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Beispiele: Smartphone-Einsatz für Senioren

Jeder weiß: Smartphones können “viel”. Wem das zu pauschal ist, findet hier konkrete Beispiele zum Smartphone-Einsatz für Senioren.

Ist Smartphone-Einsatz etwas für Senioren?

Ältere Einsteiger haben selten genug Phantasie und Erlebnisse, um diese Frage sicher zu beantworten. Sie haben eher Bedenken – wegen des Lernaufwands, wegen möglicher Risiken. Und weil sie “Smombies” erleben, “Smartphone-Zombies” mit Verhaltensweisen wie bei einer Sucht. Erfahrene Nutzer haben keine Zweifel, dass der Smartphone-Einsatz für Senioren Vorteile bringt.

Das Smartphone kann Utensilien von A bis Z ersetzen: Adressverzeichnis, Computer, Handy, Kamera, Kalender, Lexikon, Navigationssystem, Notizbuch, Rundfunk, Telefonbuch, Uhr, Walkman, Wetterdienst, Zeitungen. Und viel mehr. Alles in einem Gerät, das man bequem in die Tasche stecken kann.

Je mehr die eigene Mobilität eingeschränkt wird und je mehr öffentliche Dienstleistungs-Angebote abgebaut werden, desto wichtiger wird es, sich per Smartphone unabhängig zu machen.

Ich stelle hier praktische Beispiele aus unterschiedlichen Lebensbereichen vor. Dann können Sie überlegen, ob für Sie ein Smartphone hilfreich sein kann. Bitte lehnen Sie das “Ding” nicht ungeprüft ab. Oft höre ich abwehrend “Bisher ging es auch ohne”. Das ist sicher richtig, aber vieles geht mit Smartphone-Einsatz besser, oder es wird überhaupt erst möglich.

Smartphone-Einsatz für Senioren

Überlegen Sie “ergebnisoffen”, welche Erleichterungen, Zeitersparnis, Informationsgewinn oder Einsparungen Sie erwarten können. Ja, Sie müssen eine Einstiegshürde überwinden: Anschaffung und Lernen. Wenn Sie jetzt beginnen, greifen die Vorteile bald. Und Sie sind vorbereitet, wenn sich vielleicht Ihre Lebensumstände ändern.

Kontakte pflegen mit Smartphone-Einsatz – Kommunikation

Was das Handy kann, kann natürlich das Smartphone auch: Telefonieren und SMS senden und empfangen.

Für viele Aktivitäten spielt die Zeit eine Rolle. Sie können diese Uhren-Funktionen abfragen: Alarm (Wecker), die Stoppuhr (Start bis Ende), Timer (vorgegebene Dauer rückwärts bis Null) oder die Weltzeituhr.

Schreiben wie mit der Schreibmaschine und Rechnen wie mit dem Tisch- oder Taschenrechner kann das Smartphone mit Hilfe eingeblendeter Tastaturen. Das ist die Basis für eigene Notizen / Aufzeichnungen / Ausarbeitungen und für jede Kommunikation.

Im Adress-Verzeichnis können Sie nicht nur die Telefonnummern speichern, sondern auch postalische und E-Mail-Adressen, Geburtstage, persönliche Notizen u.v.m.

Zusätzlich können Sie öffentliche Telefonauskünfte nach Namen und Branchen im Internet abfragen, vergleichbar mit Telefonbüchern und gelben Seiten.

Ihre Adress-Daten können Sie vielseitig nutzen, z.B. für die Kommunikation per Telefon, Video-Telefonie, SMS, E-Mail, Messenger, für rechtzeitige Erinnerung im Kalender, als Geburtstagskalender.

Mit E-Mails kann das Smartphone umgehen wie ein Computer: Senden, empfangen, mit Anhängen aller Art, Antworten, Weiterleitung – professionell. Auch auf Reisen können Sie wichtige Informationen empfangen und darauf reagieren.

Der Kalender mit seinen vielseitigen Darstellungsformen ersetzt gedruckte Monats-, Wochen und Tageskalender. Er kann Sie rechtzeitig vor einem Ereignis erinnern. Kalender können parallel mit dem Computer geführt werden (automatische Synchronisation). Diese doppelte Führung dient der Sicherheit und vereinfacht die Organisation.

