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Kleine Smartphone-Tastatur ganz groß

Oft sind es Kleinigkeiten, die Einsteigern das Leben schwer machen. Wer die überwindet, kann sich von unerwarteten Vorteilen überraschen lassen. Hier geht es um die Smartphone-Tastatur.

PC- und Smartphone-Tastatur sind anders und ähnlich

Wenn Handy-Nutzer bisher nur die Handy-Tastatur mit den Ziffern und jeweils mehreren Buchstaben kennen, finden sie sich hier zunächst gar nicht zurecht. Mit “Gewalt” kann man diese Tastatur auch auf dem Smartphone einrichten. Das sollte man aber besser nicht tun, weil man damit dauerhaft auf viel Komfort verzichtet. Lieber kurz umlernen.

Wer eine Tastatur vom PC oder der Schreibmaschine kennt, erkennt viele Ähnlichkeiten. Die Anordnung (“Layout”) der Buchstaben- und Zifferntasten ist weitgehend genormt. Der Umsteiger erkennt aber auch viele offene Fragen:

Smartphone-Tastatur

  • Die PC-Tastatur ist ca. 45 cm breit und hat mehr als 100 körperliche Tasten. Die Smartphone-Tastatur ist nur ca. 6 cm breit und hat weniger als die Hälfte “virtuelle” Tasten, die nur als Symbol auf dem Display abgebildet sind. Die Smartphone-Tastatur hat “viel zu kleine” Tasten. Der Finger, der genau auf die PC-Taste passt, ist so groß wie mehrere Tasten auf dem Display.
  • Viele Tasten sind ähnlich wie beim PC angeordnet, z.B. qwertz…, asdfg… etc. Aber manche Tasten gibt es auf der Smartphone-Tastatur gar nicht, z.B. F1 F2 F3 … und Tasten am linken Rand der PC-Tastatur.
  • Auf der PC-Tastatur sind manche Tasten mehrfach belegt, z.B. und 2 und ², Q und @, E und . Gibt es diese Zeichen auf der Smartphone-Tastatur nicht?
  • Wo sind die Leertaste, Komma, Fragezeichen?
  • Was bedeuten die Tasten Sym und Deutsch beim Smartphone?
  • Die PC-Tastatur hat die Tasten Strg, Windows, Alt, AltGR, die Cursortasten, die Rechenoperatoren +-x: und andere? Wo sind die?
  • Warum sehe ich die Tastatur nicht immer? Was muss ich tun, um sie sichtbar zu machen?

Der Unterschied liegt im Bedienkonzept

Beim PC dient die Tastatur nur der Eingabe. Die Bedeutung der Tasten ist unveränderlich auf die Plastikkappen gedruckt. Die Tastatur ist eine feste Komponente des PC, sie ist immer vorhanden, ob sie gerade benötigt wird oder nicht.

Smartphones und Tablets sind viel flexibler als PCs. Sie haben ein Display (= Bildschirm), das das je nach Situation Inhalte anzeigen kann (z.B. Texte, Bilder) oder Bedienelemente (z.B. Tasten, Schaltflächen). Das Display kann nicht nur anzeigen, sondern auch auf Berührung reagieren. Es kann so genannte “Gesten” erkennen, z.B. Tippen, Doppeltippen, Halten, Wischen etc. Diese Doppelfunktion als Bildschirm (“Screen”) und für das Erkennen von Berührungen (“Touch”) führt zur Bezeichnung “Touchscreen” – der macht das Smartphone so vielseitig.

Der Touchscreen macht es möglich, dass das Smartphone veränderliche Inhalte und Bedien-Elemente anzeigt. Es zeigt Tastatur und andere Bedienelemente nur dann, wenn man sie braucht. Wenn man sie nicht braucht, zeigt der Touchscreen Inhalte. Weil die Bedienelemente “virtuell” sind (nicht körperlich), ist die Anzeige veränderlich. Der Touchscreen kann daher auf dem gleichen Platz nacheinander unterschiedliche Tastaturen darstellen.

