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Tarif-Merkmale

Tarif-Merkmale: Internet ist anders als Telefon und SMS

Wer bisher ein Handy benutzt hat, musste sich über Tarif-Merkmale nur wenige Gedanken machen. Es gab nur diese Berechnungs-Grundlagen: Telefonieren wurde pro Minute berechnet, SMS nach Anzahl. Entweder gab es die Einzelabrechnung oder die pauschale Flatrate. Damit war der Leistungsumfang der Mobilfunk-Generation „2G“ bzw. „GSM“ abgedeckt. Die Abrechnung von Sprache und SMS wird heute „Sprachtarif“ genannt.

Mit dem „mobilen Internet“ per Smartphone oder Tablet kommen neue Tarif-Merkmale hinzu. Ab der Generation 2,5G werden Daten für MMS und (unterschiedlich schnelles) Internet übertragen. Die werden über das „Datenvolumen“ abgerechnet. Ergänzend zum Sprachtarif gibt es heute den so genannten Datentarif.

Der Datentarif ist keine technische Notwendigkeit für den Internet-Zugang. Man kann problemlos auch mit dem herkömmlichen Sprachtarif surfen. Der Unterschied liegt „nur“ in den zu zahlenden Gebühren.

Die zusätzlichen Tarif-Merkmale für das mobile Internet macht das Tarifsystem komplizierter. Wer wirtschaftlich damit umgehen will, muss neu über seine Tarifwahl nachdenken- Es lohnt sich, denn die Tarife streuen von ca. 5,00 bis ca. 100,00 Euro pro Monat. Bei einem 2-Jahres-Vertrag summiert sich das auf 120,00 bis 2.400,00 Euro. Wobei die Werbung lieber betont, dass das neue Gerät nur 1,00 Euro kostet.

Tarif-Struktur

Dieses Bild zeigt die Tarif-Merkmale und Komponenten, die Ihre Gebühren bestimmen:

Mobilfunkkosten und Tarif-Merkmale

Ein Mobilfunk-Tarif kann aus bis zu drei Kompomenten bestehen:

  • Sprachtarif (wie vom herkömmlichen Handy bekannt),
  • Datentarif (ist für das mobile Internet wirtschaftlicher),
  • Finanzierung (wenn das Smartphone finanziert wird).

Tarif-Details

Abrechnungs-Maßstab

Sprach- und Datentarife für Smartphones sind die wichtigste Unterscheidung:

  • Sprachtarife werden üblicherweise nach der Dauer der Telefonate bzw. Anzahl SMS abgerechnet. Die Maßeinheit ist vertraut und leicht überschaubar.
  • Datentarife> werden üblicherweise nach der übertragenen Datenmenge bzw. Datenvolumen (in Megabyte, abgekürzt MB) abgerechnet, daher auch der Begriff Volumentarif. Ohne Hilfsmittel (z.B. „Zähler“-App im Smartphone) ist das nicht überschaubar. Wichtig ist die Erkenntnis, dass beim Datentarif die Zeit keine Rolle spielt. Z.B. wird bei der Betrachtung eines Fotos oder einer Landkarte die Größe (=Datenmenge) berechnet, nicht die Dauer der Betrachtung!

Die Kurzfassung:
„Zeit ist Geld“ gilt beim Sprachtarif,
„Zeit ist egal“ gilt beim Datentarif.

Einzel- oder Pauschalabrechnung

ist eine weitere Unterscheidung, diese Abrechnungsart gibt es für Sprach- und für Datentarife.

  • Bei der Einzelabrechnung im Sprachtarif werden die telefonierten Minuten bzw. gesendeten SMS gezählt; im Datentarif werden die übertragenen Datenmengen gemessen (Maßeinheit: Megabyte bzw. Gigabyte).
  • Die Pauschalabrechnung kann eine „ungegrenzte“ Flatrate oder ein „begrenzter“ Volumentarif sein. Pauschalabrechnung bedeutet, dass immer der gleiche feste Betrag zu zahlen ist. Das kann manchmal teuer sein, weil auch in Phasen mit minimalem Verbrauch der Festbetrag zu zahlen ist. Das kann auch günstig sein, denn die Pauschalabrechnung wirkt als Kostendeckelung in Höhe des Festbetrags.

