Senioren, Smartphones, Sicherheit Privatstunden, Hilfe, Seminare – damit Technik Spaß macht

Spam und wie man damit umgeht

Aufrufe: 53

Eine erwartete E-Mail ist nicht angekommen. Vermutung: Sie könnte als Spam weggefiltert worden sein. Was tun?

Was ist eigentlich Spam?

Wikipedia schreibt: “Als Spam oder Junk (englisch für ,Müll’) werden unerwünschte, in der Regel auf elektronischem Weg übertragene massenhafte Nachrichten (Informationen) bezeichnet, die dem Empfänger unverlangt zugestellt werden und häufig werbenden Inhalt enthalten.”

Heute wird das Wort “Spam” besonders für E-Mails verwendet, die unerwünschte Werbung, Phishing-Fallen oder Schad-Software wie Trojaner oder Viren transportieren. Mindestens lästig, oft gefährlich.

“Es gibt immer Idioten, die auf eine Masche hereinfallen”. Nach diesem Motto scheinen Spammer zu handeln, die legal mit Werbung oder illegal mit Kriminalität Geld abzocken wollen. Massenmails kosten für den Versender fast nichts, besonders wenn sie ein Botnetz nutzen. Sie können Hunderttausende E-Mails versenden und sind schon erfolgreich, wenn nur ein einziger Empfänger anbeißt.

E-Mail-Provider (Anbieter und Verwalter von E-Mail-Adressen) kennen das Problem. Sie haben Erfahrungen mit E-Mails und Unmengen Werbemüll und Schad-Software. Die Provider wollen ihre Kunden schützen und Spam aus den E-Mails herausfiltern. Dafür haben sie Erkennungs-Mechanismen entwickelt. E-Mails, die so erkannt werden, werden nicht gelöscht, sondern in einen eigenen “Spam-Ordner” aussortiert.

Erkennungsmerkmale sind z.B. als verdächtig bekannte Absender, Versandverlauf, Reizwörter und die Einschätzung der Empfänger. Diese Zusammenstellung von Reizwörtern ist aufschlussreich. Falls Ihre E-Mails öfter ausgefiltert werden, sollten Sie Ihre Texte prüfen und solche Spamwörter vermeiden.

Auch bei Spam gibt es “Trends” und “Wellen”. Wenn eine Masche besonders erfolgreich war, wollen auch andere Spammer davon profitieren. Spam-Filter der E-Mail-Provider müssen sich diesen Trends anpassen. E-Mail-Provider haben viel mehr Möglichkeiten als die Empfänger, Trends zu erkennen und zu bekämpfen.

Trotz aller Bemühungen kommen immer mal Fehlerkennungen vor: Spam landet im Posteingang, “saubere” E-Mails landen im Spam-Ordner.

Die Darstellung in meinem GMX-Postfach

Am Beispiel meiner eigenen E-Mail-Adresse will ich Spam deutlich machen. Das Postfach für diese Adresse liegt beim E-Mail-Provider GMX. Ich habe mich für dieses Beispiel mit dem PC dort eingeloggt und einen Teil des Spam-Ordners “fotografiert”. In der Kopfzeile über den E-Mails stehen die Befehle, die ich auf markierte E-Mails anwenden kann.

Spam

Die meisten habe ich markiert (Haken links erzeugt blauen Hintergrund), damit ich sie gleich “Löschen” kann. Einzelne Absender kenne ich, weil ich dort schon bestellt habe. Die Angebote interessieren mich aktuell nicht. Andere Absender kenne ich nicht, deren E-Mails lösche ich ungelesen. Werbung? Phishing? Trojaner? Wenn ich sie nicht lese, werde ich es nicht erfahren. Sie sollen mich neugierig machen; das schaffen sie aber ganz selten.

Eine Zeile ist weiß und nicht markiert. Diese E-Mail habe ich erwartet, ich werde sie mit “Kein Spam” kennzeichnen. Jeder E-Mail-Empfänger kann seinen Spamfilter bei GMX individuell “trainieren”:

  • Unerwünschte E-Mails im Posteingang nicht einfach “löschen”, sondern in den Spam-Ordner “verschieben”. “Löschen” betrifft einmalig diese E-Mail; “Verschieben” kennzeichnet des Absender als unerwünscht, auch für die Zukunft.
  • Erwünschte E-Mails im Spam-Ordner nicht einfach in den Posteingang “verschieben”, sondern als “Kein Spam” kennzeichnen.
  • Wer oft ausgefilterte E-Mails als “sauber” und erwünscht kennzeichnen will, kann die E-Mail-Adresse des Absenders als “neuen Kontakt” in das Adressbuch bei GMX eintragen (auch wenn das normale Adressbuch z.B. im PC liegt). Diese Eintragung wirkt wie eine “weiße Liste” mit bekannten bzw. erwünschten Absendern.

Sendet dieser Blog Spam?

Ein Beispiel: Angenommen, Sie wollen sich in diesem Blogs registrieren, um bei neuen Beiträgen eine automatische E-Mail als eine Art Newsletter zu erhalten. Bei dieser Funktion beobachtete ich ein Fehlverhalten.

Um der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) zu entsprechen, ist hier das Verfahren “Double-Optin” realisiert. Zum Schutz Ihrer Privatsphäre sind zwei Schritte vorgesehen, damit kein Fremder Sie hier registriert.

Im ersten Schritt tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse (und optional Ihren Namen) ein. Denn ohne E-Mail-Adresse kann die Information nicht gesendet werden. Nach Ihrer Eintragung bekommen Sie dazu im zweiten Schritt eine automatische E-Mail mit der Bitte, auf den vorbereiteten Link zu klicken. Damit wird doppelte Sicherheit erreicht: Sie bestätigen, dass Sie mit der Zusendung einverstanden sind und dass die E-Mail-Adresse funktioniert. Denn nur Sie haben Zugriff auf dieses Postfach. Erst nach dieser Bestätigung bekommen Sie automatisch die gewünschte Information.

Um das Verfahren zu testen, bat ich eine mir bekannte Person, sich zu registrieren. Die erste Eintragung funktionierte. Aber die Bestätigungs-Mail kam dort nicht im Posteingang an. Meine Vermutung traf zu. Die Bestätigungs-Mail wurde in den Spamordner aussortiert.

Zum Trainieren des Spamfilters bietet es sich an, die Bestätigungs-Mail als “kein Spam” zu kennzeichnen. Dann liegt sie im Posteingang, der Link kann geklickt werden. Nach dem Trainieren sollten auch die “normalen” Info-Mails ankommen.

Mein Umgang mit dem Spamfilter

Der Spamfilter bei GMX funktioniert gut – sicher auch bei den meisten anderen Anbietern. Trotzdem kommt es gelegentlich zur Fehl-Einordnung. Normal nutze ich die Adresse mit je einem E-Mail-Programm im PC und im Smartphone. Zusätzlich gehe ich etwa wöchentlich (oder wenn eine erwartete E-Mail nicht ankommt) mit dem Browser in mein GMX-Postfach. Dort sehe ich den Spam-Ordner durch und korrigiere notfalls die Zuordnung. Danach lösche ich den Inhalt des Spam-Ordners.

Bleiben Sie aufmerksam gegen Fehl-Einschätzungen. Filter werden durch das Trainieren immer besser, aber 100 Prozent können sie doch nicht erkennen.

NewsletterKontaktTeilenPayPal

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.