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Jedes Smartphone kann alles

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Mit meinem Smartphone kann ich alles, z.B. bestellen, fotografieren, lesen, mailen, reisen, sogar telefonieren. Kann man daraus auf die Leistungsklasse schließen?

Ein Auto kann fahren, ein Smartphone kann alles

Ein Auto kann fahren. Von hier nach da, es kann Personen und Sachen befördern, durch die Tempo-30-Zone und über die Autobahn, mehr oder weniger komfortabel. Manche Autos können darüber hinaus durch schwieriges Gelände oder über die Rennstrecke fahren. Je spezieller die Anforderungen sind, desto mehr kostet das Auto.

Der grundsätzliche Unterschied zwischen Smartphone und Auto ist das Zusammenspiel von Hardware und Software:

  • Die Auto-Hardware ist nur für das Fahren konzipiert, nicht für das Schwimmen oder Fliegen. Software wird nur für spezielle Aufgaben eingesetzt, z.B. für Assistenz-Systeme.
  • Die Smartphone-Hardware ist so einfach, dass sie universell ist: Display zum Anzeigen, Prozessor für Berechnungen, Speicher für Daten, Antennen für Funksignale, Sensoren für Umgebungs-Informationen. Die Smartphone-Software (die Apps) nutzen die Hardware-Komponenten. Ohne die Apps wäre die Hardware nur eine Ansammlung “dummer” Elektronik-Bausteine. Die Apps sorgen für die Vielseitigkeit.

Das Auto ist für nur einen Zweck, das Fahren konzipiert. Das Smartphone kann alles, es ist dafür konzipiert, alle Apps zu verwenden, die dem Nutzer helfen.

Das Smartphone kann aus 2,5 Mio Apps wählen

Es gibt mehr als zweieinhalb Millionen Apps. Die alle braucht natürlich niemand. Viele Apps sind fremdsprachig oder für andere gesellschaftliche Situationen geschrieben. Die brauchen wir hier nicht.

Für viele Aufgaben gibt es mehrere App-Varianten, z.B. unterschiedliche Kalender, unterschiedliche E-Mail-Apps, Messenger, Suchmaschinen, Nachrichten-Apps, Fotogalerien, Navigationssysteme, Hotel- und Restaurantführer und mehr. Im Normalfall genügt eine App aus jeder Gruppe – wenn man sie überhaupt braucht.

Für manche dieser Gruppen kann es sinnvoll sein, mehrere Varianten zu benutzen. Ich habe z.B. zwei Tank-Apps. Eine zeigt die jetzt geöffneten Tankstellen auf einer Landkarte. Die benutze ich unterwegs, um Umwege zu vermeiden. Die andere nutze ich zuhause, sie zeigt den Preisverlauf jeder Tankstelle innerhalb des Tages. Wenn ich es einrichten kann, muss ich ja nicht zum Höchstpreis kaufen und 10 Euro mehr für eine Tankfüllung bezahlen.

Jeder Nutzer wählt Apps nach Bedarf

Das Smartphone kann genau an den Bedarf angepasst werden.

Zur Serienausstattung der meisten Smartphones gehören z.B. Telefon, SMS, Kontakte, E-Mail, Uhr, Wetter, Kalender, Notizen, Navigation, Rechner, Kamera, Galerie, Internet, Suchmaschine, App Store. Jedes Smartphone kann schon mit dieser Basis-Ausstattung viel mehr als ein herkömmliches Handy. Manchmal sind weitere Apps des Herstellers oder von dessen Werbepartnern vorinstalliert, z.B. aus dem Bereich “Social Media”.

Nicht jeder Nutzer braucht alle dieser Apps. Manche lassen sich deinstallieren, andere nicht. Überflüssige Apps, die man nicht deinstallieren kann, werden “Bloatware” (“Bläh-Software”) genannt. Sie beanspruchen Platz, der evtl. für andere Apps besser genutzt wäre.