Achtung bei unseriösem Etikettenschwindel: Es gibt Tarife, die als „Flatrate“ angeboten werden, die aber tatsächlich „Volumenarife“ sind, weil sie Begrenzungen enthalten. Formulierungsbeispiele: „1 GB-Flat“, „Surf-Flat (500 MB)“, „1 Gigabyte Datenflat“ oder ähnlich. Nicht der Volumentarif ist unseriös, sondern die irreführende Bezeichnung als Flatrate. Allerdings scheint die Rechtssprechung das nicht mehr zu akzeptieren.

Volumenverträge bei Sprachtarifen: Die Grenzen werden z.B. so beschrieben: „200 Minuten und 200 SMS“. Das ist ohne Erklärung überschaubar. Manche Anbieter schreiben z.B. „400 Einheiten“ und setzen die Gebühren für 1 Minute und 1 SMS gleich. In diesem Fall sind Sie frei in der Aufteilung zwischen Telefonieren und SMS und flexibler in der Nutzung.

Volumenverträge bei Datentarifen: Die typischen Grenzen sind z.Z. 100 MB, 200 MB, 250 MB, 300 MB, 500 MB und 1 GB. Bei Verzicht auf Videokonsum sind 100 oder 300 MB durchaus akzeptable Grenzen. Was nach Überschreiten der Grenze gilt, steht im Vertrag: Einzelabrechnung oder Drosselung der Gechwindigkeit. Verbreitet ist die Drosselung. Dabei entstehen keine zusätzlichen Gebühren, stattdessen wird das Surfen so extrem langsam, dass praktisch kein Internet-Zugang möglich ist. Auch mit zusätzlichen Zahlungen kann die Drosselung des „reinen“ Volumentarifs nicht aufgehoben werden. Dann heißt es warten, bis der nächste Tarifmonat neues Volumen bringt.

Abhilfe kann die „Datenautomatik“ bringen, wenn sie angeboten wird: Wenn das vereinbarte Volumen verbraucht ist, wird eine zusätzliche Datenmenge gekauft. Das führt zwar zu höheren Kosten als vereinbart, vermeidet aber die Drosselung. Die Datenautomatik wird unterschiedlich diskutiert: Manche Anwender sehen sie als Entlastung, weil sie bei gelegentlichem Mehrbedarf die Drosselung vermeidet, andere sehen sie als „heimliche“ Kostenerhöhung, weil sie die Kostendeckelung aufhebt. Wer seinen Verbrauch beobachtet (z.B. mit einer Statistik-App wie DroidStats), kann Überraschungen vermeiden.

Die Tarifbestimmungen bei netzübergreifenden Verbindungen sind unterschiedlich. Manche Anbieter mischen Einzel- oder Pauschalabrechnung für Teilleistungen. Z.B. sind Anrufe im eigenen Netz in der Flatrate enthalten, Anrufe in andere Netzen werden einzeln abgerechnet. Für Nutzer ist das nicht bei allen Verbindungen zu erkennen.

Die Kurzfassung:
Gerechtigkeit gilt bei der Einzelabrechnung,
Einfachheit gilt bei pauschalen Volumentarifen / Flatrates.

Abrechnungs-Zeitpunkt: Prepaid oder Postpaid

Wichtig ist die Frage, ob die Mobilfunkrechnung im Voraus oder nachträglich zu bezahlen ist, weil es die Bindungsdauer an einen Anbieter bzw. Vertrag beschreibt.

  • Postpaid (nachträgliche Zahlung): Der Nutzer bekommt nach Ablauf jedes Vertragsmonats eine Abrechnung gemäß seinem gewählten Tarif (der Betrag kann schwanken). Der Nutzer muss nur dafür sorgen, dass sein Bankkonto am Monatsende einen ausreichenden Saldo für Einzugsermächtigung / Bankeinzug hat. Weil Postpaid mit festen oder Mindest-Laufzeiten verbunden ist (oft 24 Monate), werden diese Verträge auch Laufzeit-Verträge genannt.
  • Prepaid (Vorauszahlung): Der Nutzer zahlt im Voraus einen Betrag als Guthaben ein, er kann so lange telefonieren oder surfen, bis dieser Betrag verbraucht ist. Danach geht nichts mehr, bis wieder ein Guthaben aufgefüllt ist. Besonderheit bei Prepaid-Verträgen: Bezahlt wird nur der tatsächliche Verbrauch. Wenn keine Lücke durch aufgebrauchtes Guthaben entstehen soll, muss der Nutzer sich um sein Guthaben kümmern, z.B. indem er automatisches Auffüllen (per Bankeinzug) vereinbart. Eltern wählen oft Prepaid-Verträge, um die Telefonkosten ihrer Kinder zu begrenzen. Prepaid endet, sobald der Nutzer keine Vorauszahlung mehr leistet; damit ist Prepaid eine gute Möglichkeit, das eigene Verhalten erst einmal zu beobachten, ohne in eine längere Vertragsbindung zu gehen.

