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Multitasking im Smartphone – so geht’s

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Der Begriff Multitasking beschreibt die Fähigkeit, mehrere Aufgaben praktisch gleichzeitig auszuführen. So geht es mit Android.

Multitasking

Frauen können es angeblich besser als Männer. So eindeutig ist das nicht, sagen Wissenschaftler. Android-Smartphones können es, dafür ist ihr Betriebssystem konzipiert. Gemeint ist Multitasking.

Multitasking

Multitasking-Beispiele

Im Splitscreen laufen zwei Apps gleichzeitig sichtbar

Besonders deutlich erkennt man das Multitasking, wenn man den “Splitscreen” sieht. Man kann den Bildschirm (“Screen”) des Smartphones teilen (“split”). In jedem der beiden Teile kann eine andere App laufen, man kann beide gleichzeitig sehen und nutzen.

Beispiel: Sie möchten einen Text lesen (z.B. eine E-Mail) und gleichzeitig im Internet bestimmte Begriffe des Textes nachschlagen. Vorgehensweise:

  • Öffnen Sie beide Apps, z.B. die Browser-App für das Internet und die E-Mail-App (die E-Mail soll im oberen Teil des Bildschirms liegen).
  • Öffnen Sie mit der Funktion “Letzte Anwendungen” (Multitasking) die Liste der geöffneten Apps.
  • Scrollen Sie bis zur E-Mail-App.
  • Tippen Sie 2 Sekunden auf das Logo der E-Mail-App, sie erscheint formatfüllend auf dem Bildschirm. Ein kleines Fenster erscheint, der letzte Befehl heißt “Bildschirm teilen”.
  • Tippen Sie auf “Bildschirm teilen”. Der Bildschirm wird geteilt, oben die E-Mail-App, unten nebeneinander die letzten geöffneten Apps.
  • Wischen Sie in der unteren Hälfte bis zur Browser-App und tippen Sie darauf. Die Browser-App füllt jetzt die untere Hälfte des Bildschirms.

Das gilt so für mein Xiaomi A2 lite mit Android 9, bei anderen ist es ähnlich.

In dieser Ansicht können Sie im oberen Teil die E-Mail lesen, im unteren Teil können Sie im Internet zusätzliche Informationen suchen.

Wenn Sie fertig gelesen haben, wischen Sie von der Trennlinie in der Mitte des Bildschirms nach unten. Dann wird die Browser-App ausgeblendet und die E-Mail-App füllt wieder den Bildschirm.

Mein Kommentar: Das funktioniert einwandfrei, mit jeder Kombination von Apps. Allerdings benutze ich den Splitscreen nur selten. Der Bildschirm des Smartphones ist schon klein, die beiden Teile beim Splitscreen sind noch deutlich kleiner.

Lesen mit Musikbegleitung

Auch sehr deutlich ist Multitasking, wenn zwei Sinne angesprochen werden: Sehen (ich nenne das hier mit der “Augen-App”) und Hören (mit einer “Ohren-App”).

Mit der Augen-App wollen Sie vielleicht ein E-Book, E-Mails, Nachrichten o.ä. lesen. Oder Sie wollen E-Mails, Notizen, Nachrichten schreiben. Oder Sie wollen z.B. Fotos bearbeiten.

Für die akustische Begleitung mit der Ohren-App können Sie z.B. Internet-Radio mit Ihrem Lieblingssender wählen oder einen Musik-Player mit gespeicherter Musik in Ihrer Playlist.

Ganz einfach:

  • Starten Sie die Ohren-App vom Start-Bildschirm mit dem gewünschten Ton.
  • Verlassen Sie jetzt die Ohren-App mit der Zurück-Taste. Dann läuft die akustische Begleitung weiter und das Display zeigt wieder den Start-Bildschirm.
  • Nun starten Sie die Augen-App.

Jetzt können Sie gleichzeitig sehen und hören.

