Android One einrichten – das neue Xiaomi A2 Lite mit Android 8.1. Meine ersten Erfahrungen mit dem neuen Konzept.
Android One einrichten

Android One einrichten ohne Plug and Play

Der leichtere Weg wäre über Google gewesen. Das Google-Konto kennt alle Apps, die vom Google Play Store auf das alte Smartphone installiert wurden. Außerdem kennt Google Kontakte, Kalender, E-Mails, App-Daten, wenn sie zwischen Google und dem Smartphone synchronisiert wurden. Fotos lassen sich über Google Fotos synchronisieren. ComputerBild beschrieb den Weg z.B. hier: Android zu Android: Neues Handy? So gelingt der Datentransfer.

Ich bin “Google-Verzichter”, ich will Google so wenig Daten wie möglich überlassen: Auf Google können Sie verzichten. Außerdem sammelt sich im Leben eines Smartphones einiges an Test- und Daten-Resten etc. an; die wollte ich nicht übernehmen. Zudem wollte ich bewusst Android One einrichten und Android Version 8 kennenlernen. Nur mit eigenen Erfahrungen kann ich mitreden und Tipps geben.

Wer die Einrichtung von Grund auf wählt, startet “sauber” und ohne “Altlasten”, aber mit mehr Aufwand.

Android One einrichten – leicht mit der “globalen Version”

Die erste Neugier: Funktioniert es? Ja, nach dem Einschalten zeigte der Akku um 80%, also kann es losgehen. Eine der ersten Fragen (in englischer Sprache, nicht Chinesisch) galt meiner Sprache: Deutsch war in der üblichen Liste wählbar. In dieser Situation gab es ein Sicherheits-Update für Android 8.1.0. Der Startbildschirm zeigt nur wenige Google-Apps, z.B. den Play Store und die Sucheingabe.

Die Bediener-Oberfläche ist der puristische “Launcher3” mit der aufdringlichen Google-Suchzeile auf dr Startseite. Die kann ich beseitigen, indem ich anstelle des “Launcher3” einen alternativen Launcher wie Evie launcher oder Nova-Launcher installiere. Die sind dem Launcher3 ziemlich ähnlich, geben mir aber mehr Freiheiten bei der Gestaltung meiner Startseite. Optische Spielereien brauche ich nicht, aber mehr Funktionen für die persönliche Organisation.

Das Gehäuse bleibt geschlossen: Der Akku ist fest eingebaut (nicht austauschbar); die drei Kartenslots sind in einer kleinen “Schublade” im linken Gehäuserand.

Ich wollte das alte Smartphone so lange voll funktionsfähig halten, bis das neue komplett eingerichtet ist. Daher verzichtete ich zunächst auf die SIM- und die MicroSD-Karten. Weil ich trotzdem schon den Internet-Zugang brauchte, richtete ich also mein WLAN ein.

Android One einrichten für den Fingerabdruck

Das Xiaomi A2 Lite hat einen Fingerabdruck-Sensor, um den Sperrbildschirm einfach zu entsperren. Einmalig muss der berechtigte Nutzer seinen Fingerabdruck eingeben, als Vorlage für spätere Vergleiche:

Einstellungen >> Sicherheit & Standort

Unter “Displaysperre” erscheinen die üblichen Möglichkeiten: Keine / Wischen / Muster / PIN / Passwort. Ein paar Zeilen weiter unter “Fingerabdruck” gibt es die Möglichkeit “+ Fingerabdruck hinzufügen”. Der Fingerabdruck ergänzt die üblichen Entsperr-Techniken, z.B. die PIN: Vielleicht kann der Fingerabdruck mal wegen eines Pflasters nicht benutzt werden, vielleicht soll ein berechtigter Dritter Zugang bekommen. Dann haben Sie die Wahl zwischen Fingerabdruck und der anderen eingerichteten Methode. Mit dem Fingerabdruck lassen sich auch Käufe und App-Zugriffe autorisieren. Bei Bedarf kann man weitere Fingerabdrücke hinzufügen.

Fingerabdruck-Sensoren gibt es auch bei anderen Smartphones und Android-Versionen.

Android One einrichten – “interne” Speicherkarte

Das bisherige Smartphone hatte 16GB internen Gerätespeicher, den ich um eine 64GB-microSD-Karte ergänzte. Um mehr Reserven zu haben, wählte ich für das Xiaomi A2 Lite den Gerätespeicher mit 32GB (64GB wären möglich gewesen). Eine 64GB-microSD-Karte soll den Gerätespeicher ergänzen.

Die neue Speicherkarte bekam ich erst, als ich die übrige Einrichtung fast beendet hatte. Sie wurde nach dem Einsetzen nicht sofort anerkannt.

Beim Neustart des Smartphones erschien dann die Frage, ob sie intern (dauerhaft installiert) oder extern (zum Datenaustausch mit anderen Geräten) installiert werden soll. Ich entschied mich für intern, dafür wurde die Karte nun im Smartphone formatiert. Den Datenaustausch mit anderen Geräten mache ich nicht per Speicherkarte, sondern bei einzelnen Dateien per E-Mail (z.B. Fotos, Texte, Klingeltöne), bei größeren Mengen (z.B. Musiksammlung, Fotos einer Veranstaltung oder einer Reise) per Synchronisation mit dem PC.

Direkt im Anschluss erschien die Frage, ob Daten jetzt vom internen Speicher auf die Karte verschoben werden sollen. Ich bestätigte das und nach einer halben Minute zeigte mir das Display neu eingerichtete Ordner und Dateien auf der Karte.

Der Dateimanager unterscheidet nicht mehr zwischen “internem” und “externem” Speicher, die microSD-Karte wird als integrierter Teil des “Hauptspeichers” angezeigt. Die Behandlung der microSD-Karte als interner Speicher vermeidet Engpässe. Wenn der Speicher mit 128GB oder 256GB “fast unendlich groß” werden kann, entfällt die Notwendigkeit,

  • Apps vom internen Speicher zur Entlastung auf die microSD-Karte zu verschieben
  • den Ort der Datenspeicherung für die betreffenden Apps auf de microSD-Karte “umzuleiten” (z.B. Fotos und Videos der Kamera-App, Landkarten der Navigations-App),
  • das Smartphone vorzeitig wegen der Meldung “zu wenig Speicher” zu ersetzen.

Die Behandlung von microSD-Karten als interner Speicher gibt es auch bei anderen Smartphones und Android-Versionen.


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