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Sprachbefehle: Das Smartphone hört aufs Wort

Sprachbefehle sind anders als Spracherkennung

Siri heißt der Sprachassistent bei Apple, Cortana bei Microsoft, Alexa bei Amazon, Ok Google bei Android und vermutlich ab Ende 2017 Bixby auf dem Samsung S8 – Sprachbefehle / Sprachsteuerung / Sprachsuche / Sprachassistenten in konkurrierenden Systemen. Sie können den Alltag erleichtern, z.B. beim Autofahren. Hier geht es um die Nutzung von Ok Google, das ist die Weiterentwicklung von Google Now.

Gedankenlesen kann das Smartphone nicht. Wenn es mich unterstützen soll, muss ich einen eindeutigen Befehl geben. Normal sind „Gesten“, z.B. Tippen, langes Tippen, Doppeltippen, Wischen etc. Dabei berührt man Symbole, Bilder oder Texte, die das Display anbietet. Aber es geht auch per Stimme, Mikrofon und Sprachbefehl.

Im vorigen Beitrag Bequem schreiben – Spracherkennung statt Tastatur beschrieb ich, wie man eine Nachricht (z.B. SMS oder E-Mail) diktieren kann, um das mühsame Tippen auf der Tastatur zu vermeiden. Heute ergänze ich das Thema um Sprachbefehle.

Sprachbefehle und Spracherkennung sind voneinander unabhängig: Sprachbefehle werden in der Google-App eingerichtet und aufgerufen; die Spracherkennung wird in den Einstellungen Sprache und Eingabe eingerichtet und von der Tastatur aus aufgerufen.

Der Befehl „OK Google“ aktiviert Sprachbefehle

Ok Google aktivierenDas „Zauberwort“ heißt „Ok Google“ (ausgesprochen etwa wie „Okee Guugl“). Wer das zu seinem Android-Smartphone sagt, kann die Ausführung des folgenden Sprachbefehls erwarten.

Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein: Das Smartphone ist richtig eingestellt, die Spracherkennung ist aktiviert und der Befehl ist für das Smartphone verständlich formuliert. Das hört sich evtl. kompliziert an, aber es ist recht einfach.

So aktivieren Sie Ok Google für die nächsten Befehle:

  1. Öffnen Sie die Google-App, indem Sie auf das Symbol der App tippen.
  2. Sprechen Sie „Ok Google“ oder tippen Sie auf das Mikrofonsymbol. Ab jetzt sollte das Smartphone „aufs Wort hören“.

Wenn Sie ab jetzt keine Sprachbefehle mehr geben wollen, beenden Sie die Google-App mit der „Zurück“-Taste.

Das Smartphone für Sprachbefehle einrichten

Falls Ok Google sich nicht aktivieren lässt, prüfen und ggf. ändern Sie die Einstellungen.

So richten Sie Ihr Smartphone für Sprachbefehle ein (das Bild zeigt Screenshots vom Samsung Galaxy J5 2016 mit Android 6.0.1):

Sprachbefehle Ok Google einrichten

  1. Öffnen Sie die App Google, die Sie auch für die Google-Suche benutzen können.
  2. Öffnen Sie links oben das Menü
  3. Tippen Sie im Menü auf den Befehl Einstellungen
  4. Wählen Sie in den Einstellungen Sprache
  5. Tippen Sie in Sprache auf „Ok Google“-Erkennung

Jetzt haben Sie die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten (nur eine davon kann eingeschaltet werden (Schalter nach rechts):

  • Entweder jedesmal aktivieren: Über die Google App: Sage „Ok Google“, um eine Sprachsuche in der Google-App zu starten
  • Oder dauerhaft aktivieren: Auf jedem Bildschirm: reagiert auf die Stimme. Funktioniert, wenn der Bildschirm aktiviert ist oder das Gerät lädt

Wenn Sie nicht dauerhaft „belauscht“ werden wollen, wählen Sie die erste Möglichkeit.

Diese Einrichtung der Spracherkennung ist nur einmalig nötig. Sie bleibt so, bis Sie sie irgendwann ändern.

