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Braucht die App eine Internet-Verbindung?

Wenn die App eine Internet-Verbindung braucht, hat das Konsequenzen. Denn im Funkloch funktioniert sie nicht. Außerdem wirkt sich das auf die Gebühren aus.

Online-Apps brauchen die Internet-Verbindung, Offline-Apps nicht

Die Begriffe “Online-App” und “Offline-App” sind keine verbreiteten Fachbegriffe, sie sind meine Kurzfassung. Beispiele:

  • Online-Apps: Shopping-Apps brauchen gelegentlich die Verbindung zum Internet für die Kommunikation. Anmeldung, Bestellung und Bezahlung. Nachrichten- und Wetter-Apps brauchen in kurzen Abständen das Internet, um aktuell zu informieren. Audio- und Video-Übertragungen brauchen die ununterbrochene Verbindung zum Internet für das “Streaming”.
  • Offline-Apps: Die Taschenlampe ist ziemlich einfach, Ein- und Ausschalten erfolgt am Smartphone. Taschenrechner kommen ohne Internet aus. Was sie brauchen, ist im Smartphone (z.B. die programmierten Rechenfunktionen) oder kommt vom Nutzer (z.B. die Zahleneingabe für die Berechnungen). E-Book-Reader, Musik-und Videoplayer brauchen für die Wiedergabe kein Internet mehr, nachdem die Inhalte heruntergeladen und gespeichert sind.
  • “Unklare” Apps: Außerdem gibt es Apps, die nicht eindeutig als Online- oder Offline-Apps erkennbar sind. Z.B. die Spracherkennung ist so komplex, dass nur auf großen Computern im Internet bewältigt werden kann. Für die Übertragung der Sprache in die “Cloud” und die Rück-Übertragung des erkannten Textes zum Smartphone wird die Internet-Verbindung benötigt. Z.B. für die Navigation können die Landkarten im Internet oder im Smartphone gespeichert sein. Im ersten Fall wird die Internet-Verbindung benötigt, im zweiten Fall nicht. Weitere Beispiele für “unklare” Apps: Sprachbefehle, OCR-Zeichenerkennung, Rezepte, Spiele, Wörterbücher.

Aus diesen Beispielen ist erkennbar, dass die Anforderungen an die Internet-Verbindung sehr unterschiedlich sein können:

  • offline (z.B. Taschenrechner),
  • gelegentlich (z.B. Shopping),
  • oft (z.B. Nachrichten),
  • unterbrechungslos online (z.B. Streaming mit vielen Daten, Navigation mit wenigen Daten).

Internet-Verbindung, Standort und Tarif

Entsprechend unterschiedlich sind die Auswirkungen der Qualität und Verfügbarkeit der Internet-Verbindung. Offline-Apps sind davon unabhängig; Online-Apps können bei Unterbrechungen behindert oder völlig unbrauchbar werden. Online-Apps sind also stark vom aktuellen Standort abhängig. In Ballungsgebieten mit engem Netz funktionieren sie besser als im ländlichen Raum.

Verbindungen verbrauchen Datenvolumen. Das wirkt sich auf die Gebühren aus. Beim günstigeren Volumentarif verbrauchen Online-Apps Datenvolumen und können vorzeitig zur Drosselung führen. Bei einer echten Datenflatrate droht keine Drosselung, aber der Tarif ist entsprechend teurer. Im Ausland können höhere Gebühren entstehen als im Inland.

Auch die Anforderungen an die Hardware-Ausstattung sind unterschiedlich. Offline-Apps müssen evtl. anspruchsvolle Berechnungen durchführen (mit Prozessor und Arbeitsspeicher) und/oder große Datenmengen speichern (im Gerätespeicher oder der MicroSD-Karte). Dann muss das Smartphone leistungsfähiger sein als bei Online-Apps, die Computer in der Cloud einsetzen.

Wer die Wahl zwischen Online- und Offline-App für eine Aufgabe hat, muss auch die Aktualität der Daten bedenken. Im Smartphone gespeicherte Daten werden irgendwann “alt” und sollten aktualisiert werden. Z.B. Navigations-Landkarten müssen nicht täglich ausgetauscht werden. Vielleicht genügt es vor der nächsten Reise.

So sieht der Vergleich aus:

Internet-Verbindung

Infos über die benötigte Internet-Verbindung und Test

Bei der Auswahl und Installation von Apps fehlen oft die Informationen in der Beschreibung im Google Play Store. Vielleicht gehen die Anbieter von der Annahme aus, dass WLAN oder eine Daten-Flatrate benutzt werden. Das trifft aber nicht immer zu. Vielleicht wollen die Anbieter solche Anforderungen verschweigen, die ihre App weniger attraktiv machen.

An einem Beispiel zeige ich einen einfachen Test. Ich interessierte mich für die App Texterkennung mit der Textfee. Eine Funktion dieser App ist die Zeichenerkennung (OCR = Optical Character Recognition). Damit fotografiert man einen gedruckten Text. Die App analysiert das Foto und “übersetzt” erkannten Text in Buchstaben. Der Text soll so erscheinen, als hätte man ihn mit der Tastatur getippt. Dann kann er anschließend weiter bearbeitet werden. Die Aufgabe ist anspruchsvoll. Ich fand keine Information, ob sie im Smartphone oder in der Cloud erledigt wird.

So verlief mein Test:

  1. Offline-Modus (Flugmodus) einschalten. Damit werden unter anderem die mobilen Daten und WLAN abgeschaltet. Es besteht also keine Verbindung ins Internet.
  2. App “Textfee” starten.
  3. Zeitungsartikel mit der App fotografieren und die App normal bedienen (sicherheitshalber einen anderen Text fotografieren, damit die App nicht auf ein bereits gespeichertes Ergebnis zugreifen kann).
  4. Ergebnis der App ansehen.

Das Ergebnis war überzeugend. Der fotografierte Text wurde sauber erkannt und in Buchstaben übertragen. Das fand mit ausgeschalteten Verbindungen statt. Also ist die Textfee eine Offline-App.

So einfach und zuverlässig lässt sich jede “unklare” App testen. Entweder es klappt oder es klappt nicht mit den ausgeschalteten Verbindungen. Ich fühle mich wohler, wenn ich das Prinzip verstanden habe und die Gebühren kontrollieren kann.

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