Wenn Sie fertig sind, beenden Sie die Augen-App. Die Ohren-App läuft zunächst weiter. Wenn Sie jetzt die Ohren-App erneut starten, sehen Sie vermutlich “irgendwo” ein Symbol wie ein Quadrat in einem Kreis. Wenn Sie auf dieses Symbol tippen, endet die Musik. Das Symbol ändert sich vom Quadrat zum Dreieck (Pfeil nach rechts) im Kreis, damit können Sie die Musik fortsetzen. Wenn die Ohren-App schweigt, können Sie sie mit der Zurück-Taste beenden. Oder Sie finden im Menü einen Befehl zum Beenden / Schließen.

Mein Kommentar: Das funktioniert einwandfrei. Wenn ich niemand stören will, nutze ich die Ohren-App nur, wenn ich allein bin, oder mit Ohrhörern.

Umschalten zwischen zwei Apps

Auch das ist Multitasking: Sie nutzen gerade eine App, zwischendurch brauchen Sie eine zweite App und schalten danach wieder zur ersten App zurück. Beide Apps nutzen abwechselnd den gesamten Bildschirm. Beispiele:

  • Sie lesen gerade ein E-Book. Um eine TV-Sendung nicht zu verpassen, wollen Sie zwischendurch in die App mit dem TV-Programm sehen. Danach lesen Sie noch eine Weile weiter.
  • Während Sie eine E-Mail schreiben, wollen Sie dem Empfänger eine Anschrift aus Ihrer Kontakte-App mitteilen. Dafür schalten Sie um zur Kontakte-App, kopieren die gewünschte Anschrift und fügen Sie in die E-Mail ein.
  • In der S-Bahn nutzen Sie die Zeit, um Nachrichten zu lesen. Das müssen Sie unterbrechen, weil ein Kontrolleur Ihr Handyticket prüfen will. Danach wollen Sie an der gleichen Stelle weiter lesen.
  • Während eines Smartphone-Telefonats wollen Sie einen Termin vereinbaren und müssen dafür in die Kalender-App umschalten.

So gehen Sie vor, um die Situation in der ersten App nicht zu verändern.

  • Sie starten Ihre erste App.
  • Bei der Unterbrechung sollten Sie die erste App nicht schließen, sondern die Funktion “Letzte Anwendungen” (Multitasking) nutzen. Besonderheit beim Telefonieren: Damit Sie gleichzeitig telefonieren und Ihre Termine sehen/verwalten können, sollten Sie in der Telefon-App den Lautsprecher einschalten.
  • Wenn die zweite App noch geöffnet ist, können Sie sie durch Tippen wieder aktivieren. Andernfalls können Sie sie von hier aus starten.
  • In der zweiten App erledigen Sie, was da zu erledigen ist.
  • Danach schalten Sie mit “Letzte Anwendungen” (Multitasking) wieder zur ersten App zurück.

Mein Kommentar: Das funktioniert einwandfrei. Das kommt vermutlich häufiger vor als die anderen beschriebenen Situationen. Solange Sie mit der Kombination Telefon und Kalender nicht vertraut sind, können Sie Ihrem Gesprächspartner ankündigen, das Sie zurückrufen, falls das Umschalten nicht klappt.

Was sonst noch zu bedenken ist

Apps verbrauchen Strom und Platz im Arbeitsspeicher. Beides ist im Smartphone nur begrenzt vorhanden. Wenn Sie eine App starten, wird sie im Vordergrund ausgeführt. Sobald Sie die App verlassen, um andere Apps zu benutzen oder zu pausieren, geht die verlassene App in den Hintergrund.

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob Apps im Hintergrund bleiben oder endgültig beendet werden sollen. Die überwiegende Meinung scheint zu sein, dass Android automatisch den Verbrauch regelt und Apps im Hintergrund “einfriert”. Dann verbrauchen sie weder Strom noch Platz. Zum Beispiel im Magazin Chip.

Ich lasse die Apps im Hintergrund. Das Verhalten kann ich nicht messen, aber ich bin mit dem so erreichten Verbrauch zufrieden.

Wenn ich (ganz selten) ein Fehlverhalten des Smartphones beobachte, schalte ich es ganz aus und starte es neu. Das erzwingt das “Aufräumen” im Speicher, mögliche Fehler werden damit beseitigt.

Multitasking ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber leistungsfähig. Ich nutze es regelmäßig.

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