Falls Sie Probleme mit Ok Google haben, können Sie hier weitere Informationen finden: „Ok Google“ auf Ihrem Android-Gerät verwenden

Beispiele für Sprachsuche und Sprachbefehle mit Ok Google

Wie leistungsfähig Ok Google sein kann, können Sie an diesen Beispielen erkennen. Die Ergebnisse werden auf dem Bildschirm angezeigt und / oder per Lautsprecher ausgegeben. „Künstliche Intelligenz“ verbessert kontinuierlich die Qualität.

Die Verbesserungen finden nicht nur bei den Ergebnissen, sondern auch bei der Bedienung statt. Die Befehle müssen nicht mehr genau wörtlich formuliert werden. Viele Befehle werden auch erkannt, wenn sie sinngemäß („semantisch“) gegeben werden. Dennoch sind die „freien“ Formulierungen für manche Anwender schwieriger als eine angebotene Auswahl auf dem Display. Anwender können die Befehle nur geben, wenn sie sie kennen. Und es gibt weniger Sprach- als Display-Befehle, aber es werden laufend mehr. Probieren ist angesagt.

Ich habe diese Beispiele aus unterschiedlichen Quellen und eigenen Erfahrungen zusammengestellt, z.B. Google, androidpit.de
pc-welt, turn-on

Sprachsuche

Die Leistungsfähigkeit der Sprachsuche, der Berechnungen und der Übersetzungen entspricht der herkömmlichen Suchmaschine.

  • „Wo wurde Albert Einstein geboren?“
  • „Einwohnerzahl [Name von Stadt oder Land]“
  • „Wie spät ist es in London?“
  • „In welcher Zeitzone liegt [Ortsname]?“
  • „Wie wird das Wetter morgen früh?“
  • „Wo ist die nächste Apotheke?“
  • „Wie lange hat [Name des Geschäftes] geöffnet?“
  • „Wie viel ist 123 und 456?“
  • „Was ist die Wurzel aus 2209?“
  • „Sag ich habe Hunger auf Englisch“
  • „Wie viel sind 12 Euro in US-Dollar?“
  • „Was sind 12 Zoll in Zentimeter?“

Sprachbefehle

Über die Suche hinaus kann Google kann vielseitige Befehle ausführen, z.B. Einstellungen im Smartphone verändern und Assistenzfunktionen übernehmen:

  • „Schalte Bluetooth an“
  • „Schalte WLAN aus“
  • „E-Mail senden an [Kontakt]: Betreff: [Kurzinfo], Nachricht: [Worum es geht]“
  • „Mache ein Foto“
  • „Taschenlampe einschalten“
  • „Wecker auf 7 Uhr einstellen“
  • „Erstelle einen Termin in meinem Kalender: Abendessen in München, Samstag um 19.30 Uhr“
  • „SMS an [Kontakt]: Komme 5 Minuten später“
  • „Öffne [Name der App]“
  • „Spiele [Liedtitel]“
  • „Rufe [Name des Kontakts] an“
  • „Notiz [Text für Notiz ansagen]“
  • „Navigiere zu [Name oder Adresse des Ortes]“
  • „Wie lange brauche ich bis [Name oder Adresse des Ortes]?“

Meine Erfahrung

Ich habe nicht alle Befehle getestet.

Ok Google funktioniert überraschend gut, wenn man eine Vorstellung von den möglichen Befehlen hat. Ich nutze Ok Google noch relativ selten. Ein sinnvolles Einsatzgebiet scheint mir das Autofahren zu sein. Dafür brauche ich nur einen begrenzten Befehlsumfang, und ich komme keinen Konflikt mit dem Verbot Handy am Steuer. Damit werde ich experimentieren.

Was halten Sie von Sprachassistenten allgemein oder speziell von Ok Google? Bitte schreiben Sie, unten im Kommentarfeld bei „Leave a Reply“.


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Sicherheit trotz Handy am Steuer – Freisprechanlage
Ok Google – Sprach-Assistent im Auto
Missbrauch des Sprachbefehls Ok Google

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