handverlesene Smartphones & Co
handverlesene Tarife
handverlesene Anleitungen, Bücher, Lesestoff

Mobilfunknetze am aktuellen Standort

Die Qualität der Mobilfunknetze ist ortsabhängig

Wer hier und jetzt am aktuellen Standort telefonieren oder das Internet nutzen will, ist auf das lokal vorhandene Netz angewiesen. Mit der Anschaffung eines Smartphones oder Tablets kann man die Gegebenheiten der Netze nicht verändern. Als Nutzer hat man nur die Möglichkeit, sein Gerät so zu wählen, dass es möglichst viele Situationen bewältigen kann. Darum geht es in diesem Abschnitt.

Die vorhandene Infrastruktur kann das Festnetz sein oder eines der Mobilfunknetze. Die Leistungsmerkmale der Netze sind sehr unterschiedlich und hängen vom Standort der Beteiligten ab. Eine Übersicht der Leistungsmerkmale finden Sie hier: Das Netz kann ein KO-Merkmal sein.

Mobilfunknetze und Mobilfunkgenerationen im Vergleich

Die Spanne der maximal möglichen Übertragungs-Geschwindigkeit reicht vergleichsweise von “Dreirad-Geschwindigkeit” bis “Jet-Geschwindigkeit”. Die Netze sind so heterogen, dass alle Geschwindigkeiten in Deutschland gleichzeitig existieren – Dreirad im ländlichen Raum, Jet im Ballungsgebiet.

Meine grobe Klassifizierung:

  • Der Einstieg ins Internet begnügt sich mit der “Dreirad-Geschwindigkeit” – das ist noch kein befriedigender Einstieg (2,5 G / GPRS).
  • Das Internet wird privat praktikabel nutzbar ab “Fahrrad-Geschwindigkeit” (3,5G / HSPA).
  • Das Internet mit “Jet-Geschwindigkeit” leistet viel mehr als privat genutzt werden kann, es wird für gewerbliche Datenübertragung gebraucht und evtl. für höchstauflösendes Fernsehen per Internet statt Antenne (4G / LTE+).

In Deutschland konkurrieren an fast jedem Standort mehrere Netze miteinander: Das Festnetz (es gibt nur eins) und bis zu vier Mobilfunknetze. Wer an seinem Standort ein schwaches Netz hat, kann versuchen, auf ein konkurrierendes Netz auszuweichen (die Chancen sind begrenzt). Auch das beste Smartphone oder Tablet hat im Funkloch keinen Empfang.

Mobilfunknetze sind sicherer als offenes WLAN

Noch eine Sicherheits-Überlegung unabhängig von Technik und Tarif: Der Zugang zu freien WLAN-Stationen (Festnetz) nimmt zu. Immer mehr Hotels, Gastronomie, Städte im öffentlichen Raum etc. bieten kostenlosen Internet-Zugang an. Jeder Smartphone-, Tablet- oder Computernutzer kann sich einloggen und (mit krimineller Energie und geringen Fachkenntnissen) andere Nutzer beobachten und z.B. deren Passwörter ausspähen – Ihre Bankkonten leerräumen, Ihre E-Mails lesen oder schreiben und in Ihre Privatsphäre eindringen. Ich empfehle, sicherheitsrelevante Vorgänge nicht über offene WLAN-Hotspots abzuwickeln, sondern über das eigene Mobilfunknetz – auch wenn dafür Gebühren zu zahlen sind.

Telefonieren über eins der Mobilfunknetze

Mobilfunknetze und TelefonAlle Smartphones können mobil per SIM-Karte telefonieren. Ihr Vertragspartner liefert die SIM-Karte. Alle gebührenpflichtigen Gesprache werden über die SIM-KArte abgerechnet. Auch wenn Sie sich im Ausland in das dortige Mobilfunknetz einwählen, ist das vertraglich möglich, die (meist höheren) Gebühren werden über Ihre SIM-Karte abgerechnet.

Mobilfunknetze und TelefonBei Tablets ist die SIM-Karte keine Standard-Ausstattung. Wenn Sie mit Ihrem Tablet telefonieren wollen, muss es eine SIM-Karte aufnehmen können. In der Werbung ist das z.B. mit dem Kürzel “3G” beschrieben. Das bedeutet, dass Ihr Tablet für die “3. Mobilfunkgeneration” ausgestattet ist und über die Mobilfunknetze (Telefon und Internet) kommunizieren kann. WLAN ist eine Festnetz-Verbindung, die kann mit allen Smartphones und Tablets genutzt werden – ohne SIM-Karte.

SoundBluetoothStandard ist, dass jedes Smartphone und Tablet ein Mikrofon, einen eingebauten Lautsprecher und eine Buchse für Ohrhörer / Kopfhörer / Lautsprecher hat. Meistens ist auch eine Bluetooth-Antenne vorhanden, um drahtlos ein “Headset”, eine Freisprechanlage oder ähnliches zu betreiben.

