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Speicher für Arbeit, Apps und Daten

Speicher-Arten

Smartphones haben spezialisierte Speicher: Arbeitsspeicher (vergleichbar mit einer „Werkbank“) und Massenspeicher für Apps und Daten. Der Massenspeicher kann im Gerät und / oder „extern“ sein.

Speicher im Smartphone
Speicher

Der Massenspeicher wird benötigt, um die Daten (z.B. Kontakte, E-Mails, SMS, Telefon-Protokolle, Landkarten, Fotos, Musik, Videos, E-Books etc.) sowie die Software (Betriebssystem und Apps) „dauerhaft“ aufzubewahren. Sie müssen für die spätere Nutzung erhalten bleiben. Im Gegensatz zum Arbeitsspeicher müssen Daten und Software auch gespeichert bleiben, wenn das Gerät ohne Stromversorgung ist, z.B. bei leerem Akku. Software und Daten werden fest im Gerät oder „extern“ gespeichert.

Zur Orientierung: 2GB Massenspeicher (das entspricht der Kapazität einer kleinen Micro-SD-Karte) reichen für etwa

  • 1000 Fotos oder
  • 30 Stunden MP3-Musik oder
  • 1,0 Stunde Video oder
  • Navigations-Landkarten für ganz Europa, detailliert bis zur Hausnummer.

Die tatsächlichen Werte können von diesen Werten abweichen (abhängig von Gerät, Kompressions-Verfahren und -Rate). Sie sind unabhängig vom Medium, auf dem sie gespeichert sind (Smartphone intern oder SD-Karte, Computer, Cloud).

Als Massenspeicher sind geeignet

  • der (fest eingebaute) interne Speicher, geeignet für Apps und Daten (der werkseitige interne Speicher kann nicht verändert werden)
  • eine (auswechselbare) Speicherkarte im Smartphone, geeignet für Apps und Daten (Speicherkarten gibt es mit unterschiedlichen Kapazitäten)
  • ein stationärer Computer (PC oder Notebook), geeignet nur für Datensicherung / Backup, nicht für Apps (das Smartphone nutzt seine Verbindung mit dem PC per USB, WLAN, Bluetooth),
  • die Cloud (Computer im Internet), nur für Datensicherung / Backup, nicht für Apps (das Gerät nutzt seinen Zugang zum Internet per Mobilfunk oder WLAN).

Bitte beachten Sie den Preisunterschied: Interner Speicher ist deutlich teurer als die gleiche Kapazität auf einer SD-Karte. Angenommen, es gibt das sonst vergleichbare Smartphone wahlweise mit 16GB oder 32GB internem Speicher – wie groß ist der Preisunterschied für die zusätzlichen 16GB? Vergleichen Sie das mit dem Preis einer SD-Karte mit 16GB! Konsequenz: Wenn der Speicher eines Smartphones mit einer „externen“ SD-Karte erweitert werden kann, ist die Kapazität des fest eingebauten Speichers weniger wichtig.

InternetWer mobil auf Daten in der Cloud zugreift, verursacht (je nach Tarif) zusätzliche Gebühren. Speicherplatz in der Cloud kann kostenlos oder kostenpflichtig sein. Der Zugriff über WLAN verursacht keine Mobilfunk-Gebühren, für WLAN sind oft Flatrates vereinbart, die keine zusätzlichen Gebühren verursachen. Die Speicherung der Daten in der Cloud ist umstritten, weil Risiken bezüglich Datenschutz (Privatsphäre) und Datensicherung (Verlust) bestehen. Ich benutze die Cloud nicht.

Vom Handy bekannt ist der Speicherplatz auf der SIM-Karte. Dessen Kapazität ist im Verhältnis zu den übrigen Speichern so klein, dass er vernachlässigt werden kann.

Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher (RAM) kann wie die „Werkbank“ des Prozessors verstanden werden. Er ist ein „flüchtiger“ Speicher und „vergisst“ beim Ausschalten seinen Inhalt, er wird für die nächste Sitzung frei gemacht. Damit das Gerät überhaupt gestartet werden kann und arbeitsfähig ist, muss der Arbeitsspeicher fest im Gerät sein, nicht außerhalb. Je größer der Arbeitsspeicher ist, desto schneller und „flüssiger“ (ruckelfrei) arbeitet das Smartphone. Arbeitsspeicher ist immer vorhanden und kann nachträglich nicht erweitert werden.

