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Navigation und Reisen

Standortdienste: Die eigene Position in der Landkarte oder im Stadtplan wird erkannt, damit können Informationen zum Standort und zur aktuellen und geplanten Bewegung ermittelt werden. Ein typischer Standortdienst ist die Navigation.

Das Smartphone kann die Position von Satelliten erkennen, die im Orbit kreisen. Aus diesen Standorten kann es den aktuellen Standort errechnen, gemessen in geographischer Länge und Breite. Das liefert die Position auf der Landkarte. Mehrere solcher Ortungen lassen auf die Bewegungsrichtung und die Geschwindigkeit schließen.

Standort, Richtung und Geschwindigkeit können z.b. für die Navigation benutzt werden: Routenplanung (wenn das Ziel angegeben wird), Fahranweisungen (wo anzubiegen ist), Angaben über die Restkilometer und die Restfahrzeit bis zum Ziel. Die Daten können in Verbindung mit Internet-Informationen für Reisen und Werbung verwendet werden, z.B. wo in der Nähe befindet sich ein Hotel, ein Restaurant, eine Sehenswürdigkeit; was ist das für ein Gebäude vor mir; welche Öffnungszeiten hat es? Die Daten können auch für „Tracking“ verwendet werden, für das Protokollieren / Speichern / Melden, wann sich das Smartphone (und sein Besitzer) wo befunden haben. Das Tracking kann verwendet werden, um Wanderrouten aufzuzeichnen und anderen Wanderern die Routen vorzuschlagen.

Standort-Dienste können dem Smartphone-Besitzer viele Vorteile bringen, aber auch die Privatsphäre durchleuchten. „Wenn ich weiß, wo du gewesen bist, weiß ich wo du sein wirst“ – z.B. wenn jemand täglich von der Wohnung zum Arbeitsplatz fährt.

Navigation

Ein Navigationssystem verspricht entspanntes Autofahren gerade in unbekannten Gebieten: „Nach 100 Metern rechts abbiegen“. Das „Navi“ ist aktueller informiert als Stadtpläne oder Beifahrer, es ist geduldiger, kennt Staus, Tankstellen, Gastronomie, evtl. Blitzer und mehr. Navigation gibt es auch für Fußgänger und Radfahrer, z.B. ohne Begrenzung auf Fahrstraßen und -richtungen, z.B. mit Reiseführer-Infos. Navigation gibt es auch für LKW, z.B. mit Hinweis auf Begrenzungen: Durchfahrthöhe und -breite, Gewicht.

GPSDas Schlüssselwort für Geo-Dienste / ortsabhängige Dienste heißt „Global Positioning System“, abgekürzt: GPS. Satelliten kreisen um die Erde, GPS-Chips empfangen deren Signale und können daraus die genaue Position auf der Erde errechnen. Diese Info wird für viele Angebote gebraucht.

TelefonWWW Die Satelliten wandern, sie sind nicht „geostationär“. Die Suche nach ihrer aktuellen Position („Satfix“) kann beim Start über 10 Minuten dauern, wenn das Gerät länger vom Satelliten getrennt war. Diese Wartezeit bis zum Start der Navigation lässt sich vermeiden, wenn ein „Assistent“ die Position beim Start liefert. Die Lösung heißt „assisted GPS“, kurz aGPS und benutzt für die grobe Lokalisierung das Mobilfunknetz. Objektive Zeiten für den Satfix habe ich weder in Beschreibungen noch in Testberichten gefunden. Für mich sind daher persönliche Erfahrungsberichte wichtig, die positive Werte melden: Satfix (bis 10 Sekunden), schnelle Reaktion und Genauigkeit während der Fahrt. GPS-Apps erkennen den Standort auf bis zu 3 m.

Eine Navi-App ist sehr nützlich, wenn das Fahrzeug kein fest eingebautes oder mobiles Navigationssystem hat. Durch die Verbindung mit dem Internet kann es z.T. mehr als „normale“ Navigationssysteme, z.B. die Verkehrssituation bei der Planung berücksichtigen, die Kontakt-Adressen als Navigationsziele verwenden.

