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Sicherheit – SIM-Sperre, Bildschirmsperre, Viren, Verlust

Sicherheit gegen mehr Risiken

Die Sicherheit des Smartphones ist eher gefährdet als die Sicherheit des Computers. Während der Computer normalerweise hinter verschließbaren Türen arbeitet, ist das Smartphone oft unterwegs und damit mehr Risiken ausgesetzt. Liegenlassen, Verlust oder Diebstahl können zum Gebühren-Missbrauch und zur Einsicht in sensible Daten führen. Schutz gegen Malware (z.B. Viren, Trojaner) ist wie beim Computer zu beachten. Gelegentlich kann auch ein leerer Akku zum Problem werden, wenn keine Lademöglichkeit besteht.

Sicherheit in mehreren Stufen einschalten

Im Bild von unten nach oben: Beim Einschalten ist die SIM-PIN gegen missbräuchliche Nutzung des Mobilfunknetzes einzugeben. Zum “Aufwecken” aus dem Standby-Modus ist eine Bildschirmsperre einzugeben, das soll die Daten schützen. Bei besonders sensiblen oder teuren Konten (z.B. Bank, E-Mail, Shops) können ausgewählte Apps mit AppLock geschützt werden.

Sicherheit mit der SIM-Sperre gegen Gebühren-Missbrauch

Die PIN ist jedesmal einzugeben, wenn das Smartphone ganz ausgeschaltet war (nicht nur im Standby-Modus). Sie könnten auf die Eingabe der PIN verzichten; das ist jedoch wegen fehlender Sicherheit nicht empfehlenswert.

Einstellungen >> Optionen >> Sicherheit >> SIM-PIN Optionen >> SIM-PIN Einstellungen >> Häkchen bei “SIM-PIN-Eingabe erforderlich” setzen oder entfernen.

Unter Umständen wollen Sie die PIN ändern, z.B. um die “vertraute” Nummer des früheren Handys, des Zweit-Geräts, des Partners / der Partnerin weiter zu benutzen. Dazu müssen Sie Ihre Berechtigung nachweisen, indem Sie zunächst die aktuell gültige PIN eingeben und danach die neue PIN eingeben und wiederholen. So geht es:

Einstellungen >> Optionen >> Sicherheit >> SIM-PIN-Optionen >> SIM-PIN ändern >> SIM-PIN >> OK. Lassen Sie sich jetzt führen.

Dringende Empfehlung: Notieren Sie auch die geänderte PIN – falls Sie sie vergessen.

Sicherheit gegen leeren Akku – Bildschirm ausschalten

Die Akkus von Smartphones sind klein, nach etwa einem Tag muss das Smartphone schon wieder aufgeladen werden; bei intensiver Nutzung reicht eine Akku-Ladung evtl. nur einen halben Tag. Der größte Stromverbraucher ist der Bildschirm. Als Sparmaßnahme sollte also der Bildschirm ausgeschaltet werden, sobald keine App mehr benutzt wird. Der ausgeschaltete Bildschirm entspricht dem “Standby” beim Fernseher. Im Vergleich zum Ausschalten lässt sich das Gerät schneller wieder aus dieser Wartestellung aktivieren.

Viele Smartphones sind standardmäßig so eingestellt, dass der Bildschirm nach 15 Sekunden dunkel wird. Das wird von vielen Nutzern als zu kurz empfunden, sie wünschen sich eine andere Lösung. Die Zeit beginnt mit der letzten Berührung des Touchscreens oder einer Hardware-Taste. Eine erneute Berührung startet die Zeit neu.

Diese Methoden für das stromsparende Ausschalten des Bildschirms bieten sich an:

  • “Bildschirm-Timeout”: Der Bildschirm schaltet sich nach einer voreingestellten Zeit aus. Um die Zeit an den eigenen Bedarf anzupassen, gehen Sie so vor:

    Einstellungen >> Mein Gerät >> Anzeige >> Bildschirm-Timeout >> Zeit wählen, z.B. 15 Sekunden, 30 Sekunden, 1 Minute, 2, 5 oder 10 Minuten.

    Solange Sie noch keine Erfahrungen damit haben, empfehle ich 2 Minuten.