SpeicherArbeitsspeicher (RAM) 1,5GB (Mittelklasse) sind für die Mehrzahl der Apps schon sehr „ordentlich“. Wenn der Arbeitsspeicher zu klein ist, streikt das Smartphone nicht, es läuft nur nicht so „flüssig“.

Interner Speicher

Der interne Speicher ist geeignet als Arbeitsspeicher, für Betriebssystem, Apps und Daten, er ist werksseitig eingebaut.

Manche Geräte haben einen „dynamischen“ Speicher, das ist die Summe von Arbeitsspeicher und internem Speicher – dabei gibt es keine scharf gezogene Grenze zwischen diesen Speicherarten. Der Speicherplatz wird vom Betriebssystem nach Bedarf zugewiesen.

SpeicherBei Auslieferung hat jedes Smartphone eine bestimmte Speicher-Kapazität, die teilweise bereits mit dem „Basisbedarf“ (Betriebssystem, Apps und Arbeitsspeicher) belegt ist. Für den Basisbedarf werden 20% bis 25% des verfügbaren Kapazität verbraucht. Der Rest kann vom Nutzer belegt werden, mit weiteren Apps und Daten.

Smartphones werden mit sehr unterschiedlichen internen Speicherkapazitäten angeboten, mit Größen von z.B. 4GB, 8GB, 16GB, 32GB, 64GB. Es gibt Smartphones, die keinen SD-Karten-Slot haben, deren Speicherkapazität daher nicht durch Wechselspeicher erweitert werden kann. In diesem Fall ist der Kauf eines Geräts mit großem Speicher sinnvoll.

Achtung: Die Terminologie ist gelegentlich missverständlich. Manche Handbücher, Menüs oder Apps sprechen von „SD-Karte“ und meinen damit den fest eingebauten internen Speicher. Den echten Wechselspeicher nennen sie dann zur Abgrenzung „externen“ Speicher. Fragen Sie im Zweifel nach!

Eine geringe Speichergröße kann in Grenzen durch eine externe SD-Karte ausgeglichen werden: Einige Apps können auf die SD-Karte verschoben werden, andere nicht. Klar: Betriebssystem und systemnahe Apps müssen auf einen festen Speicher im Gerät liegen, nicht im Wechselspeicher. Nicht einzusehen, aber auch nicht zu ändern ist, dass werksseitig installierte „Bloatware“ nicht ausgelagert werden kann.

Es kann vorkommen, dass keine weiteren Apps installiert werden können mit dem Hinweis auf ungenügende Speicherkapazität. Dann bleibt entweder der Verzicht auf die neue App oder die Notwendigkeit, durch Deinstallation Platz zu schaffen.

SpeicherMindestens 8GB interner Speicher sind wünschenswert (Mittelklasse). Nur wer sehr genügsam ist, kommt eine zeitlang mit 4GB internem Speicher zurecht (Einsteigergerät). Diese Eckwerte gelten nur unter der Bedingung, dass der Speicher per SD-Karte flexibel erweitert werden kann.

Externer Speicher – SD-Karte als Wechselspeicher

externer SpeicherSpeicherkarten (SD-Karten) sind geeignet für Apps und Daten. Das Gerät muss dafür einen „Slot“ (einen Einschub, „Schlitz“) haben. Nicht alle Smartphones haben einen Slot für SD-Karten. Wenn kein Slot vorhanden ist, muss der eingebaute Speicher Reserven haben.

Der Slot für die SD-Karte kann unterschiedlich erreichbar sein. Leicht erreichbar ist er z.B. hinter einer Klappe außen am Gehäuse (oft in Verbindung mit einem fest eingebauten Akku). Etwas mühsamer ist es z.B. im Gerät unterhalb des Akkus (oft in Verbindung mit einem austauschbaren Akku). Die Erreichbarkeit der SD-Karte ist von untergeordneter Bedeutung, weil der Austausch nur selten erfolgen wird.

SpeicherEinen Slot für eine SD-Karte halte ich für erforderlich. Ein Slot reicht für eine Speichererweiterung von mindestens 32GB, es gibt auch Geräte mit Slots für 64GB oder 128GB. Micro-SDKarten gibt es als Zubehör. Mir genügt eine Karte mit 32GB.


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