Senioren, Smartphones, Sicherheit Privatstunden, Hilfe, Seminare – damit Technik Spaß macht

Der Messenger Signal – soziale Nähe trotz Corona

Aufrufe: 70

Ausgangssperre, Home-Office statt Arbeitsplatz. Digital wird sozial: Der Messenger Signal kann das Fehlen physischer Nähe mildern. Warum Signal jetzt und grundsätzlich empfehlenswert ist.

Messenger verhindern Corona-Infektionen

Corona zwingt uns zum Umdenken. Physische Kontakte sollen reduziert werden, um die Verbreitung zu verlangsamen. Die Forderung “Soziale Kontakte sollen reduziert werden” ist Unsinn. Ansteckung braucht kurze Entfernungen, emotionale Nähe ist dem Virus egal. Soziale Kontakte müssen gerade wegen der größeren Entfernung erhalten bleiben. “Gesellschaftliche Vollbremsung” sagte der ZDF-Journalist Theo Koll. Dagmar Rosenfeld (WeLT) schreibt Das Digitale hält uns jetzt zusammen.

Wir brauchen Kommunikation, privat wie geschäftlich. Elektronik verhindert Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Und die Kommunikation soll so einfach wie möglich sein.

Mit dieser mehrteiligen Serie von Beiträgen möchte ich denjenigen Nutzern eine schnelle Lösung bieten, die wegen der Corona-Pandemie in freiwilliger oder verordneter Quarantäne sind. Besser elektronische als gar keine Kommunikation.

  • In diesem ersten Teil geht es um den Vergleich der wichtigsten Messenger, die die aktuellen Anforderungen erfüllen können.
  • Der zweite Teil beschreibt die Einrichtung von Signal. Sie ist nicht schwierig, viele Nutzer können das selbst erledigen. Um Erstnutzern (z.B. Senioren) den schnellen Einstieg zu erleichtern, können freundliche Helfer (z.B. Kinder, Enkel, Kollegen) die Einrichtung übernehmen.
  • Im dritten Teil geht es um Text-Nachrichten, SMS und MMS.
  • Der vierte Teil zeigt, wie multimedial Signal ist.
  • Ein Teil zeigt, wie Signal auch auf Computern genutzt werden kann.
  • Zum Abschluss gebe ich Ihnen mein Fazit zum Signal-Messenger.

Messenger im Vergleich: WhatsApp – Threema – Signal

Messenger sind die praktischen Nachfolger der SMS (Short Message Service), der kurzen Textnachrichten. Messenger sind leistungsfähiger, weil sie anstelle der Telefonverbindung das multimediale Internet benutzen. Sie transportieren ebenfalls Textnachrichten, aber zusätzlich auch Sprachnachrichten, Fotos, Audios, Videos. Um die Privatsphäre zu schützen, übertragen sie alle Inhalte verschlüsselt.

Die Anforderungen: Die meisten Messenger brauchen ein Smartphone mit Mobilfunknummer und Internet-Zugang. Ein Einsteiger-Handy (ab ca. 100 Euro) oder evtl. ein “ausgemustertes” Handy aus der Schublade genügen dafür.

Der Unterschied: SMS erreichen über mobile Telefonnetze alle Nutzer mit einer Mobilfunk-Nummer. Dagegen haben die meisten Messenger nur eine eingeschränkte Reichweite, sie erreichen nur registrierte Mitglieder der gleichen “Community” (“Gemeinschaft” bei einem Anbieter): WhatsApp-Nutzer kommunizieren nur mit anderen WhatsApp-Nutzern, Threema mit Threema, Signal mit Signal. Über die Grenzen der Community hinaus in eine andere Community funktioniert die Kommunikation nicht.

Eine brauchbare Übersicht über Messenger gibt die Webseite mobilsicher.de. Ich beschränke mich hier auf WhatsApp, Threema und Signal.

Messenger Signal - Digital wird sozial

WhatsApp gefährdet die Privatsphäre

Der am weitesten verbreitete Messenger ist WhatsApp. WhatsApp polarisiert. Einerseits gibt es die “Jubelnutzer”, die nur die Vorteile sehen. Andererseits gibt es die Kritiker, die den Umgang mit der Privatsphäre und die Bindung an Facebook nicht akzeptieren können.

Ich gehöre zu den überzeugten WhatsApp-Gegnern und habe das mehrfach ausführlich dargelegt.

Threema bietet Schweizer Sicherheit

Wegen meiner Kritik an WhatsApp bin ich zu Threema gekommen. Alles, was ich an WhatsApp kritisiere, erledigt Threema sehr viel sicherer. Auch das habe ich mehrfach beschrieben, z.B. in der kleinen Serie, die mit Threema einrichten – ganz einfach beginnt.

Ich bin nach wie vor von Threema überzeugt. Allerdings beobachte ich, dass der Einstieg zu Threema doch manchen Nutzern Schwierigkeiten bereitet. Im Gegensatz zu anderen Messengern ist Threema nicht kostenlos. Vermutlich ist weniger der Betrag ein Hindernis (einmaliger Kaufpreis 2,99 Euro), sondern der evtl. ungewohnte Bezahlvorgang. Auch der ungewohnte Umgang mit der Threema-ID (Identifikation) anstelle der mobilen Telefonnummer könnte ein Hindernis sein.

Signal ist die neue SMS, aber auch ein guter Messenger

Bezüglich Datenschutz und Privatsphäre sind Threema und Signal auf ähnlichem Niveau (Stichwörter: Open Source, Datensparsamkeit). Auch dieser Messenger erfüllt die europäischen Datenschutz-Anforderungen der DSGVO. Ein sehr prominenter Befürworter ist Edward Snowden. Im Portal mobilsicher.de gibt es ein Video zur Nutzung des Messengers.

Ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber WhatsApp und Threema ist: Signal kann über die Grenzen der Community hinweg SMS und MMS an Empfänger im mobilen Telefonnetz senden.

Ich werde zukünftig diesen Messenger empfehlen. Für Erstnutzer ist er wie SMS zu benutzen. Für WhatsApp-Nutzer könnte die Ähnlichkeit zu WhatsApp und die wachsende Signal-Community ein Argument zum Umsteigen sein.

Signal ist viel sicherer als WhatsApp und einfacher zu vermitteln als Threema. Das Argument “Signal ist die neue SMS” macht Einsteigern evtl. weniger Angst als die volle Messenger-Leistung.

Signal – Digital wird sozial

Wenn Sie möchten, helfe ich Ihnen gern. Klicken Sie einfach unten auf “Kontakt”.

NewsletterKontaktTeilenPayPal

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.