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Kommunikation in geschlossenen Gruppen

Kommunikation ist wichtig, damit eine Gruppe schnell und sicher funktioniert. Wie kann Kommunikation organisiert werden, wenn die technischen Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind?

Papier ist der kleinste gemeinsame Nenner der Kommunikation

Eine Gruppe von Senioren trifft sich regelmäßig, eine Parkinson-Selbsthilfegruppe. Die Leiterin benachrichtigt die Mitglieder jedes Mal: Wann und wo findet das nächste Treffen statt, welches Thema bildet den Schwerpunkt, bringt jemand Kuchen mit etc.

Bisher nutzt die Gruppe die Briefpost zur Kommunikation. Damit kann jeder umgehen, das ist der kleinste gemeinsame Nenner. Für die Leiterin bedeutet das neben den allgemeinen Vorbereitungen auch

  • Material- und Arbeitsaufwand z.B. für das Erstellen, Kopieren und Versenden der Benachrichtigungen und
  • Portokosten im durchaus nennenswerten Umfang.

Für die Organisation der Selbsthilfegruppe wäre es also wünschenswert, die Teilnehmer „elektronisch“ zu benachrichtigen.

Die Geräte für die Kommunikation

Die Mitglieder sind Senioren. Ihre technische Ausstattung und ihre Kenntnisse sind nach dem individuellen Bedarf „gewachsen“. Weil sie Privatpersonen sind, kümmert sich keine zentrale Stelle um Technik, Weiterbildung, Bereitstellung oder Finanzierung.

Wünschenswert wäre es, mit möglichst wenig Aufwand (für Kauf, Gebühren, Lernen) eine einigermaßen einheitliche Kommunikationstechnik zu nutzen.

Das sind meine Beobachtungen:

  • Etwa die Hälfte der Teilnehmer nutzt Handys.
  • Mehr als die Hälfte hat Computer oder Computer-Erfahrungen (PC, Notebook, Laptop).
  • Nur knapp ein Viertel der Teilnehmer hat Smartphones.

Meine Einschätzung:

  • Handys sind für diese Kommunikation wenig geeignet. SMS-Kurznachrichten können nicht gedruckt werden. Außerdem sind Handys nicht zukunftssicher. Smartphones verdrängen sie.
  • Computer sind für alle Formen der Kommunikation geeignet. Ich vermute aber, dass Computer für „Späteinsteiger“ zu „groß“ sind, zu leistungsfähig bei kleinem Bedarf, und dafür zu teuer.
  • Smartphones als „Nachfolger“ der Handys sind ebenfalls gut für die Kommunikation geeignet. Die Einstiegs-Hürde zum Smartphone ist geringer als die zum Computer. Psychologisch ähneln sie den Handys, preislich sind Einsteiger-Smartphones schon ab unter 100 Euro zu haben.

Mögliche Kommunikationswege

Diese Kommunikationswege sind verbreitet:

Kommunikation in Gruppen

Telefonieren ist für diese Benachrichtigungen in der Gruppe zu aufwändig, weil Anrufer und Angerufene zeitgleich anwesend sein müssen und weil die Benachrichtigungen nicht „kopiert“ werden können. Fast ebenso aufwändig ist das (zeitversetzte) Sprechen auf Anrufbeantworter.

Zwei Partner können die Kommunikation per E-Mail und SMS nutzen. Sie können ihre Informationen auch „kopieren“, indem der Absender mehrere Empfänger einträgt. E-Mails sind vielseitig, sie können „multimediale“ Anhänge transportieren, z.B. Texte, Bilder, Links, bei Bedarf sogar Audios und Videos.

Geschlossene Gruppen können öffentliche Foren nicht nutzen.

Soziale Medien wurden eigentlich für zeitgleiche „Chats“ und „Sofortnachrichten“ entwickelt. Sie erlauben aber auch zeitversetzte Kommunikation. Sie können öffentlich, für geschlossene Gruppen oder zwischen zwei Partnern benutzt werden.

Wer die sozialen Medien nutzen will, muss zusätzliche Bedingungen beachten. Nur eingetragene Mitglieder können mitmachen. Facebook kann auf Computern oder Smartphones oder Tablets genutzt werden. WhatsApp ist für die mobile Welt konzipiert, wer es am Computer nutzen will, braucht zusätzlich ein Smartphone.

Senioren sind diesbezüglich meist sensibler als jüngere Internet-Nutzer. Viele haben berechtigte Bedenken gegen die sozialen Medien, z.B. wegen des Datenschutzes und der Privatsphäre. Viele verweigern sich, auch wenn sie ihr Unbehagen nicht konkretisieren können.

E-Mails sind einfach und vielseitig

Mir scheinen E-Mails für diesen Zweck am besten geeignet geeignet. Jeder, der ein Smartphone, einen Computer oder ein Tablet besitzt, kann E-Mails empfangen und senden. Alle Mitglieder dieser Gruppe, die einen Internet-Zugang haben, können die E-Mail-Kommunikation nutzen. Mobil per Smartphone oder stationär per Computer spielt dabei keine Rolle. Der größte Teil der Gruppe kann ohne neue Anschaffungen versorgt werden. Nur die Nutzer herkömmlicher Handys brauchen dann noch die Papier-Post. Und vielleicht ändert sich diese Situation, wenn nach und nach die Handys durch Smartphones ersetzt werden.

Vielseitige Kommunikation per E-Mail

E-Mails sind im der privaten und der geschäftlichen Korrespondenz üblich, sie haben das Fax ersetzt. Viele wissen schon, wie damit umzugehen ist. Und wer den Umgang für die Seniorengruppe erstmals erlernt, kann die Kenntnisse auch anderswo einsetzen.

E-Mails können mit vorhandenen Computern, Smartphones oder Tablets benutzt werden. Damit kann schon der größte Teil der Gruppenmitglieder versorgt werden, ohne dass jemand auf eine neue Technik ein- oder umsteigen muss.

E-Mails verursachen keine zusätzlichen Kosten, wenn sie im Festnetz versendet werden. Im Mobilfunknetz verbrauchen sie nur ein geringes Datenvolumen und verursachen geringe Gebühren – viel weniger als Brief-Porto.

Und wenn nicht alle Gruppenmitglieder technisch mitmachen können, ist für diese Ausnahmen immer noch die „Papierpost“ möglich, aber in viel kleinerem Umfang. Und es besteht die Chance, dass Mitglieder ein „kleines“ Smartphone anschaffen, auch wenn sie bisher „abstinent“ waren.

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