Diese grundsätzliche Eignung sagt nicht über die Qualität der Verbindung aus (Tonqualität, Lautstärke, Verbindungsabbrüche, Funkloch etc.).

Mobiles Internet über eins der Mobilfunknetze

Die Qualität der Mobilfunknetze schwankt regional, ländliche Gegenden sind meist schlechter ausgestattet. Das gilt ähnlich wie bei der Telefonie. Jedoch fällt es bei der Internet-Nutzung stärker auf, weil dafür viel größere Datenmengen übertragen werden müssen und entsprechend höhere Anforderungen an das vorhandene Netz stellen. Telefon-Verfügbarkeit bedeutet nicht gleichzeitig Internet-Verfügbarkeit.

WWWEin Smartphone muss sich an alle Qualitäten seines Netzes (verbunden über die SIM-Karte) anpassen. Die Ausstattung des Smartphones und die regionale Netz-Verfügbarkeit müssen zusammen passen.

“Die Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied”. Ein maximal ausgestattetes Smartphone wird auf die Leistung des lokal vorhandenen Netzes heruntergebremst – bis hin zum fehlenden Empfang im “Funkloch”. Ein schwaches Smartphone kann auch bei einem stärkeren Netz nicht über die eigenen Grenzen hinaus.

Der mobile Internet-Zugang bei Tablets wird meist mit dem Kürzel 3G beworben, auch wenn andere Bandbreiten “verstanden” werden. Wer sein Tablet als Reiserechner nutzen und nicht nur von WLAN-Hotspots abhängig sein will, sollte auf dessen Internetfähigkeit nicht verzichten.

Tethering – das Smartphone als mobiles Modem

WWWSmartphones können mobil ins Internet. Das ist ein Vorteil gegenüber vielen mobilen Computern – die sind zwar transportabel, brauchen aber das Festnetz für den Internet-Zugang. Sie haben meist über eine LAN- und WLAN-Verbindung (per Kabel oder Funk).

Wer mit dem Smartphone und einem mobilen Computer unterwegs ist (Notebook, Netbook, Ultrabook), kann Smartphone und Computer verbinden, um beide Vorteile zu nutzen, das mobile Internet und den Bedienungs-Komfort des Computers.

Tethering (deutsch: Anbinden) bezeichnet die Verbindung eines Smartphones mit einem anderen Rechner, z.B. Notebook oder Tablet, um diesem eine Internetverbindung über das Mobilfunknetz zu ermöglichen. Das Mobiltelefon übernimmt dabei die Rolle eines Modems.

Die Modem-Funktion kann vom Provider per Vertrag ausgeschlossen werden, um die Überlastung des Mobilfunk-Netzes zu verhindern. Tethering kann durch Firmware oder andere Software eingeschränkt oder ausgeschlossen werden.

Verbindung zwischen Smartphone und Computer

USBWLANBluetoothDas Smartphone muss nicht nur mit dem Internet verbunden sein, sondern auch mit dem Computer. Dafür gibt es diese Alternativen:

  • USB-Kabel
  • WLAN Funk
  • Bluetooth Funk

MobilfunknetzeTethering brauche ich nicht. Am Schreibtisch nutze ich Computer mit LAN oder WLAN. Unterwegs genügt mir das Smartphone.

Dual SIM für mehrere Mobilfunknetze

Dual-SIM ist die Vorbereitung eines mobilen Geräts, um zwei SIM-Karten gleichzeitig zu benutzen. Ein Dual SIM Smartphone ermöglicht es, komfortabel (ohne ein zweites Gerät oder Wechsel der SIM-Karte) zwei Verträge zu nutzen, z.B. um

  • private und dienstliche Nutzung zu trennen,
  • für längere Auslandsaufenthalte zusätzlich die SIM-Karte eines ausländischen Anbieters einzusetzen,
  • einen Telefon- und einen Datentarif von unterschiedlichen Anbietern zu benutzen.

Dual SIM Smartphones sind (noch) relativ selten. Es gibt unterschiedliche Entwicklungsstufen und Techniken: Manuelle (“unechte”) oder automatische (“echte”) Umschaltung zwischen den Netzen. Die Halterung für zwei SIM-Karten kann eng und “fummelig” sein, das spielt aber nur beim Einbau eine Rolle, nicht bei der Nutzung.

MobilfunknetzePrüfen Sie, ob Sie gleichzeitig Verträge in zwei Netzen haben, z.B. Dienst- und Privatgerät. Dual SIM entspricht nicht meinem Bedarf.


Weiter mit > Frequenzbereiche – Zugang zu fremden Netzen

Kontakt

Sie haben ganz andere Fragen, Wünsche oder Vorschläge? Sprechen Sie mich gern unverbindlich an.
Sie möchten eine E-Mail bei neuen Inhalten als kostenloses Abo?

Print Friendly, PDF & Email

zum Seitenanfang

Kontakt wegen Privatstunden Kontakt leicht gemacht

Impressum | Datenschutzerklärung | Login