In der privaten Nutzung verdrängen soziale Medien (wie WhatsApp, Threema, Skype und andere) immer mehr die herkömmlichen SMS und E-Mails. Pflegen Sie Ihre Kontakte, egal wie.

Wer mit Fremdsprachen umgeht und gelegentlich Hilfe braucht, kann Wörterbücher im Smartphone speichern oder im Internet einsehen. Im Internet gibt es sogar Angebote, Texte von einer Sprache in eine andere zu übersetzen, zumindest als Roh-Übersetzung.

Das Smartphone kann sogar gesprochene Sprache erkennen. Sie diktieren einen Text, der wird wie von Zauberhand in Buchstaben “übersetzt”, als ob Sie getippt hätten. Das erleichtert das Schreiben von E-Mails, SMS, Chats, Notizen etc.

Das Smartphone kann sogar Sprachbefehle erkennen. Z.B. beim Autofahren ist das Hantieren mit dem Telefon gefährlich, verboten und teuer. Nicht verboten ist es, einen Sprachbefehl zu geben, der die Telefonnummer im Adressbuch sucht und die Verbindung herstellt.

Informationen festhalten mit Smartphone-Einsatz – Fotos

Die beste Kamera ist die, die man bei sich hat. Diese Fotografen-Erfahrung bestätigt sich, weil man das Smartphone immer bei sich haben kann, während die “richtige” Kamera zuhause geblieben ist. Dann kann man auch Zugeständnisse bei der Qualität machen.

Die Kamera kann Fotos und Videos aufnehmen: Reise-Erinnerungen, Notizen, Dokumente, Ideen. Ich “fotonotiere” z.B. die Parkplatz-Nummer im Parkhaus oder Straßenschilder, um mein Auto sicher wiederzufinden. Oder Titel, Autor, Verlag und ISBN interessanter Bücher; oder Namen, Anschriften und Öffnungszeiten bestimmter Geschäfte; oder Datenblätter von Produkten, deren Details ich mir nicht alle merken kann; oder Objekte, Ausweise und Dokumente, falls es rechtlich benötigt wird.

Wollen Sie Ihre Lieben z.B. über Ihren Reiseverlauf informieren? Sie können im Smartphone Fotos bearbeiten, zu Collagen zusammenfügen, mit Text ergänzen und so ganz persönliche “Postkarten” per Internet versenden. So vollständig und schnell schafft das kein anders Medium.

Manchmal möchte man Auszüge aus fremden Büchern, Zeitungen oder Zeitschriften festhalten, ohne das Original zu zerstören oder mitzunehmen. Der Scanner (auf Basis der eingebauten Kamera) übernimmt Aufgaben eines Fotokopierers. Er kann das “Foto” nachbearbeiten, z.B. den richtigen Ausschnitt wählen, Helligkeit und Kontrast korrigieren. Zum Drucken kann man das Scan-Ergebnis an einen PC schicken. Manche Scanner können sogar per Schrifterkennung Texte in Buchstaben so “übersetzen”, dass man sie bearbeiten und weiterverwenden kann.

GPS-Ortung mit Smartphone-Einsatz – Navigation

Smartphones haben eine GPS-Antenne, die Satelliten-Signale auffangen kann. Zusammen mit digitalen Landkarten erkennt die GPS-Ortung den aktuellen Standort und kann aus dessen Änderung die Bewegungsrichtung und die Geschwindigkeit errechnen.

Die bekannteste Anwendung ist wohl die Navigation für Autos, Fußgänger, Zweiräder. Sie macht das Fahren in fremder Umgebung viel entspannter und sicherer. Man muss nur das Ziel eingeben und kann sich vom aktuellen Standort dorthin führen lassen. Gesprochene Anweisungen zeigen genau, welche Abzweigung zu nehmen ist und welche Umwege bei unerwarteten Störungen empfohlen werden. Die Verkehrslage, die voraussichtliche Ankunftszeit, Rest-Kilometer etc. unterstützen die Planung.

Die Ortung ist auch nützlich, um die Umgebung zu erforschen: Geschäfte, Gastronomie, Tankstellen, Parkplätze. Der Smartphone-Einsatz kann sogar Reiseführer-Aufgaben übernehmen und zeigen, welches Gebäude man gerade sieht, welche Sehenswürdigkeiten, Museen in der Umgebung gerade geöffnet sind und was die Enzyklopädie WIKIPEDIA dazu weiß.

