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Apps prüfen auf Eignung und Sicherheit

Apps prüfen – die Eignung für die Aufgabe

Nur Sie können die Apps prüfen, ob sie Ihrem Bedarf entsprechen, ob sie für Ihre Aufgabe geeignat sind. Die Entwickler verbinden mit Ihren Suchbegriffen vielleicht ganz andere Bedeutungen. Oft können Sie schon an der Beschreibung und an den Screenshots die Eignung erkennen. Z.T. mehr Informationen können Sie den Bewertungen der Nutzer entnehmen. Einige schreiben nur “Tut was es soll” – ich weiß ja nicht, was der Schreiber erwartet, damit kann man keine Apps prüfen. Andere beschreiben aussagefähig bestimmte Merkmale und beurteilen sie; das finde ich hilfreich.

Bei 1 Mio. Downloads fühle ich mich weniger als “Versuchskaninchen” als bei 50 Downloads. Aber wenn meine Erwartung ganz speziell ist, kann eine App trotz weniger Downloads genau richtig sein.

Ebenfalls interessant sind die durchschnittlichen “Sterne” (von 1-5), mit denen die Nutzer die App bewerten können. Apps, die weniger als 4,0 Sterne bekommen haben, müssen schon für die Aufgabe sehr attraktiv sein, damit ich sie ausprobiere. Wenn ein Nutzer nur einen Stern gibt, muss das nicht zwingend gegen die App sprechen – vielleicht ist der Nutzer nur nicht damit zurecht gekommen oder seine Erwartung wurde nicht erfüllt. Die durchschnittliche Bewertung ist umso aussagefähiger, je mehr Anwender bewertet haben.

Ein bisschen Blindflug ist es immer, es gibt keine Sicherheit, ob eine App “gut” ist. Probieren Sie es aus, was Ihnen nicht gefällt, können Sie wieder deinstallieren. Bei kostenlosen Apps sowieso, kostenpflichtige Apps können Sie z.B. innerhalb 15 Minuten kostenlos zurückgeben. Die sind aber schnell vorbei ;-(

Apps prüfen – Gebühren für Speicherung und Verarbeitung

Bei der Nutzung der Apps kann es wichtig sein, wo die Daten gespeichert und wo sie verarbeitet werden, im Gerät oder im Internet. Aus den Beschreibungen der Apps ist das nicht immer erkennbar. Versuchen Sie die Arbeitsweise zu verstehen, um die Gebühren-Verursachung zu erkennen.

“Onboard”-Apps sind “Offline”-Apps
Daten und Verarbeitung an Bord
Kein Internet – keine Gebühren

Beispiel: die Taschenlampen-App braucht kein Internet. Fotografieren und speichern im Gerät verbraucht ebenfalls kein Datenvolumen.

App und Daten sind im Smartphone gespeichert, auch die Verarbeitung erfolgt im Smartphone. Weil keine Daten übertragen werden müsssen, wird kein Datenvolumen verbraucht, das belastet den Tarif nicht.

  • Die Daten sind nur begrenzt aktuell – so aktuell, wie sie vom Nutzer heruntergeladen werden. Beispiel Navigation: Es genügt, wenn das Kartenmaterial vor der nächsten Reise aktualisiert wird.
  • Speicherkapazität im Gerät ist nötig, möglichst auf einer SD-Karte, die die interne Speicherkapazität erweitert.
  • Die Leistungsfähigkeit steht überall und ohne Online-Gebühren zur Verfügung. Im Funkloch funktioniert die App; im Ausland werden keine Gebühren fällig, schon gar keine höheren.

“Offboard”-Apps sind “Online”-Apps
Daten und/oder Verarbeitung in der Cloud
Internet-Verbindung kostet Gebühren

Beispiel: Text- und Video-Nachrichten kommen aus dem Internet. Fotos in der Cloud speichern verbraucht ebenfalls Dsatenvolumen.

Die App ist im Smartphone gespeichert, Daten werden zum Server ins Internet gesendet, Ergebnisse werden vom Server empfangen. Dadurch verbraucht die Nutzung Datenvolumen und kostet Gebühren.

  • Die Gebühren und das Datenvolumen hängen ab von der Art der Daten: Texte sind “genügsamer” als Videos. Beispiel: Wetterdaten sind nur online aktuell und sinnvoll nutzbar.
  • Speicher- und Verarbeitungskapazität müssen nicht im eigenen Gerät sein, stattdessen wird die Verbindung ins Internet benötigt. Wenn im Smartphone nicht genug Leistung zur Verfügung steht, kann sie im Internet (in der “Cloud”) abgerufen werden. Beispiel: Spracherkennung, Sprachbefehle.
  • Im Funkloch kann die App nicht (oder nur eingeschränkt) genutzt werden. Auf Reisen ist zu bedenken: Auslandsgebühren sind meist höher als Inlandsgebühren.

Apps prüfen – Privatsphäre und Identität

Zahlen Sie mit Geld oder Ihrer Identität? Nicht vergessen: “Wer im Internet nicht bezahlt, ist nicht der Kunde, sondern die Ware”. Oft ist die Identität eines Kunden auch die Ware, obwohl er bezahlt. Sie sollten unbedingt die Apps prüfen, wie sie mit der Privatsphäre umgehen.

Apps brauchen Zugriffsrechte auf Ihr Gerät. Eine Telefon-App muss auf die Telefonnummern zugreifen können, die Navigation oder der Reiseführer braucht die Standortdaten, die Kamera muss das Foto speichern können etc. Das kann man sich leicht vorstellen. Manchmal fordert eine App eine Berechtigung, ohne dass man die Notwendigkeit direkt erkennt.

Aber nicht für alle Forderungen gibt es sinnvolle Begründungen. Manche Entwickler fordern Rechte, die sie für die eigentliche Aufgabe gar nicht benötigen. Unerwartete Kosten können entstehen, wenn die App selbständig SMS senden oder teure Telefonnummern anrufen darf. Identitätsdiebstahl kann entstehen, wenn private Daten aus dem Telefonbuch verwendet werden, für Marketing, Spam, Betrug. Typisches Beispiel: WhatsApp.

Wenn Sie auf den “Installieren”-Befehl tippen, bekommen Sie eine Übersicht über die geforderten Rechte. Sie können sie sogar mit Tipp jede Berechtigung erläutern lassen. Die Erläuterung ist aber allgemein, nicht auf die konkrete App bezogen – trotzdem eine nützliche Warnung. Sollte es keinen plausiblen Grund für die Nutzung der Rechte geben, sollten Sie auf die Installation verzichten! Hohe Downloadzahlen lassen nicht unbedingt auf kritische Nutzer schließen!

Sie haben erst bei jüngsten Android-Versionen die Möglichkeit, Berechtigungen auszuschließen. Sonst haben Sie nur die Wahl, alle Forderungen zu akzeptieren oder auf die App zu verzichten.

Beispiel: Wozu braucht eine Taschenlampen-App (z.B. “Brightest Taschenlampe”) Zugriff auf Standort, Fotos/Medien/Dateien, WLAN-Verbindungsinformationen, Geräte-ID & Abrufinformationen und Sonstiges? Es gibt zwar allgemeine Infos zu den Berechtigungen, was aber genau diese App damit will, ist nicht beschrieben. Im Zweifel suchen Sie besser nach einer Alternative.


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