Postpaid- und Prepaid-Verträge unterscheiden sich nicht in der Leistung, manchmal gibt es Unterschiede im Zahlungskomfort. Auch die Rufnummern-Portierung ist bei beiden Vertragsformen möglich.

Der wesentliche Unterschied liegt in der zeitlichen Bindung an den Provider. Postpaid-Laufzeitverträge binden den Nutzer und müssen ausdrücklich gekündigt werden (sonst verlängern sie sich automatisch). Prepaid-Verträge können zu jedem Zeitpunkt beendet werden, der Nutzer muss nur vermeiden, das Guthaben wieder aufzufüllen; eine termingebundene Kündigung ist nicht erforderlich.

Taktung – Aufrundung zugunsten der Anbieter

Die Taktung ist kein ausschlaggebendes Merkmal bei der Tarifwahl. Sie fällt nur bei sehr vielen Einheiten pro Monat ins Gewicht, dann kann aber eine Flatrate vorteilhafter sein. Die Taktung beschreibt die Tarif-Eigenschaft, dass nicht genau abgerechnet wird, sondern erst nach einer „Aufrundung“. Sie kennen das z.B. vom Parkhaus: Wenn der Tarif 2,00 €/Stunde ist, kassiert der Automat 2,00 € zusätzlich, auch wenn Sie nur 1 Minute überzogen haben.

Telefonate werden nicht sekundengenau abgerechnet, sondern z.B. im 60/10-Sekundentakt. Die Schreibweise „60/10“ bedeutet, dass die ersten 60 Sekunden der Verbindung voll berechnet werden, danach in 10-Sekunden-Schritten. Je kürzer das Intervall ist, desto genauer werden die Verbindungen abgerechnet. Häufige Taktungen sind 60/1 Sekunden (relativ günstig), 60/10 und 60/60 (relativ ungünstig).

SMS werden für die Abrechnung nicht gerundet, kleinere Einheiten als 1 SMS gibt es nicht.

Datenmengen werden oft nicht Byte-genau abgerechnet, sondern nach Mengen-Taktung. Bei einer 100/10 kByte-Taktung wird beispielsweise zumindest ein Verbrauch von 100 kByte pro Verbindung in Rechnung gestellt, bei höherem Verbrauch wird das weitere Volumen in 10 kByte-Blöcke aufgeteilt. Häufige Taktungen im Datenbereich sind 100/10, 100/50 oder auch 100/100 kByte.

Tarif-Wirrwarr und Tarif-Merkmale

Die Auswahl des geeigneten Tarifs ist beratungs- bzw. recherchebedürftig. Damit Sie bei der Tarifwahl die richtigen Fragen stellen und Antworten verstehen können, sind hier die Tarif-Merkmale zusammengestellt. Preisspanne: Mit der zunehmenden Verbreitung des mobilen Internet gibt es immer mehr Angebote für „Wenigsurfer“, die schon ab ca. 5,00 Euro monatlich angeboten werden. Mehrfach-Flatrates für Telefon, SMS, Breitband-Surfen im Inland können leicht das Sechsfache oder mehr kosten.

Die vier Netze werden von ca. 50 Resellern angeboten. Der Wettbewerb führt dazu, dass die gleiche Technik zu unterschiedlichen Preisen verfügbar ist. Beispiele: Das T-Mobile-Netz teilen sich u.a. Klarmobil, callmobile, congstar, Penny mobil oder ja! mobil. Congstar ist die Discount-Tochter der Deutschen Telekom. Vodafone stellt sein Netz unter anderem für Bild mobil, Fyve, Edeka mobil, o.tel.o oder allmobil zur Verfügung. O.tel.o ein Discount-Angebot von Vodafone. O2 wird von Lidl, fonic, Discotel, Tschibo, Simfly oder Maxxim benutzt. Das E-Plus-Netz ist eines der günstigsten und wird von Aldi, Blau, Simyo, Base, Solomo, Vybemobile oder mp3.de benutzt. Nach der Zusammenführung von O2 und E-Plus unter Telefonica wird der Name „E-Plus“ nach und nach durch „BASE“ ersetzt, das war bisher ein Tarif bei E-Plus.

