Volumenrechner
Tarif-Volumen im mobilen Internet schätzen

Der Volumenrechner hilft, das passende Tarif-Volumen für Telefon und Internet zu finden. Sie müssen nur Ihren Bedarf pro Monat schätzen, technische Überlegungen sind nicht nötig.

Wer jetzt fragt “Woher soll ich das wissen?” muss sich die Gegenfrage gefallen lassen: “Wer außer Ihnen kann Ihren Bedarf kennen?”. Wer sich an dieser Stelle keine Mühe gibt, verpasst die Chance einer wirtschaftlichen Entscheidung.

Anleitung zum realistischen Tarif-Volumen

Volumenbedarf im Vergleich

Wie viel Datenvolumen Sie benötigen, hängt von der Art Ihrer Internet-Aktivitäten ab. Wenn Sie ein Video aus dem Internet herunterladen und speichern, verbrauchen Sie viel Datenvolumen. Wenn Sie das gespeicherte Video wiederholt ansehen, kostet das kein Datenvolumen. Wenn Sie eine E-Mail (nur Text) senden oder empfangen, verbrauchen Sie ebenfalls Datenvolumen, aber sehr viel weniger als beim Video.

Diese Grafik zeigt zur Orientierung ungefähre Datenmengen für typische Nutzugsarten im Verhältnis zueinander. Im Einzelfall wird es zu Abweichungen kommen, abhängig von Auflösung, Komprimierung, Gerät, Mischung von Text- und Bildanteilen, Nutzungsgewohnheiten etc. (Erfahrungswerte streuen sehr stark).
Tarif-Merkmale: Datenvolumen pro Stunde

Ihre Schätzung

Vielen Nutzern fällt es schwer, den Zeitbedarf für die Nutzungsarten zu schätzen. Besonders Einsteiger haben noch keine Erfahrungswerte. Die folgende Tabelle zeigt ein vereinfachtes Raster: für jede Nutzungsart drei Größenordnungen für den Zeitbedarf.

Vielleicht fällt es Ihnen leichter, zunächst Ihr “gesamtes Internetvolumen” zu betrachten (Festnetz und mobil), und dann den mobilen Anteil zu schätzen.

Für den Sprachtarif liegen evtl. Erfahrungswerte in Form von Abrechnungen vor, z.B. wie viele Minuten wurden für Handy-Anrufe abgerechnet, wie viele SMS wurden gesendet (eingehende Anrufe und SMS betreffen nicht die eigene Abrechnung).

Für den Datentarif gibt es vielleicht noch keine Erfahrungswerte. Möglicherweise lassen sich aus dem Grund der Anschaffung (z.B. Kommunikation mit bestimmten Personen) Anhaltswerte ableiten, evtl. in Absprache mit diesen Personen. Anders als im Sprachtarif belastet das Datenvolumen beide Kommunikationspartner, den Absender und den Empfänger.

Volumenrechner

Zur Nutzung dieser Tabelle:

Im oberen farbigen Teil der Tabelle finden Sie ein paar typische Nutzungszeiten. 10 h/Monat entsprechen ca. 3 h/Woche oder ca. 20 min/Tag. Wer mehr verbraucht, findet 50 h/Mon und 100 h/Mon und die entsprechenden Werte pro Woche und pro Tag.

Anwendungsbeispiele im mobilen Internet (bei mehreren Nutzungsarten addieren Sie einfach die Verbräuche):

  • Text: Ein Senior, der täglich 100 Minuten (knapp 2 Stunden) E-Mails und Nachrichten (in Online-Zeitungen) liest, verbraucht nur ca. 0,15 GB oder 150 MB. Wenn er das nicht mobil macht, sondern per WLAN, verbraucht er kein kostenpflichtiges Datenvolumen.
  • Surfen: Wer täglich 20 Minuten im Internet stöbert, verbraucht ca. 0,20 GB. Wer das täglich eine Stunde lang macht, verbraucht monatlich 0,6 GB oder 600 MB.
  • Soziale Netzwerke: Ein Jugendlicher, der täglich ca. 200 Minuten in sozialen Netzwerken verbringt (z.B. WhatsApp), verbraucht im Monat 12 GB Datenvolumen. Wenn er das täglich 5 Stunden macht (300 Minuten), sind das 18 GB monatlich – ein großes Volumen oder schon eine teure Flatrate. Wenn noch 20 Minuten Video täglich dazukommen, steigt der Bedarf nochmal um 4,8 MB.

Mit diesem Bedarf (mobile Telefonminuten und SMS und der Summe der mobilen Daten) gehen Sie auf die Suche nach einem passenden Tarif. Fragen Sie in den Telefonshops in der Hauptstraße oder suchen Sie im Internet (s.u.).

Was passiert, wenn Sie bei dieser Schätzung Fehler machen? Wenn Sie ein zu großes Tarif-Volumen wählen (z.B. eine Flatrate), zahlen Sie mehr Gebühren als nötig. Wenn Sie ein zu kleines Volumen wählen und vereinbarte Mengen überschreiten, hat das unterschiedliche Konsequenzen:

  • Beim Sprachtarif führt das meist zu Mehrkosten. Telefon und SMS sind weiterhin möglich, zusätzliche Einheiten werden einzeln abgerechnet – keine Deckelung oder Kostenbremse.
  • Beim Datentarif führt es meist zur “Drosselung”. Dabei wird das Internet so langsam, dass es praktisch nicht mehr nutzbar ist; Mehrkosten entstehen dann nicht.

Ihr individuelles Ergebnis

Ihre Einfluss-Möglichkeiten

Wenn Sie Tarif-Volumen einsparen möchten, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Sie müssen nicht auf Internet-Aktivitäten verzichten, oft genügt es, sie zu verschieben; denn WLAN mit DSL-Flatrate verursacht selten zusätzliche Kosten:

  • Nicht alles muss unterwegs per Smartphone sein, manches ist per PC / Notebook komfortabler.
  • Denken Sie z.B. daran, das Smartphone per WLAN im Festnetz zu nutzen – zu Hause, bei Freunden, am Arbeitsplatz, im Hotel. Sie müssen nur um die Zugangsdaten bitten.
  • Versenden Sie weniger Fotos / Videos in sozialen Netzwerken, ersetzen sie Bildmaterial durch Texte in SMS oder E-Mail.
  • Jede Übertragung in die Cloud (Upload) und Abfragen aus der Cloud (Download) verbraucht Volumen, z.B. Speichern eines Fotos und Ansehen des Fotos.

Evtl. können Sie nach diesen Überlegungen Ihren Bedarf noch einmal überdenken. Danach sollten Sie eine Bedarfs-Größenordnung für Ihren Sprach- und Datentarif haben.

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Volumenrechner / Vertragsrechner / TarifrechnerNachdem Sie Ihren Tarifbedarf etwa einschätzen können, empfehle ich Ihnen die weiteren Tarifmerkmale zu lesen und später in einer der systematischen Informationsquellen Ihren passenden Tarif zu finden.

Mit den geschätzten Daten (Minuten, SMS, Datenvolumen) können Sie direkt zum Tarifrechner des Magazins teltarif.de klicken.


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