Gegen den Strom: Ich bin gegen WhatsApp

WhatsApp – Pro und Kontra. Ob Sie für oder gegen WhatsApp sind, können Sie hier prüfen. Sie können diese PDF-Datei herunterladen, ausdrucken und mit Ihren Kommunikations-Partnern darüber diskutieren. Meine Stellungnahmen zu einzelnen Aspekten finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Wenn ich gegen WhatsApp argumentiere

Schwarz oder weiß – Zwischentöne scheint es nicht zu geben. An den Nutzern prallt es einfach ab, wenn ich etwas gegen “ihr Lieblingssystem” sage. Und im Vergleich zu Threema fällt mir überhaupt nichts für WhatsApp ein.
gegen WhatsApp
Natürlich akzeptiere ich, dass nicht alle meine Kritik teilen. Aber wenn ich mit WhatsApp-Nutzern diskutiere, habe ich den Eindruck, sie ignorieren die Risiken. Schließlich stelle ich eine lieb gewordene “Institution” infrage.

Andererseits erlebe ich Nicht-WhatsApper, die froh sind, wenn ich sie informiere. Sie sollen WhatsApp nutzen und können nichts damit anfangen. Sie erleben z.B., dass die Tochter WhatsApp installiert und den Nutzer / die Nutzerin gleich anmeldet. Die Großeltern sollen so mit den entfernt wohnenden Enkeln Fotos austauschen und Kontakt halten. Oder Verkäufer richten WhatsApp ein, um einen vermeintlich guten Service zu leisten.

Die so “Beglückten” fühlen sich verunsichert, weil sie das System nicht durchschauen und dessen Nutzen nicht erkennen. Sie erleben “Smombies” und wollen nicht auch so werden. Sie sind nicht “aus Prinzip” dagegen, sondern haben eine unkonkrete Skepsis.

Messenger – Fakten sprechen für sich

Was ist das eigentlich, wenn sich die Geister daran scheiden? WhatsApp ist der Messenger mit der weitesten Verbreitung. Alternativen sind Threema, Signal, Telegram und andere.

WhatsApp hat fast ein Monopol: “Alle sind bei WhatsApp”. Durch geschicktes virales Marketing und durch die Werbung mit irreführenden Halbwahrheiten (z.B. zu den Kosten und zur Verschlüsselung) wurde diese Stellung erreicht.

Messenger sind “Sofortnachrichtendienste”, d.h. man kann schnell und komfortabel “Nachrichten” versenden und empfangen. Damit sind sie Konkurrenten und z.T. Nachfolger für Telefon, SMS, MMS, E-Mails etc.

Sie sind komfortabel, weil sie “aus einem Guss” sind. D.h. mit einmaligem Lernaufwand und mit einheitlicher Bedien-Oberfläche kann man “multimediale” Informationen austauschen. Nutzer können Text- und Sprachnachrichten versenden, Anhänge (z.B. Fotos oder andere Dateien) mitschicken, telefonieren, zwischen einzelnen Partnern oder mit Gruppen kommunizieren.

Messenger sind an eine “Community” gebunden. Nur angemeldete Mitglieder der Community können miteinander kommunizieren. Verbindungen in andere Communities gibt es nicht.

Die Betreiber sind gewinnorientierte Unternehmen. Wenn das Geschäftsmodell weder App-Verkauf noch Werbung vorsieht, bleibt nur die Vermarktung der Kundendaten, also das Eindringen in die Privatsphäre der Nutzer. Ich lehne WhatsApp ab, weil das bei diesem Messenger gegeben ist und durch die Verbindung mit Facebook noch verschärft wird.

Sie haben AGB und Nutzungsbedingungen, an die die Nutzer gebunden sind. Wenn die Bedingungen so gestaltet sind, dass sie praktisch nicht gelesen werden, können sie gegen die Nutzer missbraucht werden.

Die Betreiber unterliegen dem Rechtssystem, in dem sie ihren Sitz haben, z.B. WhatsApp in den USA. Nach europäischen Maßstäben ist der Schutz der Privatsphäre schlecht. Immer wieder berichteten Whistleblower über Vorfälle mit USA-Geheimdiensten.

