Im Zuhause der Zukunft: Globale Smart Home- und Gebäude Trends

Aufrufe: 165

“Smart” bedeutet “pfiffig”. Wir kennen das vom Smartphone. Ähnlich pfiffig ist ein “Smart Home”. Das ist ein Zuhause, das intelligente Technik für mehr Komfort, Wohnqualität, Sicherheit und Energie-Effizienz einsetzt.
Smart Home

Was versteht man unter Smart Homes bzw. Smart Buildings?

Gebäude werden schon bald mehr sein, als nur ein Dach über dem Kopf. Für den ein oder anderen sind sie es sogar schon. Die Rede ist von Smart Buildings. Doch welchen Komfort bringen diese Gebäude der Zukunft mit sich? Und bergen sie eventuell auch Risiken?

Bisher unterscheiden wir zwischen Smart Buildings und Smart Homes. Als Smart Home bezeichnen wir ein vernetztes, intelligentes Eigenheim, während wir unter Smart Building meist hoch technisierte und automatisierte öffentliche Gebäude verstehen.

Was beide jedoch gemeinsam haben, ist eine moderne, intelligente Gebäudetechnik, mit der man bestimmte Bereiche des Hauses zentral und sogar aus der Ferne steuern kann. Dazu gehören zum Beispiel die Energieversorgung, Sicherheitssysteme, Haushaltsgeräte, Beleuchtung, elektrische Rolladen, Temperatur und so weiter.

Dass dies alles mehr Komfort mit sich bringt, dürfte klar sein. Außerdem soll es aber auch noch positive Auswirkungen auf die Sicherheit, die Energieeffizienz und die Flexibilität haben.

Verschiedene Abstufungen von Smart Buildings

Es gibt verschiedene Arten von Smart Homes, bei denen der Grad der Automatisierung variiert.

Bei vollautomatisierten Häusern lassen sich die verschiedenen Bereiche eines Gebäudes über eine zentrale Steuereinheit steuern. Man kann einstellen, wann die Heizung in einem bestimmten Raum angehen soll, wann die Jalousien hoch- und runtergefahren werden sollen und wann ein bestimmtes Haushaltsgerät seinen Dienst tun soll. Die Liste an Beispielen, wie ein Smart Home den Alltag erleichtern kann, ließe sich noch um einiges ergänzen.

Auch die etwas abgeschwächte Version eines intelligenten Gebäudes bietet immer noch einiges an Komfort für das tägliche Leben. Hier gibt es zwar kein zentrales Steuerelement, aber smarte Haushaltsgeräte, die mit dem WLAN verbunden werden, lassen sich beispielsweise über das Smartphone steuern.

Durch Smart Meter wird das Strom sparen erleichtert, da diese Zähler dafür sorgen, dass elektrische Geräte nur dann laufen, wenn es wirklich nötig ist.

Durch Sensoren an Fenstern, die die Bewohner warnen, wenn jemand versucht einzubrechen, kann die Sicherheit einfach gesteigert werden. Zudem gibt es auch Programme, die die Anwesenheit von Bewohnern simulieren, auch wenn niemand zu Hause ist. So werden Einbrecher schon vor dem Einbruchsversuch abgeschreckt.

Beim Smart Building kommen ebenfalls viele dieser Systeme zum Einsatz. Allerdings liegt hier das Hauptaugenmerk auf Energieeffizienz und Sicherheit. Hier sprechen wir vor allem von automatisierten Klima-, Licht- und Heizungssystemen. Durch Regentonnen auf dem Dach wird Wasser gesammelt für Toilettenspülungen und die Versorgung von Pflanzen.

Smart Buildings haben nicht nur Vorteile

Das alles hört sich jetzt erstmal so an, als hätten Smart Buildings ausschließlich positive Aspekte. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass jedes Gerät und System, das mit einem Netzwerk verbunden ist (also online ist), auch einen Angriffspunkt für Hacker darstellt und damit ein Sicherheitsrisiko birgt.

Die Funknetze von modernen Smart Buildings beschränken sich auch nicht mehr nur auf WLAN, sondern greifen auch auf Bluetooth oder Ähnliches zu. Durch die verschiedenen Funkstandards, die Daten miteinander austauschen, wird die Angriffsfläche nochmals größer.

