisiert sind, kann das den “Spaß der Umsteiger erheblich beeinträchtigen”: Muss ich jetzt die neue Telefonnummer benutzen? Die kennt doch keiner! Muss ich jetzt mein Guthaben kontrollieren und kryptische Nummern zur Aufladung eingeben? Muss ich jetzt alle Namen und Telefonnummern vom Handy abschreiben und ins Smartphone neu eintippen?

Der neue VertragDas Bild zeigt die Aktivitäten, die für den neuen Vertrag zu erledigen sind. Die weißen Aktivitäten mit den Häkchen sind die unbedingt notwendige “Pflicht”, die gelben Aktivitäten mit der Verzierung sind die empfehlenswerte “Kür” für die Zufriedenheit. In diesem Beitrag geht es um die Kür.

Der neue Vertrag mit der alten Telefonnummer

Viele Nutzer wollen ihre Telefonnummer behalten. Dann müssen sie nicht alle Kontakte auf die neue Telefonnummer hinweisen. Das verursacht Arbeitsaufwand, das kann Gebühren kosten (Porto, SMS), und man kann nicht sicherstellen, dass die Empfänger die Änderung auch richtig notieren oder speichern. Dieser Vorgang heißt “Portierung” oder “Rufnummernmitnahme”.

Die Bundesnetzagentur schreibt dazu: “Nach dem Telekommunikationsgesetz haben Sie einen Anspruch darauf, Ihre Rufnummer bei einem Anbieterwechsel beizubehalten, wenn Ihr neuer Anbieter Ihnen die Mitnahme der Rufnummer in seinem Vertrag zugesichert hat.” Das gilt im Festnetz und im Mobilfunknetz.

Die “abgebenden” Provider fordern vom Nutzer eine Portierungsgebühr (eine Art “Ablösegebühr”) in der Größenordnung 25,00 bis 30,00 Euro. Die “empfangenden” Provider zahlen an den Nutzer eine Art Bonus oder Gutschrift zwischen 10,00 und 25,00 Euro. In vielen Fällen wird die Portierung etwa kostenneutral sein. Die Beträge sind nicht festgelegt, jeder Provider entscheidet selbst darüber. Die Webseiten und/oder die Tarifbeschreibungen geben Auskunft darüber.

Die Portierungsgebühr muss tatsächlich bezahlt werden, der Bonus wird i.d.R. gutgeschrieben und mit zukünftigen Zahlungen verrechnet. Wenn der alte Tarif Prepaid war, muss das verbleibende Guthaben ausreichen und ggf. aufgeladen werden; andernfalls wird die Gebühr abgebucht.

Egal, welchen Weg Sie wählen: Falls Sie die Telefonnummer von einem anderen Provider mitbringen wollen, müssen die Anmelde-Daten (Name, Geburtsdatum, Rufnummer) beim neuen Provider mit denen beim alten Provider exakt übereinstimmen. Bei Abweichungen kann der alte Provider die Abgabe verweigern oder bis zur Klärung verzögern. Beispiel: Herr Max Otto Muster muss bei beiden Providern so heißen, nicht Max Muster, Otto Muster, M.-O. Muster oder ähnlich. Und Herr Muster kann die Nummer nicht auf Frau Muster portieren.

Die Portierung klappt nur, wenn die neuen Angaben exakt mit denen beim ehemaligen Provider übereinstimmen!

Die Portierung muss an zwei Stellen deutlich gemacht werden:

  • Der alte Provider muss bei der Kündigung darauf hingewiesen werden, damit er die Nummer freigeben kann. In diesem Fall wies der alte Provider darauf hin, dass die Freigabe 4 Wochen gilt und – falls noch kein neuer Provider bekannt ist – dass sie danach verlängert werden kann.
  • Der neue Provider muss das bei der Bestellung erfahren, damit er mit dem alten Provider Termin und Details der Übergabe vereinbaren kann.

Dann sind die Chancen gut, dass Sie lückenlos die alte Rufnummer benutzen können. Falls das nicht klappt, müssen Sie ein paar Übergangs-Tage die neue Rufnummer benutzen.