Kleine Übung mit der Smartphone-Tastatur: SMS schreiben

Smartphone-Tastatur SMSWenn Sie mit dem Smartphone z.B. eine SMS schreiben wollen, tippen Sie zunächst auf das App-Symbol “Nachrichten”. Daraufhin zeigt Ihnen das Display eine Liste mit bisher empfangenen und gesendeten SMS sowie einen Befehl zum Schreiben einer neuen SMS.

Erst wenn Sie auf diesen Befehl tippen, zeigt das Display ein kleines Formular und blendet automatisch die Tastatur ein. Das erste Feld ist z.B. mit “Empfänger eingeben” beschriftet, das ist für die Telefonnummer des Empfängers vorgesehen. Darunter ist ein zweites Feld mit der Beschriftung “Nachricht eingeben”, das ist für Ihren Text vorgesehen.

Vorüberlegungen: Nehmen Sie Ihr Smartphone im Hochformat in die linke Hand. Tippen Sie mit der rechten Hand (Linkshänder umgekehrt). Die Telefonnummer tippen Sie (nicht aus den gespeicherten Kontakten holen). Den Text schreiben Sie nur mit Kleinbuchstaben (beim Handy sah man das auch nicht so eng). Die Leertaste (für den Abstand zwischen den Wörtern) ist die lange Taste in der Mitte der unteren Tastenzeile. Falls Sie einen Tippfehler entdecken, können Sie ihn mit dem dicken Linkspfeil (mit dem Kreuz darin) löschen und dann neu tippen.

Schreiben mit der Smartphone-Tastatur

Jetzt geht es los. Wenn Sie genau hinsehen, erkennen Sie im ersten Feld einen kleinen blinkenden Strich, der heißt “Schreibmarke” oder “Cursor”. Jetzt tippen Sie (vorsichtig, ohne Kraft, mit der Spitze des Zeigefingers) die Telefonnummer des Empfängers. Bei jedem Tippen erscheint die getippte Ziffer im Empfänger-Feld und der Cursor erscheint rechts von der getippten Ziffer – wo die nächste Ziffer erscheinen soll. Nachdem Sie die Telefonnummer eingetragen haben, tippen Sie kurz in das Nachrichten-Feld. Dadurch springt der Cursor ins Nachrichten-Feld. Hier tippen Ihren Text. Der Cursor wandert wieder mit. Wenn Sie mehr Platz für den Text brauchen, schreiben Sie einfach weiter – der Platz wird dabei automatisch größer.

Nachdem Sie Telefonnummer und Text eingegeben haben, wird ein “Senden”-Befehl eingeblendet. Sobald Sie darauf tippen, wird Ihre Nachricht gesendet. Das Formular schließt sich, die Tastatur wird ausgeblendet und Sie sehen Ihre SMS in der Liste der bisherigen SMS.

Kurzfassung: Wenn Sie die Tastatur brauchen, wird sie automatisch eingeblendet, zusammen mit dem Cursor. Wenn Sie mit dem Schreiben fertig sind, werden Tastatur und Cursor automatisch wieder ausgeblendet. Woher weiß das Smartphone, wann Sie die Tastatur brauchen? Es kann nicht Gedanken lesen, aber es kann Ihr Verhalten deuten. Es erkennt am App-Aufruf, dass Sie jetzt die Tastatur brauchen. Es erkennt am Senden-Befehl, dass Sie fertig sind und dass die Tastatur nicht mehr nötig ist. Dieses Zusammenspiel funktioniert zuverlässig bei allen Texten, nicht nur bei SMS.

Smartphone-Tastatur – klein aber vielseitig

Das folgende Bild zeigt die Vielseitigkeit der kleinen Tastatur.

Ihr Smartphone hat einen “Lagesensor”. Der erkennt, ob Sie es im Hoch- oder im Querformat halten. Die Tastatur passt sich an diese Haltung an: Im Hochformat sind die Tasten kleiner, im Querformat haben sie mehr Platz. D.h. Sie können die Tasten etwas besser treffen, ohne die Nachbartasten zu berühren. Mehr Unterschiede zwischen Hoch- und Querformat gibt es nicht.