  • Manuell ausschalten: Kurz (!) auf die Ein/Aus-Taste drücken, wenn das Smartphone im Augenblick nicht mehr gebraucht wird.
  • “Smart Screen” / “Smart Stay”: Manche Smartphones haben eine “intelligente” Gesichtserkennungsfunktion, der Bildschirm bleibt so lange eingeschaltet, wie man ihn anschaut. So erreichen Sie die Einstellung:

    Einstellungen >> Mein Gerät >> in der Sektion Eingabe und Steuerung: Smart Screen >> Smart Stay Häkchen setzen.

Ich bevorzuge diese Kombination: Mein Bildschirm-Timeout hat lange 5 Minuten, die ich ganz selten nutze. Dafür habe ich mir angewöhnt, den Bildschirm sofort nach Gebrauch mit der Ein/Aus-Taste auszuschalten. Das gibt die Möglichkeit, auch anderen den Bildschirm zu zeigen.

Sicherheit für sensible Daten – Bildschirmsperre

Oft sind auf Smartphones sensible Daten gespeichert, die nicht in falsche Hände geraten sollen: Adressen, E-Mails, SMS, Telefonprotokolle, Fotos, Texte. Falls Sie das Gerät mal liegen lassen oder falls es gestohlen wird, sollen wenigstens Ihre vertraulichen Daten vertraulich bleiben. Und Unberechtigte sollen keine Gebühren verursachen können durch Telefonate und SMS ins Ausland oder zu teuren Service-Rufnummern. Beim neuen Smartphone ist meist “Streichen” (oder “Wischen”) eingerichtet, das wird durch einen Text oder ein Symbol mit Pfeilen auf dem Sperrbildschirm angezeigt.

Der Bildschirm muss wieder eingeschaltet werden, um damit zu arbeiten. Das kann ohne Sicherung geschehen und ist ganz einfach (auch für Finder und Diebe). Wenn es sicherer sein soll, muss dafür eine Bildschirmsperre überwunden werden – das kann lästig werden. Während bei der SIM-PIN das Gerät nach drei Fehlversuchen gesperrt wird, kann die Bildschirmsperre unbegrenzt wiederholt werden.

Sicherheit können Sie einrichten (oder ausschalten), indem Sie eine von mehreren möglichen Regeln für die Entsperrung festlegen. Ähnlich wie bei der SIM-PIN müssen Sie zunächst die aktuelle Sperre überwinden. Nur wer die aktuelle Methode der Entsperrung kennt, wird als berechtigt akzeptiert (als Schutz gegen unberechtige Nutzung des Smartphones). So richten Sie die Bildschirmsperre ein:

Einstellungen >> Mein Gerät >> Sperrbildschirm >> aktuelle Sperre überwinden >> Sperrbildschirm auswählen

Nun haben Sie die Wahl zwischen diesen Methoden für die Bildschirmsperre. Wenn Sie den Bildschirm aktivieren wollen:

  • keine: Der Startbildschirm erscheint sofort. Das bietet keine Sicherheit.
  • Streichen: Der Sperrbildschirm erscheint mit dem Hinweis auf das Streichen, jeder kann das Gerät benutzen. Das bietet ebenfalls keine Sicherheit.
  • Gesichtserkennung: Der Sperrbildschirm erscheint mit dem Hinweis auf Gesichtserkennung. Die Sicherheit ist niedrig, weil sie mit einem Foto überwunden werden kann.
  • Gesicht und Stimme: Die Sicherheit ist ähnlich niedrig, weil sie mit Foto und Tonaufnahme überwunden werden kann.
  • Muster: Einmalig geben Sie auf dem Display ein gezeichnetes “Muster” vor, das Sie bei jeder Entsperrung erneut “zeichnen” müssen. Auf dem Bildschirm erscheint ein Raster mit z.B. 3 x 3 Punkten. Sie legen ein Muster fest, indem Sie einige Punkte auswählen, die Sie mit einer “gewischten” Linie verbinden. Beim Entsperren müssen die Punkte und die Reihenfolge genau der Vorgabe entsprechen. Das bietet mittlere Sicherheit, weil sie beim Zeichnen des Musters beobachtet werden können.
  • PIN: Einmalig legen Sie eine Pin-Nummer fest, bei jeder Entsperrung geben Sie die PIN erneut ein, ähnlich wie bei der SIM-Karte. Die PIN bietet mittlere bis hohe Sicherheit.
  • Passwort: Einmalig legen Sie ein Passwort fest, beim Entsperren geben Sie das Passwort erneut ein. Sichere Passwörter (a-z, A-Z, 0-9, Sonderzeichen) sind komplizierter einzugeben (z.B. mit Tastaturwechsel), aber deutlich sicherer als PIN.
  • Fingerabdruck: Einmalig geben Sie Ihren Fingerabdruck ein, bei jeder Entsperrung wiederholen Sie das. Fingerabdruck-Sensoren gehören nicht zur Standardausstattung von Smartphones. Die Sicherheit ist hoch. Es kann sein, dass Sie z.B. bei einer Verletzung, den Sensor nicht bedienen und den Sperrbildschirm nicht überwinden können.

