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Kameras für Fotos und Videos

Aufgaben der Kameras

KamerasDie Kameras in Smartphones und Tablets können Fotos und Videos aufnehmen. Manche Geräte haben sogar zwei Kameras. Das wirkt sehr vielseitig, auf den ersten Blick kann ein Smartphone mehr als eine Kompakt-Kamera, die “nur” fotografiert und Videos aufnimmt. Die Aufgaben im Smartphone sind z.B.

  • Fotografieren: Das macht die Kamera auf der “Rückseite”, die vom Nutzer abgewendet ist, die Kamera blickt in die gleiche Richtung wie der Nutzer. Ich nenne es hier “Landschafts”-Kamera, um Missverständnisse zu vermeiden. Man fotografiert die Landschaft und benutzt dabei das Display als Sucher.
  • Videos aufnehmen: Das macht die gleiche “Landschafts”-Kamera.
  • Videotelefonie: Das macht die Kamera auf der “Vorderseite”, die zum Nutzer gewendet ist, diese Kamera nimmt praktisch Selbstportraits / “Selfies” auf, für ein Telefonat oder sogar eine Video-Konferenz. Ich nenne sie hier “Selfie”-Kamera.

Leistungsmerkmale im Vergleich zu Kompakt-Kameras

Können die Smartphone-Kameras kompakte Digital-Kameras ersetzen? Ein Blick auf wenige technische Daten der Landschafts-Kamera im Vergleich zur Kompakt-Kamera gibt Aufschluss (die Selfie-Kamera leistet viel weniger als die Landschafts-Kamera):

  • Megapixel: Die Auflösung der unterschiedlichen Modelle reicht von ca. 5 bis ca. 20 Megapixel, z.T. mehr. Einige Smartphone-Kameras können also durchaus mit der Auflösung von Kompakt-Kameras konkurrieren.
  • Bereitschaft: Wenn ein Smartphone “richtig” eingerichtet ist (z.B. mit Bildschirmsperre abgesichert), muss es vor dem Foto freigeschaltet werden. Dazu kommt die “Auslöseverzögerung” (die Zeit vom Auslösen bis zur Objektiv-Öffnung), die bei Smartphones noch länger ist als bei Kompakt-Kameras. Die insgesamt lange Vorbereitungszeit verhindert / erschwert spontane Schnappschüsse bewegter Motive. Die Kompakt-Kamera ist insgesamt schneller “schussbereit”.
  • Bildqualität: Smartphone-Einstellungen wie Zoom, Ausschnitt, Makro etc. erfolgen nach der Aufnahme digital und erzeugen tendenziell Unschärfe und schlechtere Qualität. Vergleichbare Einstellungen bei Kompakt-Kameras erfolgen vor der Aufnahme optisch und liefern volle Auflösung und Qualität für die weitere Bearbeitung.
  • Objektiv: Die kleinen Abmessungen des Objektivs begrenzen die Möglichkeiten, so viele hochwertige Funktionen einzubauen wie in das viel größere Objektiv einer Kompakt-Kamera oder gar einer Spiegelreflex. Die Tendenz, Smartphones immer dünner zu machen, begrenzt die physikalisch erforderliche Objektiv-Bauweise. Für einige Smartphones gibt es Zusatzobjektive, die auf das eingebaute Objektiv aufgesetzt werden können. Bedenken: Zusätzlicher Transport, physikalische Abstimmung zwischen den Objektiven.
  • Ausstattung: Ein Blitz (LED-Leuchte) für schlechte Lichtverhältnisse wird häufiger eingebaut. Ein externer Blitz kann nicht angeschlossen werden. Ein Stativ-Gewinde ist nicht vorhanden (ersatzweise kann eine Halterung wie bei der Autohalterung für Navigation benutzt werden). Eine Objektiv-Abdeckung zum Schutz gegen Fingerabdrücke und Kratzer ist nicht vorhanden. Bei Kompakt-Kameras ist das alles Standard.

Smartphone-Kameras erfordern Kompromisse

Sofern eine Selfie-Kamera vorhanden ist, hat sie ein verzerrendes Weitwinkel-Objektiv und eine geringere Auflösung als eine Kompakt-Kamera. Meine Einschätzung: “Grottenschlecht” zum Fotografieren, wem mag ich meine Weitwinkel-lange Nase zeigen? Bestenfalls für Videotelefonie geeignet, die nicht aufgezeichnet wird.

Smartphone-Landschafts-Kameras haben den Vorteil, im Gerät und daher meist anwesend zu sein, sie haben aber fototechnisch und bezüglich der Bedienung deutliche Schwächen. Die vielen möglichen Einstellungen täuschen nicht darüber hinweg, dass die “kleine” Technik der Smartphones physikalisch nicht mit der “großen” Technik echter Kameras Schritt halten kann. Die Smartphone-Kamera kann ganz brauchbar unbewegte Objekte bei gutem Licht aufnehmen.

Vielen genügt es aber, weil die Technik ständig verfügbar ist. Besser ein Schnappschuss mit Schwächen als kein Schnappschuss in höchster Qualität. Nicht immer müssen Makro-Aufnahmen, schlechte Lichtverhältnisse, extreme Ausschnitt-Vergrößerungen oder Abzüge in Poster-Größe bewältigt werden.

Eine neue Geräteart als “Zwitter” aus Smartphone und Kamera konnte sich offensichtlich nicht durchsetzen. Digitale Kompakt-Kameras wurden um Smartphone-Funktionen ergänzt. Damit gingen allerdings die “schlanke” Bauweise der Smartphones und die Eignung für die Hemdentasche verloren.

SpeicherkarteWer die Kamera benutzt, sollte den Speicherplatz berücksichtigen. Fotos brauchen viel Speicherplatz, Videos (mit ca. 25 Bildern pro Sekunde) noch viel mehr. Der interne Speicher sollte also um eine MicroSD-Karte erweitert werden können. Die Kamera-App muss dann so eingerichtet werden, dass sie die MicroSD-Karte auch nutzt.

USBWLANBluetoothMöglichkeiten, Bildmaterial zum PC, zu anderen Smartphones oder zum Fotodrucker zu übertragen, haben alle Smartphones: USB-Kabel, WLAN, evtl. Bluetooth.

Zum “bewussten” Fotografieren bevorzuge ich eine “echte” Kamera, weil die schneller ist und ein besseres Objektiv hat. Das Smartphone nutze ich für eher dokumentarische Fotos und wie einen “Notizblock”, ohne große Anforderungen an die fototechnische Qualität. Daran ändern auch wohlklingende Marketing-Versprechungen nichts.

KamerasKameraqualität ist für meine Einsatzbereiche nicht so wichtig.


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