Meine Messenger-Alternative ist Threema

Ich habe mich für Threema entschieden:

  • Die für mich wichtigen Personen (und ein paar mehr) sind ebenfalls in der Threema-Community. “Alle” (wie bei WhatsApp) brauche ich nicht. Und wer nicht bei Threema ist, hat E-Mail, Telefon, Briefkasten oder eine andere “Trommel”.
  • Es gibt keine irreführende Werbung für Threema.
  • Geschäftsmodell: Verkauf der Messenger-App zum kleinen Preis und kostenpflichtige spezielle Angebote für Unternehmen.
  • Leistungsumfang etwa wie andere Messenger.
  • Komplett-Verschlüsselung (statt Teil-Verschlüsselung).
  • Transparente Nutzungsbedingungen ohne Fallstricke.
  • Schweizer Standards für den Schutz der Privatsphäre.

Und die Kommunikation außerhalb dieser Community mache ich herkömmlich über E-Mail, SMS, Telefon.

Von den unkritischen WhatsApp-Jubelnutzern habe ich noch kein Argument gegen Threema gehört. Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich allein mit meiner Einschätzung bin. Bin ich genauso verbohrt wie die WhatsApp-Befürworter und Jubelnutzer? In Diskussionen höre ich nur “Alles richtig, aber ich bleibe bei WhatsApp, da sind meine Kontakte”. Dagegen bin ich machtlos. Bilden Sie sich bitte Ihr eigenes Urteil.

Meine Stellungnahmen

Paul ist gläsern und machtlos. Vorratsdatenspeicherung im Überwachungsstaat? Lächerliche Bedenken, wir alle sind schon gläsern durch WhatsApp. Alle, auch Paul.

Fragen Sie WhatsApp-Jubelnutzer WhatsApp-Jubelnutzer dürfen meine Privatsphäre nicht verletzen, auch nicht “unwissend”. Ihre eigene Privatsphäre verantworten sie selbst. Fragen Sie danach!

Messenger-Vergleich: WhatsApp oder Threema verdrängen SMS und E-Mail Private Anwender wechseln von SMS und E-Mail zu WhatsApp oder Threema und Co. Ein Vergleich der Qualitäten.

Threema einrichten – ganz einfach
WhatsApp ist für Jubelnutzer. Threema ist die seriöse Alternative aus der Schweiz. Wie Sie ganz einfach Threema einrichten können.

Threema nutzen – die Grundlagen
Sie können Threema nutzen, ohne viel zu lernen. Trotzdem hier ein paar “wegweisende” Informationen zum sicheren Einstieg.

Threema – Nachrichten senden und telefonieren Threema ist ein Messenger und viel mehr als ein SMS-Nachfolger. Die Bedienung – Nachrichten senden bis telefonieren – finden Sie hier.

Bitte denken Sie über den WhatsApp-Standard nach! “Jubel-Nutzer” bringen andere Menschen dazu, dem WhatsApp-Standard zu folgen. Meine Bitte: Prüfen Sie kritisch!

Wegweisendes Urteil zur WhatsApp-Nutzung Die ganz “normale” WhatsApp-Nutzung verletzt Persönlichkeitsrechte und kann Folgen haben: Unterlassung, Abmahnkosten, Schadensersatz. Was tun?

Soziale Medien: Warum ich Facebook und WhatsApp ganz anders sehe Viele Einsteiger glauben, dass soziale Medien “das Internet” sind, oder wenigstens der Einstieg ins Internet. Manche glauben das von Facebook, andere von WhatsApp – wie sie es in ihrem Umfeld erlebt haben.

Nachrichten: SMS und MMS oder WhatsApp? Lange Zeit waren SMS und MMS die “klassische” Ergänzung zum mobilen Telefonieren. Jetzt gibt es starke Konkurrenz von WhatsApp, dem größten “Instant Messaging”-Dienst. Aber WhatsApp ist nicht kostenlos, es ist verzichtbar und gefährlich.

Datenmissbrauch und WhatsApp E-Mails und WhatsApp sind unterschiedliche Welten. Ich bin aber sicher, dass diese E-Mail über WhatsApp ausgelöst wurde und einen Betrug einleiten soll. Das will ich hier erläutern, um vor WhatsApp zu warnen. Nicht theoretisch, sondern an einem konkreten Erlebnis.


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