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Speicherkarten und andere Flash-Speicher

Speicherkarten – unübersichtlich vielseitig

Speicherkarten nutze ich z.B. im Smartphone, in der Kamera, im Computer, anstelle eines USB-Sticks im Card-Reader. Solange z.B. die Erstausstattung funktioniert, muss ich nicht darüber nachdenken. Aber die Anforderungen ändern sich schon mal.

Die Folgen einer falschen Auswahl musste ich kürzlich erleben. Die Systemkamera hatte eine SD-Karte mit Platz für 600 bis 1000 hochauflösende Fotos. Als mit der Kamera ein Video aufgenommen wurde, konnte sie nur den Anfang wiedergeben. Das Problem lag in der Speicherkarte, die konnte die aufgenommen Bilder nicht schnell genug speichern. Wie eine Flasche, die mit einem zu dicken Strahl gefüllt wird – der Flaschenhals schluckt zu langsam. Später, mit einer passenden SD-Karte, wurde das Video richtig aufgenommen und wiedergegeben.

SpeicherkartenFür das neue Smartphone wollte ich solche Probleme von Beginn an ausschließen. Aber haben Sie schon mal beim Electronic-Discounter vor der Wand mit Speicherkarten gestanden? Hersteller, SD- und MicroSD-Karten, Speichertyp, Speicherkapazität, Geschwindigkeitsklasse, maximale Lese-/Schreibgeschwindigkeit, SDHC, SDXC, Class 10, Cl10, U1, UHS-1, 2 GB bis 256 GB, Full HD, 1010P, 45MB/S, mit / ohne Adapter, Preisklassen. Was bedeutet das alles? Nach dem Preis zu entscheiden führt nicht zum Erfolg, höchstens zufällig. Denn zu günstig genügt oft nicht; zu teuer kann bedeuten, dass die hohe Leistung mit dem Gerät „nicht kompatibel“ ist. Das ist keine Theorie, sondern knallharte Praxis, dann funktioniert die Karte im Gerät nicht.

Welche Speicherkarte passt also zum Smartphone? Wer Glück hat, findet zur unübersichtlich großen Auswahl auch noch einen qualifizierten Verkäufer. In Internet-Shops ist Beratung eher selten. Ich wollte mich daher von solchen Zufällen unabhängig machen.

Die noch junge Speichertechnik entwickelt sich rasant

Die Technik ist bei allen Speicherkarten die gleiche: Elektronische „Flash“-Speicherung in „Halbleiter“-Bausteinen. Weil für diese Speicherung keine mechanisch bewegten Teile benötigt werden, sind die Speicher sehr schnell und ziemlich unempfindlich gegen Stöße. Weil die Speicherelemente sehr klein und leicht sind, eignen sie sich bestens für mobile Geräte. In Smartphones & Co. werden nur Flashspeicher eingesetzt.

Für die Nutzung bedeutet das, dass die gespeicherten Inhalte erhalten bleiben, sogar wenn der Speicher ohne Stromversorgung ist. Für mobile Geräte mit begrenzter Akkulaufzeit ist das unbedingt notwendig. Denn schlimm wäre es, wenn z.B. alle Urlaubsfotos weg wären, nur weil wir gerade keine Steckdose zum Aufladen finden.

Die Entwicklung beschleunigt sich selbst. Die Abmessungen werden immer kleiner, die Kapazitäten immer größer – dabei sinken die Preise. Die wachsende Kapazität der Speicherelemente löst Bedarf aus (mehr Fotos und Videos als früher) – der wachsende Bedarf fördert die Entwicklung noch größerer Kapazitäten.

Flash-Speicher gibt es nicht nur in Speicherkarten

Dieses Bild zeigt die Verwendung des Flash-Speichers rund um das Smartphone: fest eingebaut, ergänzt um Speicherkarten. Außerdem können Verbindungen mit lokalen Computern und Servern in der Cloud aufgebaut werden, die ihrerseits die (älteren und größeren) Festplatten verwenden, z.T. auch schon Flash-Speicher.

Speicherkarten und andere Techniken
Speicher für Arbeit, Apps und Daten

In allen Smartphones wird die Flash-Technik im fest eingebauten Arbeitsspeicher und Gerätespeicher eingesetzt.

Bei vielen Smartphones gibt es einen „Slot“ (einen Steckplatz) für eine MicroSD-Karte. Die Kapazität dieser Speicherkarte ergänzt den Gerätespeicher und vergrößert damit die gesamte Kapazität.

Die MicroSD-Karte mit geringem Raumbedarf entstand aus der SD-Karte, die schon länger z.B. in Kameras eingesetzt wird. Sie wird in den Slot des Smartphones eingesteckt.

Die Speicherkarten (SD und MicroSD) können nicht nur direkt in den Slot eingesetzt werden; sie können auch in einen „Card-Reader“ (Kartenleser) gesteckt werden, der per USB-Stecker mit dem jeweiligen Gerät verbunden wird. Schon länger gibt es Card-Reader für SD-Karten, inzwischen gibt es auch kleinere Reader für MicroSD-Karten.

Zum Transport von Daten werden gern USB-Sticks verwendet. Dabei sind die Speicherelemente in ein abgeschlossenes stabförmiges Gehäuse eingebaut, das einen USB-Stecker hat (daher den Name). Ich nutze gern einen Card-Reader mit Speicherkarte anstelle von USB-Sticks; für mich sind Speicherkarten die universelle Transportmöglichkeit z.B. zwischen Kameras und Computern, wenn sie nicht vernetzt sind.

Flash-Speicherelemente werden auch als Nachfolger der PC-Festplatten eingesetzt. In PCs, Notebooks etc. werden sie anstelle von Festplatten eingesetzt. Dann heißen Sie „SSD“ für „Solid-State-Drive“. Nutzer werden Ihnen gern bestätigen, dass ihre Computer deutlich schneller wurden, wenn die alte Festplatte durch SSD ersetzt wurde.


Kleine Serie zu MicroSD-Karten im Smartphone

Speicherkarten und andere Flash-Speicher
Kapazität der MicroSD-Karte
Kompatibilität der MicroSD-Karte: „Typen“
Geschwindigkeit der MicroSD-Karte: „Klassen“
Der Kauf der microSD-Karte

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