Bei den Methoden mit Sicherheit werden Sie aufgefordert, die Sperre festzulegen und noch einmal zu wiederholen. Damit soll verhindert werden, dass Sie versehentlich eine falsche Regel definieren, an die Sie sich später nicht mehr erinnern können und die Sie nicht mehr korrigieren können.

Ich halte die Bildschirmsperre mit PIN für einen praktikablen Kompromiss zwischen Sicherheit und Komfort.

Zusatz-Überlegung zur PIN: Wer soll Ihr Smartphone benutzen, nur Sie oder vielleicht auch Ihr Partner / Ihre Partnerin? Wenn z.B. zwei Personen je ein Gerät haben und die Geräte wechelseitig verwenden (z.B. während einer gemeinsamen Autofahrt), kann es sinnvoll sein, beide Geräte mit dem gleichen Schutz auszustatten: Die gleiche PIN für beide SIM-Karten, die gleiche PIN für die Entsperrung beider Geräte. Dann haben beide Personen gleichberechtigten Zugriff. Wenn nicht, dann nicht 😉

Ab jetzt ist die Bildschirmsperre aktiv. Probieren Sie es gleich aus, indem Sie den Bildschirm ausschalten und wieder aufrufen.

Sicherheit gegen Viren und Verlust

Je mehr Geräte eines Betriebssystems (hier: Android) es gibt, desto lukrativer wird es für kriminelle Angreifer. Malware bei mobilen Geräten zielt z.B. auf das Ausspähen von Daten, PIN-Nummern, Namen und Passwörtern, Dialer (Programme, die automatisch vorgegebene Nummern wählen) wollen teure Telefonate abrechnen, Trojaner richten keinen direkten Schaden an, sie sollen andere Malware nachladen. Mobile Geräte sind besonders attraktiv: Manche Anwender haben das “ganze Leben” und / oder wichtige Firmendaten gespeichert.

Malware in der Android-Welt kommt oft mit Apps auf das Gerät. Sehr viele Apps sind kostenlos, und unseriöse Entwickler wollen “geklaute” Daten zu Geld machen. Die Vielzahl der Apps und Entwickler macht es unmöglich, alle neuen oder geänderten Apps auf Malware zu testen. Das gilt für Google Play ebenso wie für andere Anbieter. Ein gewisser Schutz ist von Apps zu erwarten, die Apps bei der Installation und bei Updates testen.

Bei mobilen Geräten taucht ein zusätzliches Problem auf: Sie können leichter verloren oder gestohlen werden als die großen Computer. Dagegen gibt es Schutzprogramme, die es erlauben, das Gerät aus der Entfernung zu steuern, wenn es sich außerhalb des Zugriffsbereichs des rechtmäßigen Besitzers befindet. Es gibt Software, die nur Virenschutz oder nur diese “Remote-Sicherung” leistet, in mancher Schutz-Software sind Viren- und Verlustschutz kombiniert.

Welcher Virenschutz ist empfehlenswert? Erfahrungen mit PC-Schutzsoftware können nicht auf die mobilen Geräte übertragen werden. Persönliche Erfahrungsberichte (“hat mich bisher bestens geschützt”) sind mir zu subjektiv, vielleicht gab es gar keine Bedrohung. Ich stütze mich lieber auf Vergleichstests in seriösen Fachorganen. In der Gruppe der besten Programme werden immer wieder genannt (alphabetisch): avast! Mobile Security, AVG AntiVirus FREE, CM Security, Dr.Web anti-virus Light, F-Secure Mobile Security, IKARUS mobile.security LITE, Kaspersky Mobile Security (Lite), Lookout Security & Antivirus, Zoner AntiVirus Free. In diesen Berichten wird immer wieder beschrieben, dass die Qualität der Schutzprogramme nicht vom Preis abhängt, kostenlose müssen nicht schlechter als kostenpflichtige Programme sein.


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