Wie komme ich mit dem Smartphone ins Internet? Diese Frage kam in Seminaren mehrfach. Worüber viele Anwender nicht (mehr) nachdenken, kann für Einsteiger unvorstellbar abstrakt sein. Ein Erklärungsversuch.
Mit dem Smartphone ins Internet

Inhalte: Wofür geht man ins Internet?

Internet-Beispiele: Per E-Mail privat und geschäftlich kommunizieren. In “sozialen Medien” chatten und neue Kontakte finden. Erfahren, was Presseorgane aus der Welt berichten. Auskünfte einholen, z.B. Fahr- und Flugpläne, Telefonnummern, Börsenkurse. Download: Musik, Filme, Bedienungsanleitungen auf das eigene Gerät laden. Shopping mit Produkt- und Preisvergleichen, Auktionen. Erfahrungen und Meinungen austauschen in Foren. Für Reiseplanung, Hobbys etc. Informationen recherchieren. Surfen und stöbern, was andere Menschen interessiert.

Computer-Beispiele (ohne Internet): Rechnen, Schreiben, Gestalten.

Das Internet bietet Möglichkeiten, die vor seiner Erfindung nicht denkbar oder mit viel mehr Aufwand verbunden waren. Es wird nötig, weil der Service durch Menschen immer weiter abgebaut wird. Oder wird der Service abgebaut, weil das Internet leistungsfähiger ist?

Smartphones haben das Internet mobil gemacht. Zwei Seiten einer Medaille. Wir bekommen immer mehr und immer schnellere Informationen. Wir sind ständig erreichbar, sofern wir das nicht abschalten. Denn “das Netz” kennt jederzeit unseren Aufenthaltsort und kann uns jederzeit mit jedem verbinden.

Infrastruktur: Vom Dosentelefon ins Internet

Das waren die wichtigsten Entwicklungsschritte ins Internet:

  • Das Dosentelefon unserer Kindheit: Ein stramm gespannter Faden verbindet zwei “Dosen”, an jedem Ende kann einer sprechen oder hören. Das war eine “Verbindung”, aber noch kein “Netz”.
  • Wenn man den Faden durch Kupferkabel, Glasfaser o.ä. ersetzt, kann man ein Telefon-“Netz” mit vielen Verbindungen daraus machen.
  • Viele Teilnehmer weltweit: Jeder Teilnehmer bekommt eine eigene eindeutige Kennung, die Rufnummer.
  • Funkwellen ersetzen Kabel, dann kann man drahtlos telefonieren: Kurze Strecken innerhalb von Gebäuden oder weite Strecken per Handy.
  • Um Bilder (anstelle von Tönen) zu übertragen, ist eine andere Codierung als für die Sprache nötig. Faxe wurden möglich: Unbewegte Schwarz-Weiß-Bilder.
  • Videos (mit Bewegung, Farbe, Ton) brauchten mehr Details mit höheren Geschwindigkeiten und Kapazitäten für die Übertragung.
  • Zum Netz gehören große Computer mit der Funktion von “Knoten” und “Anschlussstellen”, die so genannten Server.

Das Ergebnis ist der aktuelle Weg ins Internet. Es verbindet sendende und empfangende Teilnehmer. Sie übertragen Sprache und Multimedia. Jeder Teilnehmer hat eine eigene Kennung (IP-Adresse). Alle können privat oder öffentlich kommunizieren. Die Daten, die so übertragen werden, können vorbereitet und in einem Speicher aufbewahrt werden. Oder sie entstehen live und werden zeitgleich per Streaming übertragen.

Die Infrastruktur ist im Lauf der Jahre gewachsen. In Ballungsräumen ist sie gut, in ländlichen Regionen kann sie so schlecht sein wie im Funkloch. Die Betreiber der Netze entscheiden über den Ausbau nach Bedarf. D.h. wo viel Nachfrage ist, gibt es viele Zahler – dann kann die lokale Qualität verbessert werden. Die gewachsene Infrastruktur ist unterschiedlich wie ein Flickenteppich. Als Nutzer kann man die Qualität nicht verbessern – höchstens durch einen Standort- oder Anbieterwechsel.

Zu den internationalen Anbietern im Internet gehören z.B. die “GAFA” (Google, Apple, Facebook, Amazon).

Rundfunk (Fernsehen und Radio) ist ganz anders. Er ist eine “Einbahnstraße” vom Sender zum Empfänger. Und er funktioniert wie eine “Gießkanne”: Jeder im Sendebereich wird “beschallt”, ob er ein Gerät hat oder nicht. Das Gießkannen-Konzept benötigt dafür keine Identifikation der einzelnen Empfänger.

>>> Fortsetzung: Mit dem Smartphone ins Internet – ganz einfach


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