Tarife sind Preis-Angebote der Anbieter – die Gebühren für die Tarif-Merkmale werden vom Markt beeinflusst, nicht von der Technik. Der Mobilfunk ist ein schnell wachsender Markt, er verleitet Anbieter zu einem Verdrängungs-Wettbewerb mit tendenziell sinkenden Preisen. Anbieter „produzieren“ laufend neue Tarife, darunter leidet die Übersichtlichkeit für die Nutzer.

Bei vielen Anbietern haben Sie die Wahl, im Fachgeschäft oder im Internet zu kaufen. Fachgeschäfte finden Sie in jeder Stadt in der Einkaufszone -manche gehören zum Netzbetreiber, andere zu einem der Reseller. Im Fachgeschäft bekommen Sie Beratung und können Geräte vergleichen. Wer unsicher ist, sollte mehrere Fachgeschäfte besuchen, um dabei zu lernen. Beim Kauf im Internet-Shop bekommen Sie möglicherweise etwas günstigere Tarife und Sonderleistungen wie kostenlose SMS oder Freiminuten. Der Wert solcher Vorteile lässt sich errechnen, wenn Sie Ihren Tarif gewählt haben. Achtung: Lassen Sie sich nicht von einmaligen Sonderleistungen und groß geschriebenen Einsparungen blenden – fragen Sie lieber danach, was Sie effektiv zahlen müssen.

Bei Vertragsabschluss bekommt der Nutzer vom Provider eine „SIM-Karte„. SIM ist die Abkürzung von engl. „Subscriber Identity Module“, deutsch für „Teilnehmer-Identitätsmodul“. Die SIM-Karte ist das technische Medium, in dem die Tarifmerkmale dokumentiert sind. Mit Hilfe der SIM-Karte weist sich der Nutzer gegenüber dem Netz aus -egal in welchem Gerät die Karte steckt. SIM-Karten gibt es in unterschiedlichen Formaten: SIM (Standard, handelsübliche Geräte), Micro-SIM (z.B. iPhone 4), Nano-SIM (zukünftige Geräte).Der Trend geht zu kleineren Karten (Nano-SIM), die kleinere Gehäuse ermöglichen. Das Format ist kein Auswahl-Merkmal, die Formate sind kompatibel. Neue (kleinere) SIM-Karten können mit Adaptern in ältere Geräte eingesetzt werden. Netzbetreiber und Reseller passen sich an die aktuelle Technik an.

Im engeren Sinn zahlen Sie die Gebühren für die Nutzung des Netzes, dafür gibt es unterschiedliche Abrechnungs-Möglichkeiten. Zusätzlich kann sich Ihre Zahlung erhöhen, wenn Sie das Gerät mit monatlichen Raten abzahlen. Das wird so nicht formuliert, besser klingt es, dass Ihr Vertragspartner Ihnen das Gerät ohne extra Zahlung („subventioniert“) zur Verfügung stellt.

Tarif-Empfehlungen:

  • Prüfen Sie genau: Neue Tarife sind nicht zwingend günstiger – vielleicht denken die Anbieter „Man kann es ja mal versuchen“.
  • Flatrates sind wohl wegen der Kosten-Deckelung sehr beliebt. Unbegrenzte Flatrates sind gut für Viel-Telefoniere (sogar als Ersatz für das Festnetz), begrenzte Volumentarife können wirtschaftlicher sein, Bedingung: bewusste Nutzung. Beispiel: Wenn eine DSL-Flatrate über WLAN besteht sollte diese für umfangreiche Datenübertragungen (z.B. Updates) genutzt werden – das geht nicht zu Lasten des begrenzten Mobilfunk-Volumens.
  • Vor einem Wechsel des Smartphones oder des Tarifs sollten Sie aktuelle Angebote erforschen. Auch wenn Anbieter das nicht immer leicht machen. Versuchen Sie z.B., bei teltarif einen Tarif zu finden, der zu Ihrem Nutzungsverhalten passt.
  • Wenn Sie Ihren Bedarf noch nicht einschätzen können oder wenn Sie die Tendenz langfristig sinkender Preise nutzen wollen, vermeiden Sie lange Laufzeiten mit Hilfe eines Prepaid-Tarifs./li>

Tarif-Rechner kennen die Tarif-Merkmale

In diesen Datenbanken können Sie nach passenden Tarifen suchen. Wenn Sie selbst eine Suchmaschine fragen wollen, suchen Sie z.B. nach „tarif smartphone“. Beachten Sie die voreingestellten Tarif-Merkmale, passen Sie sie an Ihren Bedarf an und vergleichen Sie die Ergebnisse unterschiedlicher Suchvorgänge.

