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Parkinson-Patienten – Seniorengruppe mit besonderem Bedarf

Brauchen Senioren ein Smartphone? Die Leiterin einer Seniorengruppe hatte mich angesprochen, ob ich in ihrer Gruppe zu diesem Thema etwas sagen könne. Ihre Überlegung: Vorteile für jeden Teilnehmer und Vorteile für die Gruppe.

Eine “normale” Seniorengruppe

Konkret ging es um eine Selbsthilfegruppe von Parkinson-Patienten. Nach dem ersten Zögern überzeugte mich Wikipedia: Die Krankheit stört nicht das Denken und Lernen, sondern die Feinmotorik. Ich ergänzte also meine Vorbereitung um zwei Schwerpunkte:

  1. Für die Patienten-Situation: Erinnerung an die Medikamenten-Einnahme und Dokumentation für den Arzt
  2. Die kleinen Tastaturen und Probleme mit der Feinmotorik passen nicht zusammen. Zum Ausgleichen des Handicaps: Sprechen statt Tippen mit Spracherkennung und Sprachbefehlen, und evtl. Notizen durch Fotos statt Tippen.

Seniorengruppe Parkinson-Patienten

Zu Anfang der Veranstaltung fragte ich die Teilnehmer nach ihren einschlägigen Erfahrungen. Die Verteilung war typisch für diese Generation: Mehr als die Hälfte hatte Handy-Erfahrungen, knapp die Hälfte kannte sich mit PCs aus, immerhin knapp ein Viertel hatte schon ein Smartphone.

Eine “besondere” Seniorengruppe

Die Teilnehmer der Seniorengruppe kennen sich aus der Selbsthilfegruppe. Sie scheuten sich also nicht, spontan viele Fragen zu stellen. Interessierte Teilnehmer – das wünscht man sich als Vortragender.

Außerdem schienen sie breit gefächerten Nachholbedarf zu haben. Die Fragen reichten

  • von typischen Einsteigerfragen (Was kostet das?)
  • über interessierte Fragen mit noch fehlenden Grundlagen (Wie hängen Akku- und Speicherkapazität zusammen?)
  • bis hin zu mitgebrachten Viren- und Phishing-Situationen.

Möglicherweise haben sie in ihrer Umgebung zu wenig Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch.

Mein Eindruck

Meine anfänglichen Bedenken (sind Smartphones für diese besonderen Patienten überhaupt geeignet?) wurden schnell zerstreut. In diesen Diskussionen habe ich erkannt, dass Smartphones bei diesen Einschränkungen eine nützliche Hilfe sein können. Ich muss anmerken: Das sind meine medizinisch laienhaften Eindrücke. Vermutlich gibt es Entwicklungsstufen dieser Krankheit, für die diese Einschätzung nicht mehr zutrifft.

Für die Patienten-Situation gibt es spezielle Apps, die die Tagesabläufe unterstützen: Medikamenten-Einnahme, Übungen, Protokollierung der persönlichen Situation. Für die Parkinson-Behinderung lassen sich Bedienungs-Erleichterungen nutzen: Tastatur weitgehend ersetzen durch Sprach- und Kamera-Einsatz. Und natürlich kann jeder die übrigen Fähigkeiten der Smartphones nutzen, wie es dem Bedarf und der Lernbereitschaft entspricht.

Wenn ich die Aufgabe hätte, die Parkinson-Patienten anzuleiten, würde ich den Schwerpunkt auf die Patienten- und Parkinson-Situation legen. Und ich würde die Kommunikation innerhalb der Seniorengruppe technisch unterstützen. Mit relativ wenig Lernaufwand liesse sich damit relativ viel Nutzen erzielen. Wer das Smartphone darüber hinaus einsetzen will, hat dann schon mal eine gute Grundlage.

Haben Sie einschlägige Erfahrungen oder weitere Fragen dazu? Unten bei “Leave a Reply” können Sie sie beschreiben.

In Kürze werde ich hier weitere Überlegungen dazu beschreiben. Wenn Sie eine E-Mail-Benachrichtigung haben möchten, tragen Sie bitte hier Ihre E-Mail-Adresse ein.

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