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Früher ging es doch auch ohne Smartphone

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Ja, früher ging es ohne Smartphone. Es ging sogar ohne Telefon, Auto, TV. Geht es heute auch noch ohne Smartphone? Was hat sich seit früher geändert?
früher ohne Smartphone

Verkehrsmittel ohne Smartphone?

Kürzlich im Seminar unterhielten wir uns über die Beobachtungen zu Fahrplänen und Tickets.

Im Hauptbahnhof gibt es weniger Auskunftsschalter. Die sind aber wegen der langen Schlangen meist “gut erkennbar”. Kann man überhaupt noch telefonisch Fahrplanauskünfte bekommen? Schaffner gibt es wohl nicht mehr, nur noch Kontrolleure. Und wie bekommt man Auskünfte bei Störungen? Wann geht es weiter, von welchem Gleis? Klappt es mit den Anschlüssen? Früher ohne Smartphones gab es “Rotkäppchen”, so wurden die Herren mit den roten Mützen genannt, die sich auskannten. Ja, es gibt Lautsprecher-Ansagen. Aber nicht jeder kann die akustisch und inhaltlich verstehen.

Pendler im Nahverkehr kennen sich aus. Aber es gibt auch Gelegenheits-Passagiere, die sich mit der Automatenbedienung schwer tun. Welche Preiszone gilt denn von hier bis zum Ziel? Liegt das im gleichen Tarifverbund? Muss ich das Ticket auf dem Bahnsteig lösen oder im Zug? Habe ich passendes Bargeld? Was tun, wenn der Automat den Schein mit der geknickten Ecke nicht annimmt? Irgendjemand “weiß”, dass man damit kein Schwarzfahrer ist; weiß das der Kontrolleur auch?

Manche Situationen sind mit Fahrplan-App und Handyticket viel entspannter zu bewältigen.

Wo geht’s zur Bankfiliale?

Stimmt, in der Bankfiliale brauchte man kein Smartphone.

Früher konnte man mit einem Stapel Rechnungen in seine Filiale gehen und einen Bankmenschen bitten, die Überweisungen auszufüllen. Kundenbindung mit Pläuschchen. Das ging nicht mehr, als Mitarbeiter durch Automaten ersetzt wurden. Gangster sprengten Geld-Automaten, also konnte man sie abschaffen und die Filialen auch gleich schließen.

Wer jetzt einen Computer hat und damit umgehen kann, kann zum Online-Banking / Homebanking wechseln. Banken bieten z.T. Smartphone-Banking an, weil nicht alle Kunden einen Computer haben. Ob das Homebanking mit nur einem Gerät, dem Smartphone, nach den aktuellen Regelungen sicher genug ist, wird wohl noch zwischen Sicherheits- und Marketing-Experten diskutiert.

Sicher ist nur, dass das Filialnetz weiter ausgedünnt wird und viele Kunden sich neu orientieren müssen, auch unter Berücksichtigung des Smartphones.

Selbstbedienung im Internet

Die Verkehrsmittel und die Banken sind nur zwei Bereiche von vielen, die ohne Smartphone viel “unbequemer” werden als früher.

Unbequemer werden auch die “Telefon-Hotlines”: Wenn Sie dies wollen, wählen Sie die 1. Wenn Sie jenes wollen, wählen Sie die 2. Bitte warten Sie, ob irgendwann ein Mitarbeiter frei wird (diese Technik können Sie evtl. austricksen. Wählen Sie nicht 1 oder 2, dann weiß der Telefoncomputer nicht weiter und verbindet Sie direkt).

Die Beispiele sind wenige, aber handfeste Entwicklungen, wie unsere Gesellschaft “digital” wird, ob es uns gefällt oder nicht. Firmen schaffen bestimmte Dienstleistungen ab. Was früher Mitarbeiter machten, erledigen zukünftig die Kunden per Selbstbedienung im Internet. In ihrer freien Zeit (die damit nicht mehr frei ist), mit ihrer eigenen Technik, auf eigene Kosten, auf eigenes Risiko, nach eigenem Lernaufwand.

Ein paar Vorteile hat die Digitalisierung auch für uns Kunden. Manche Dienste sind rund um die Uhr verfügbar, 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche. Bei der Kfz-Zulassung kann man die Anmeldung elektronisch vorbereiten und muss nicht stundenlang im Amt warten. Gäste können Platzreservierungen und Buchungen flexibler und unmissverständlich anfragen bestätigt bekommen.

Aber die Vorteile können wir nur nutzen, wenn wir uns mit der nötigen Technik ausstatten und deren Bedienung erlernen. Sonst kann unsere Unkenntnis zu unserem Nachteil ausgenutzt werden. Oder wir werden von Kriminellen abgezockt.

Es geht mir nicht um Schuldzuweisungen. Die Werbung bringt uns in eine “Geiz-ist-geil”-Mentalität. Das führt zu Kostendruck bei Unternehmen, weil wir die Angebote dann auch nutzen. Die wehren sich mit weiterer Digitalisierung.

Ohne Smartphone würde mir was fehlen

Bis es Smartphones gab, musste jeder ohne Smartphone auskommen, ich natürlich auch. Irgendwann kam für mich der PC für den beruflichen Einsatz. Nach und nach wurde er um einen “Pocket-PC” ergänzt, um ein Navi, um ein Handy. Als die Preise “normal” wurden, kamen mir die Smartphones ganz gelegen, auch für private Zwecke.

Das Internet (egal ob im PC oder Smartphone) birgt Risiken. Ich wurde auch z.B. betrogen. Das habe ich als Anreiz zum Lernen genutzt. Inzwischen sehe und erkenne ich viele Risiken. Trotz mancher Gefahren möchte ich nicht auf das Smartphone verzichten. Wenn ich andere auf konkrete Risiken hinweise, werde ich schon mal von “Jubelnutzern” in die “Spielverderber-Ecke” gestellt. Warnungen sind unbequem, weil sie lieb gewordene Gewohnheiten in Frage stellen und/ oder weil sie die eigene Ignoranz offenbaren. Das halte ich aber aus und wünsche weiterhin viel Glück.

Ich möchte auf mein derzeitiges Smartphone nicht mehr verzichten. Als ich es vor eineinhalb Jahren kaufte, wurde es der “unteren Mittelklasse” zugeordnet. Dabei kann es auch heute noch viel mehr als frühere Spitzen-Geräte. Obwohl ich vermutlich viel mehr Apps nutze als “Normalnutzer”, ist seine Leistungsgrenze noch lange nicht in Sicht. Die Geräte entwickeln sich viel schneller als der Bedarf.

Ja, früher ging es auch ohne Smartphone. Aber seitdem hat sich die Welt geändert. Wer zukünftig ohne Smartphone auskommen will, muss sich einschränken – oder für Bequemlichkeit und Sicherheit viel lernen. Wir leben nicht mehr früher, sondern heute.

Mit oder ohne Smartphone?

Überlegen Sie “ergebnisoffen”. Welche Erleichterungen, Zeitersparnis, Informationsgewinn oder Einsparungen können Sie erwarten? Ja, Sie müssen zwei Einstiegshürden überwinden: die Anschaffung und das Lernen.

Wenn Sie jetzt beginnen, greifen die Vorteile bald. Sie sind vorbereitet, wenn sich vielleicht Ihre Lebensumstände unerwartet ändern. Ich helfe Ihnen gern:

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