Diese App-Ausstattung gibt es für Einsteiger-Smartphones für unter 100 Euro ebenso wie für Spitzen-Smartphones für weit über 1000 Euro. Jedes Smartphone kann das, auch Einsteiger-Modelle

Wenn ich mich auf den Smartphones meiner Teilnehmer und im privaten Umfeld umsehe, finde ich noch weitere Apps, z.B. Telefonauskunft, Bahnauskunft, PDF-Leser, QR-Code-Leser, Zeitungs- und Nachrichten-Apps. Jedes Smartphone kann auch damit umgehen, auch Einsteiger-Modelle.

Es kann Hardware-Grenzen geben

Funklöcher sind im Netz, nicht im Gerät

In einer Situation hilft weder Hardware noch Apps: Funklöcher im Mobilfunknetz ergeben sich aus der schwachen Infrastruktur am aktuellen Standort. Dagegen hilft nur ein Standortwechsel (näher zum Funkmast) oder ein Wechsel des Netzes (mit einer SIM-Karte für ein anderes Netz.

Also: Ein besseres Smartphone macht kein besseres Netz.

Speicherplatz wird zu knapp

Der Speicherplatz kann zu klein werden. Speicherplatz wird von Daten und von Apps beansprucht. Großen Platzbedarf haben gespeicherte Videos und Fotos. Viel weniger anspruchsvoll sind Audios und Texte.

Videos und Fotos, die man nur ansieht, ohne sie zu speichern (“Streaming”), benötigen keinen Speicherplatz.

Gern übersehen wird der Platzbedarf von Apps. Gelegentlich erscheint bei der Installation zusätzlicher Apps die Fehlermeldung, dass nicht genug Platz zur Verfügung steht.

Dann kann man Speicherplatz bei Videos und Fotos gewinnen, das sind die größten Platz-Verbraucher:

  • Überflüssige (unscharfe, doppelte, misslungene) Fotos und Videos kann man ohne Verlust löschen.
  • Wichtige Videos und Fotos vom Smartphone kann man auf einen PC verschieben.
  • Falls das Smartphone eine MicroSD-Karte hat, lassen sich Videos und Fotos auf die Speicherkarte verschieben.
  • Auch manche Apps lassen sich auf die MicroSD-Karte verlagern.

Also: Wer schon beim Kauf an den Speicherplatz oder dessen Erweiterung denkt, verschiebt Grenzen.

Die Kamera ist zu schwach

Die Kamera im Smartphone hat den Vorteil, dass sie immer dabei ist und dass man kein zusätzliches Gerät mitführen muss. Immer mehr Hobby-Fotografen nutzen das Smartphone als einzige Kamera – vielleicht auch weil die Werbung Kameras besonders betont.

Wem die Kamera eines Einsteiger- oder Mittelklasse-Smartphones nicht genügt, wählt besser ein Spitzen-Gerät.

Aber: Wer nicht den richtigen Blick für die Situation und das Objekt hat, macht auch mit einer Spitzenkamera keine besseren Fotos.

Die Prozessor-Geschwindigkeit reicht nicht

Es gibt Funktionen im Smartphone, die besonders hohe “Rechenleistung” erfordern. Dazu gehört die “ruckelfreie” Wiedergabe bewegter Bilder (Videos oder Spiele). “Normale” Videos, wie sie z.B. auf YouTube gibt, bereiten keine Probleme. Das befürchtete “Ruckeln” kann erst auftreten, wenn höchstauflösende Videos (für große TV-Bildschirme aufgenommen) auf dem kleinen Smartphone-Display wiedergegeben werden. Dann müssen mehr Bildpunkte im Smartphone verarbeitet werden als für Smartphone-Aufgaben.

Aber: Wer vom kleinen Smartphone “großes Kino” erwartet, muss mit Enttäuschung rechnen.

Jedes Smartphone kann fast alles

Jedes Smartphone kann fast alles

Die Leistungsfähigkeit des Smartphones liegt in der Vielseitigkeit der Apps. Es gibt nur wenige Situationen, in denen Spitzengeräte echte Vorteile bringen.

Aber: Es gibt immer wieder Käufer, die als “Early Adopter” oder im Gruppenzwang ein Gerät “zum Vorzeigen” brauchen.

Wer es genauer wissen möchte, liest dieses Buch.

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