Die Ortung kann die nächsten Haltestellen / Bahnhöfe und Wege dorthin finden, Fahrplan-Angebote zeigen und z.B. die Ermittlung der gültigen Preiszone unterstützen.

Sogar Tickets und Platzkarten für Verkehrsmittel kann man vor oder während einer Reise buchen. Und bei Verspätungen der Bahn oder anderen Störungen gibt es Hinweise, wann und auf welchem Gleis der nächste Zug fährt (die freundlichen Helfer mit dem Spitznamen “Rotkäppchen” gibt es schon lange nicht mehr).

In fremder Umgebung zeigen spezielle Online-Stadtpläne, wo es z.B. rollstuhlgerechte Orte gibt oder wo (öffentliche) Toiletten benutzt werden können.

Auswählen und Entscheiden mit Smartphone-Einsatz – Datenbanken

Im Internet gibt es so genannte “Portale”, die systematisch Informationen sammeln und systematisch darstellen. Und es gibt Suchmaschinen, die sich auf bestimmte Themen spezialisiert haben. So kann man Angebote und Verfügbarkeit übersichtlich und einfach miteinander vergleichen.

Unterwegs (auf Reisen, beim Einkaufen) kann man aktuelle Beobachtungen mit den gesammelten Informationen der Portale vergleichen und sicherer auswählen und entscheiden. Die gefundenen Angebote sind nicht nur zum “Ansehen”, in den meisten Fällen bieten sie die Möglichkeit zu buchen oder zu bestellen.

Beispiele:

  • Welche Tankstelle hat jetzt noch geöffnet, wie weit ist es dorthin, was kostet mein Kraftstoff gerade?
  • Welche Veranstaltungen (Volksfeste, Märkte, Ausstellungen etc.) sind geplant, wann und wo finden sie statt?
  • Welche Hotels gibt es in der Nähe, mit welcher Ausstattung, mit freien Betten heute noch?
  • Welche Bewertungen haben andere Gäste zu Zimmern, Service, Restaurant, Lage etc. abgegeben?
  • Welche Vergleichstests und Vergleichstabellen zu Kameras, Smartphones, Autos etc. verschaffen einen konzentrierten Produkt-Überblick?
  • Das Produkt kostet hier im Fachgeschäft x Euro, wie wird es in Internet-Shops angeboten?
  • Ist es das gleiche Produkt oder unterscheiden sich die Eigenschaften? Welche ähnlichen Produkte gibt es?
  • Welche Produktrezensionen und welche Händlerbewertungen haben andere Käufer geschrieben?
  • Welche Inhaltsstoffe haben bestimmte Lebensmittel?
  • Welche Fluglinie hat den besten Tarif?

Smartphone-Einsatz in persönlichen Situationen – Gesundheit

Wettervorhersagen für die nächsten Tage oder sogar Stunden sind relativ zuverlässig. Sie können genauer sein als Rundfunk- oder TV-Vorhersagen, weil sie einen Ort betreffen, nicht pauschal die ganze Region oder das Land.

Spezielle Warnungen vor Regenfronten, gefährlichen Wetter-Situationen (Gewitter, Glatteis, Schnee, Sturm) und sogar vor Katastrophen gibt es von unterschiedlichen überregionalen Institutionen.

Auch vor persönlichen Belastungen oder Risiken kann man sich warnen lassen, z.B. bei Pollenalarm.

Fitness-Apps können Trainingseinheiten beschreiben, planen, im Trainingstagebuch protokollieren und sie ermöglichen Vergleiche mit eigenen oder fremden Daten.

Wer auf unterschiedliche Medikamente angewiesen ist, kann sich von einem Medikamenten-Manager an die unterschiedlichen Termine (z.B. alle x Tage, alle x Stunden) akustisch erinnern lassen, seine Messwerte (z.B. Blutdruck) protokollieren und ein Tagebuch für sich selbst oder den Arzt erstellen.