NavigationAuf das mobile Navi möchte ich nicht mehr verzichten.

Für die Navigation werden eine App sowie Kartenmaterial (kompatibel mit der App) benötigt. Beides ist von kostenlos bis kostenpflichtig zu bekommen – beides durchaus wettbewerbsfähig im Vergleich zu fest eingebauten Geräten und mobilen reinen Navigationssystemen (PNA). Je nach Konzept sind die Karten auf einem Server im Internet oder auf dem mobilen Gerät gespeichert.

  • Onboard-Navigation:
    SpeicherkarteWLANDas mobile Gerät hat die Karten „an Bord“, das erfordert Speicherkapazität. Vor der ersten Navigation müssen die Karten auf das Gerät übertragen werden. Während der Navigation ist keine Datenübertragung nötig. Das Datenvolumen hängt von den gespeicherten Ländern ab. Zur Orientierung: Alle Europakarten zusammen brauchen 2 bis 4 GB Speicher. Soviel Kapazität muss auf der SD-Karte vorhanden sein. Die erstmalige Übertragung kann Stunden dauern, ebenso die gelegentliche Aktualisierung. Dafür ist WLAN mit DSL-Festnetz-Flatrate wirtschaftlich.
  • Offboard-Navigation:
    WWWDie Karten sind nicht „an Bord“, sondern im Internet, das erfordert keine Speicherkapazität auf dem mobilen Gerät und keinen vorbereitenden Download. Stattdessen müssen während der Fahrt die aktuellen Kartenausschnitte übertragen werden. Nachteil der Offboard-Navigation: In Funklöchern ist nicht nur das Telefonieren unterbunden, sondern auch die Navigation. Dann werden weder (Karten-)Daten noch Fahranweisungen übertragen. Welche Mobilfunkkosten entstehen, hängt vom Tarif ab. Zur Orientierung: Ohne Flatrate liest man 2 bis 5 Euro für einmal Deutschland von Nord nach Süd. Mein Test: Für ca. 1000 km brauchte ich ca. 50 MB, d.h. mein kleines 500 MB-Datenvolumen würde mich monatlich 10.000 km weit navigieren.

Qualität und Komfort der Navigation hängen nicht von Offboard oder Onboard ab, sondern von der Software und der Aktualität des Kartenmaterials.

NavigationNach Experimenten mit unterschiedlichen Systemen navigiere ich seit einiger Zeit mit „Here Maps“. Die App ist kostenlos und kann offline benutzt werden, also z.B. auch im Funkloch, auch im Ausland ohne Roaming-Gebühren. Auf die Navigation möchte ich nicht verzichten.

StromZubehörAls Zubehör für die Navigation ist sinnvoll: Stromversorgung per Zigarettenanzünder-Steckdose und Autohalterung am Frontscheiben-Sauger. Das Zubehör wird von Drittanbietern angeboten.

Andere Standort-Dienste

Wenn der Standort durch GPS bekannt ist, kann diese Info auch für andere Geo-Dienste benutzt werden. Beispiel: Das Smartphone kann als Reiseführer benutzt werden. Ein Gebäude wird mit dem Smartphone fotografiert, das Foto (zusammen mit dem Standort) wird zu einem Server im Internet gesendet, der meldet zurück, was zu dem Gebäude bekannt ist (z.B. Historie, Öffnungszeiten etc.) und blendet diese Infos in das Foto ein. GPSKameraLive, noch während der Nutzer vor dem Gebäude steht. Das Stichwort für solche Techniken ist „Augmented Reality„, übersetzt „erweiterte Realität“. Entwickelt werden solche Methoden vorrangig für Werbezwecke: Wo ist welches gastronomische Angebot, wo gibt es welchen Artikel zu kaufen, welche Veranstaltungen sind in der Nähe?

WLANWer zum Surfen und für E-Mails keine mobile Datenflatrate hat, kann unterwegs WLAN-Hotspots benutzen – in Hotels, Flughäfen, Internet-Cafés etc., zunehmend gibt es kostenlose Angebote. Zu deren Nutzung muss das Smartphone mit WLAN ausgestattet sein. Die meisten Smartphones erfüllen diese Bedingung.


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