Die Leertaste ist – wie bei großen Tastaturen – die lange Taste in der Mitte der unteren Zeile. Manchmal ist diese Taste mit einer Sprache beschriftet, z.B. “Deutsch”. Falls für die Tastatur mehrere Sprachen eingestellt sind, lassen sich andere Sprachen durch Wischen über die Leertaste einstellen (waagerecht nach links oder rechts).

Beim Einblenden der Tastatur werden zunächst Kleinbuchstaben angezeigt. Großbuchstaben werden eingestellt, indem die Umschalttaste getippt wird (das ist der Pfeil nach oben ganz links in der vorletzten Zeile). Dadurch wechselt auch die Anzeige von klein zu GROSS. Sie können also jederzeit erkennen, wie der nächste Buchstabe geschrieben wird.

Normalerweise wechselt die Tastatur nach dem Schreiben eines Großbuchstabens automatisch wieder zu Kleinbuchstaben. Wenn Sie bewusst mehrere Großbuchstaben nacheinander tippen wollen, tippen Sie nicht nur einmal, sondern doppelt auf die Umschalttaste. Die Kleinschrift kommt zurück, wenn Sie danach noch einmal auf die Umschalttaste tippen.

Vielseitige Smartphone-Tastatur

Mehrere Tastatur-Layouts

Im rechten Teil des Bildes sind die unterschiedlichen Tastaturen verglichen: je eine Tastatur mit Groß- und Klein-Buchstaben und zwei Tastaturen mit Sonderzeichen. Zwischen diesen Tastaturen können Sie umschalten, indem Sie auf die Taste ganz links in der letzten Zeile tippen. Deren Beschriftung wechselt. Man kann von jeder Buchstaben-Tastatur zu einer der beiden Symbol-Tastaturen mit vielen Sonderzeichen wechseln. Von da aus wechseln Sie entweder zur anderen Symbol-Tastatur (mit 1/2 bzw. 2/2) oder mit ABC zurück zur Buchstaben-Tastatur.

Für einige Buchstaben gibt es deutsche Umlaute bzw. fremdsprachige Varianten, z.B. mit unterschiedlichen Accents. Diese Schreibweisen erreichen Sie, indem Sie den gewünschten Buchstaben nicht kurz antippen, sondern etwa 1 Sekunde halten. Dann erscheinen in einem kleinen Fenster die Varianten. Bleiben Sie dann mit Ihrem Finger auf dem Display und schieben den Finger auf die gewünschte Variante. Beim Loslassen erscheint die gewünschte Variante beim Cursor im Text. Mit der gleichen Bedienung verstecken sich weitere Satzzeichen hinter dem Komma.

Während Sie schreiben, erfolgt eine Rechtschreibprüfung. In der Zeile über der Tastatur können Sie Vorschläge anzeigen lassen, die Ihre Wörter vervollständigen oder korrigieren. Wenn Sie einen Vorschlag annehmen wollen, tippen Sie darauf. Sonst schreiben Sie einfach weiter.

Einige Zeichen der PC-Tastatur hat die Smartphone-Tastatur nicht. Die Funktionstasten werden nicht benötigt. Die Cursortasten werden durch das Touchscreen-Konzept mit den Gesten überflüssig.

Zusätzlich bietet die Smartphone-Tastatur ein Mikrofon-Symbol an. Wenn Sie darauf tippen, können Sie Texte diktieren, die sofort in Buchstaben “übersetzt” werden. Diktierten Text können Sie so bearbeiten, als wäre es geschriebener Text. Das ist ein deutlicher Vorteil für Komfort und Geschwindigkeit. Lesen Sie dazu meinen Beitrag Bequem schreiben: Spracherkennung statt Tastatur.

Mein Fazit

Die “kleinen” Smartphone-Tastaturen sind den PC-Tastaturen in weiten Teilen ähnlich, manchmal weichen sie wegen des Touchscreen-Konzepts ab. Aber die Leistungsfähigkeit ist mindestens gleichwertig oder der PC-Tastatur sogar überlegen. Probieren Sie es aus, die Tastatur ist leicht und intuitiv zu bedienen.

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