Presseschau und Unterhaltung mit Smartphone-Einsatz – Nachrichten

Es gibt immer mal Zeiten, die sinnvoll überbrückt werden sollen, z.B. im Wartezimmer (anstelle von Lesezirkeln) oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Fast alle Zeitungen und Zeitschriften bieten zusätzlich Online-Ausgaben an. Gegen Gebühren sind die Online-Inhalte vollständig, die kostenlosen Varianten sind meistens gekürzt. Es gibt zwei Ansätze, Nachrichten zu lesen, entweder von der Zeitung her (welche Themen greift sie auf) oder vom Ereignis her (wie berichten unterschiedliche Redaktionen darüber). Online gibt es die größere Informations- und Meinungsvielfalt, weil man mehr Quellen lesen kann als bei nur einer einzelnen Papierausgabe.

Die Umgewöhnung vom großen Papierformat auf das kleine Smartphone-Display ist nicht schwer. Bedenken wegen der Schriftgröße sind unbegründet, sie lässt sich nach Bedarf einstellen. Und der Platzbedarf (ein bis zwei Sitzbreiten für eine Zeitung oder eine Handbreite für das Smartphone) spricht für sich. Manche Leser vermissen die Haptik und das Rascheln des Papiers. Meine Meinung: Nachrichten werden nicht besser oder schlechter, weil sie auf einem anderen Medium erscheinen.

Nicht nur Print-Medien liefern Informationen, auch TV-Sender bieten lesbare Nachrichten, oft ergänzt um Videos.

Es gibt Situationen, in denen die vertrauten Informationskanäle unterwegs nicht zur Verfügung stehen. Wer z.B. auf “seine” Sportergebnisse nicht verzichten möchte, findet auch Online-Ausgaben von Sport-Medien zu Fußball, Formel 1 etc.

E-Books kann man kaufen oder ausleihen (z.B. bei öffentlichen Bibliotheken). Der Vorteil gegenüber gedruckten Büchern ist, dass E-Books z.B. keinen Platz und kein Gewicht im Reisegepäck beanspruchen. Die Ausleihe und die Rückgabe sind ohne Weg zur Bücherei und unabhängig von Öffnungszeiten möglich – sehr bequem.

Smartphones haben Lautsprecher, diese können um Ohrhörer oder Kopfhörer ergänzt werden. Sie bringen also die Voraussetzungen für Audios mit: Digitalradio, gespeicherte oder gesendete MP3-Musik. Einige Smartphones können auch UKW-Sender empfangen.

Anstelle von TV-Programm-Zeitschriften gibt es vergleichbare Informationen im Internet.

In Grenzen ist sogar TV-Empfang möglich.

Mögen Sie alte Jazzaufnahmen, Schachanleitungen, Computertipps, pfiffige Lösungen für Alltagsprobleme (“Lifehacks”), Ideen für Aktivitäten mit den Enkeln etc.? Eine Quelle für wirklich alle Arten von Videos ist das Video-Portal Youtube, das seine Inhalte auch auf’s Smartphone schickt.

Weiter zum Smartphone-Einsatz und Kosten

Diese Beispiele habe ich gewählt, weil sie von Senioren als hilfreich erlebt werden. Das ist nur ganz ein kleiner Auszug aus den ca. 2,5 Millionen angebotenen Apps (so viele braucht niemand). Welche Apps dafür eingesetzt werden können, habe ich hier zusammengestellt: Empfehlenswerte Apps.

Nicht alles, was das Smartphone kann, ist notwendig. Aber wenn man das “Ding” schon mal hat, kann man auch zusätzliche Fähigkeiten nutzen, die allein kein Kaufargument wären. Aber man sollte sich nicht verzetteln und alles gleichzeitig probieren – das wird unübersichtlich.

Bleiben Sie aufmerksam: Wenn jemand sein Smartphone für “fremde” Aufgaben verwendet, fragen Sie nach Vor- und Nachteilen und dem Namen der App.

Zur groben Orientierung nenne ich hier Kosten (im folgenden Bild der weiße Bereich). Einsteiger müssen mit einem Kaufpreis zwischen 100 bis 300 Euro rechnen. Die monatlichen Gebühren werden zwischen 5 Euro und 15 Euro monatlich liegen, je nach Nutzung. Die meisten Apps, die für die Beispiele benötigt werden, sind kostenlos.

Kosten für den Smartphone-Einsatz

Wer seinen Bedarf für die Anschaffung präzisieren möchte, findet hier das Geräte-Profil und das Tarif-Profil.

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