Durch Aktualisierungen, die auch an den intelligenten Geräten vorgenommen werden müssen, können unwissentlich Schadprogramme aufgespielt werden. Umso wichtiger ist in Anbetracht dieser Risiken ein umfassender Schutz.

Welche Sicherheitsrisiken entstehen durch Smart Buildings

Die wesentlichen Sicherheitsrisiken, die Smart Buildings und Homes mit sich bringen, lassen sich in vier Kategorien einteilen.

1. Gefälschte Geräteerkennung

Smart Home Geräte besitzen zwar üblicherweise eine eindeutige Geräteerkennung. Diese kann jedoch leicht nachgebildet werden, wenn sie keinen Schutz durch Verschlüsselung besitzt. So hat ein Angreifer die Möglichkeit, sich über ein nachgebildetes Gerät mit dem betreffenden Netzwerk zu verbinden. Für gewöhnlich werden dann weitere Angriffe eingeleitet und persönliche Daten der Nutzer können gestohlen werden.

2. Abhören von Daten

Die meisten Smart Home Technologien verwenden Bluetooth, ZigBee oder WLAN. Leider sind die eigenen Schutzmechanismen dieser Systeme oft nicht stabil genug. So können sensible Daten leicht ausspioniert werden.

3. Manipulation von Daten

Dies kann dazu führen, dass Rechnungsdaten, Konfigurationsdaten oder Informationen über die Ressourcennutzung in manipulierter Form übertragen und gespeichert werden.

4. Infektion mit Schadsoftware

Hat ein Hacker erstmal Zugriff zum Netz, installiert er dort meist Schadsoftware. Mit den infizierten Geräten können dann zum Beispiel DDoS-Angriffe vorgenommen werden. Ein DDos-Angriff sorgt dafür, dass Dienste oder Server nicht mehr oder nur noch stark eingeschränkt funktionieren. So wird die Funktion der vernetzten Geräte im Smart Home erheblich beeinträchtigt.

Welche Sicherheitsmaßnahmen gibt es?

Auch wenn niemals alle Risiken komplett ausgeschaltet werden können, gibt es doch grundlegende Sicherheitsaspekte, die es zu beachten gilt:

  • Verwendung eines starken Passworts für den Router. Das Passwort darf keine Daten wie Namen, Geburtsdaten usw. enthalten. Es sollte aus einer Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen.
  • Sicherung des Smartphones. Eine App installieren, mit der man im Falle eines Diebstahls den Zugriff auf das Handy sperren kann. Auch ein Passwort, um das Display zu entsperren sollte eingestellt sein.
  • Verfügbare Updates installieren. Firmware oder Apps, die sich auf das Smart Home beziehen, sollten immer auf dem neuesten Stand sein, da Aktualisierungen oft die Behebung von Sicherheitsproblemen beinhalten.
  • Verwendung von verschlüsselten Verbindungen für die Übermittlung sensibler Daten, Login-Daten, Bankdaten oder ähnliche Informationen sollten nur über verschlüsselte Verbindungen übertragen werden. Diese erkennt man über das “https” in der Adresszeile.

Verbesserte Sicherheit durch VPN-Nutzung

Eine einfache Möglichkeit, um intelligente Technologien sicher zu nutzen, ist die Verwendung eines Virtuellen Privaten Netzwerks (kurz VPN). Dadurch wird der gesamte Datenverkehr der Zentrale des Smart Homes durch einen sogenannten VPN-Tunnel verschlüsselt. Die Daten können so nicht durch Dritte eingesehen werden und bleiben vor den zuvor genannten Gefahren geschützt.

Viele Smart Home Systeme stellen die Möglichkeit der Verwendung einer VPN-Verbindung von Haus aus zur Verfügung. Ansonsten kann man sich auch selbst einen VPN-Router besorgen.


Kontakt

Bitte schreiben Sie einen Kommentar (am Ende des Artikels).
Sie möchten bei neuen Artikeln eine unverbindliche Info?
Sie haben Fragen, Wünsche oder Vorschläge? Bitte hier.


Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.