Es genügt nicht, die Portierung im Bestellformular zu markieren. Für die “Bürokratie” ist ein Papier-Formular “Antrag auf Rufnummernmitnahme” auszufüllen. Das Formular gibt es als PDF-Datei zum Download auf der Webseite des neuen Providers. Das Formular wird ausgedruckt, ausgefüllt und an den neuen Provider geschickt (per Post, per Fax oder als gescannter Anhang einer E-Mail). Abgefragt werden diese Daten: neue Telefonnummer (die ersetzt werden soll), Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Termin (vor oder zum Vertragsende), zu übernehmende Rufnummer, bisheriger Provider, Netzbetreiber, Kundennummer beim alten Provider, Datum des Vertragsendes, Ort, Datum, Unterschrift des Antragstellers.

So lief der Austausch der neuen SIM-Karten ab

Vor dem Ende des alten Vertrags kam die erste SIM-Karte des neuen Providers mit der “neuen” unerwünschten Rufnummer – noch nicht mit der portierten Nummer. Diese SIM-Karte hätte jetzt schon benutzt werden können. Aber wozu? Der alte Vertrag mit der bekannten Nummer funktionierte ja noch.

Wenige Tage vor dem Ende des alten Vertrags kam die zweite SIM-Karte mit der portierten Nummer. Auf Anfrage teilte der neue Provider mit: Die portierte Rufnummer wird morgen automatisch durch uns aktiviert. Ab morgen Mittag können Sie sich mit der portierten Rufnummer und Ihrem alten Passwort einloggen. So war es dann auch. SIM-Karte mit der portierten Nummer ins Smartphone, fertig. Ein problemloser Übergang der Telefonnummer und des Zugangs zum Kundenkonto.

Für die bequeme Bezahlung

Der alte Vertrag war ein Postpaid-Vertrag mit monatlicher Abbuchung vom Bankkonto – ohne das Hantieren mit Kassenzetteln, Gutscheinkarten o.ä. So komfortabel soll es auch zukünftig sein. Der Bestellvorgang bietet die Wahl zwischen Direktaufladung (Kreditkarte), Codeaufladung (“Kassenzettel” mit Code) und automatischer Aufladung (Bankeinzug).

Die Wahl fiel auf die automatische “guthabengesteuerte Aufladung”: Wenn die Guthabengrenze von 5 Euro unterschritten wird, wird der Aufladebetrag von 10 Euro vom Bankkonto auf das Telefonkonto gebucht, sehr komfortabel.

Auch das muss “bürokratisch korrekt” sein. Beim Bestellvorgang wird daher die IBAN abgefragt. Damit wird ein Schreiben “SEPA-Lastschriftmandat” erzeugt. Ausdrucken, unterschreiben, per Post zum Anbieter senden oder scannen und als E-Mail-Anhang verschicken. Fertig.

Kontakte von der alten SIM-Karte importieren

Wie kommen die Namen und Telefonnummern vom alten Handy ins zukünftige Smartphone? Abschreiben und neu Eingeben ist nicht das, was Nutzer erfreut.

Die App “Kontakte” im Smartphone bietet die Funktion, Kontakte zu importieren:

Stecken Sie die alte SIM-Karte in das zukünftige Smartphone. Falls die Größe (Standard-, Micro-, Nano-SIM) nicht passt, kann man eine zu kleine Karte mit einem Adapter vergrößern oder eine zu große durch Herausbrechen verkleinern.

Kontakte-App aufrufen > MEHR > Kontakteinstellungen > Kontakte importieren/exportieren > SIM-Karte > alle Kontakte markieren > im Gerät speichern (nicht auf der SIM-Karte) > FERTIG

Dieser Import ist unabhängig von der Portierung, er kann früher oder später erfolgen. Die alte SIM-Karte muss dafür nicht mehr aktiv sein.


Vom Handy zum Smartphone

  1. Vertragswechsel vorbereiten
  2. Der neue Vertrag – Die Pflicht
  3. Der neue Vertrag – Die Kür
  4. Kritik an den Anbietern
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