Besonderheit: Auslandstarife

Roaming (englisch für „herumwandern“, „herumstreifen“) ist die Fähigkeit eines Mobilfunknetz-Teilnehmers, in einem anderen, fremden Netzwerk als seinem Heimnetzwerk selbsttätig Anrufe zu empfangen oder zu tätigen, Daten zu schicken und zu empfangen oder Zugriff auf andere Mobilfunknetzdienste zu haben. Roaming ist wegen der Kosten zu beachten, die zusätzlich zum normalen Inlandstarif anfallen.

Zur Vermeidung von Missverständnissen: Solche Gebühren entstehen in „ganz normalen“ Situationen:

  • Telefon: Stellen Sie sich vor, zwei Nutzer wollen sich per Handy verabreden; beide sind mit deutschen Tarifen und Telefonnummern im Ausland unterwegs. Dann zahlt der Anrufer die Gebühren vom Ausland nach Deutschland, der Angerufene zahlt die Gebühren von Deutschland ins Ausland. Das ist so, auch wenn beide vielleicht nur wenige Meter voneinander entfernt sind. (Hintergrund: Der Anrufer soll seine Kosten abschätzen können – er kann an der Telefonnummer nicht erkennen, ob der Angerufene im Ausland ist.)
  • Internet und E-Mails: Auch wenn in Deutschland eine Daten-Flatrate oder ein Volumentarif vereinbart ist, gilt der Tarif im Ausland nicht. Der Nutzer zahlt für das Surfen, für E-Mails und z.B. auch für Datenübertragung bei der Navigation Auslandsgebühren für das übertragene Daten-Volumen.
  • Vorsicht in Grenzgebieten: Angenommen, Sie sind mit deutschem Tarif in Deutschland in Grenznähe und telefonieren nach Deutschland. Dann kann es vorkommen, dass ein ausländischer Sender so stark ist, dass Ihr Smartphone sich automatisch in das fremde Netz einloggt. In diesem Fall werden die Gebühren des ausländischen Senders fällig. Durch geeignete Einstellung Ihres Smartphones können diese Automatik abschalten.

Die Nutzung des Smartphones im Ausland ist deutlich teurer als die Nutzung im Inland. Entwarnung: Für Telefonate mit dem Handy gelten im EU-Ausland feste Obergrenzen. Achtung: Z.B. die Schweiz und Liechtenstein liegen in Europa, sind aber keine EU-Länder. Hier enstehen z.T. mehrfach höhere Kosten als in EU-Ländern. Warnung: Fürs mobile Surfen im Ausland gibt es keine Obergrenzen, Surfen und E-Mails können richtig teuer werden. Pressemeldungen nennen Einzelfälle mit dramatischen Preisen. Wer in Deutschland günstig per Flatrate über das Internet telefoniert (z.B. Skype), muss umdenken – seine Flatrate gilt im Ausland nicht!

Allerdings sind Tendenzen zu erkennen, dass im EU-Ländern die Gebühren so weit gedeckelt werden, dass sie den Inlandstarifen entsprechen.

Gerade auf Reisen ist die Smartphone-Nutzung attraktiv. Die Navigation sorgt für entspanntes Fahren, die Offboard-Navigation fordert aber laufende Datenübertragung; „assisted“ GPS (schnelle Standortsuche per Telefonnetz beim Start) überträgt auch Daten. (Bei der Onboard-Navigation ist das Kartenmaterial im Smartphone gespeichert, die live Übertragung ist überflüssig.) Anstelle dicker Reiseführer und Verzeichnisse (z.B. Hotelführer, Sprachführer) oder Musik- oder Video-Sammlungen ist das Smartphone ein beliebter Reisebegleiter. Manche dieser Daten können Sie gespeichert mitnehmen, manche gibt es nur vor Ort im Internet.

Tipps für das Ausland:

  • Informieren Sie sich vor der nächsten EU-Reise bei Ihrem Provider über Roaming-Kosten.
  • Erledigen Sie umfangreiche Downloads und Updates vor der Reise zu Hause per WLAN. Und richten Sie Ihre Apps so ein, dass Updates nicht automatisch erfolgen, sondern dass Sie sie manuell starten (mit heimischer Flatrate bzw. WLAN).
  • Wenn Sie unterwegs über anstehende Updates informiert werden, warten Sie damit, bis Sie wieder zu Hause sind.
  • Informieren Sie sich z.B. bei Ihrem Provider oder bei der Stiftung Warentest
  • Wenn ein Verzicht auf das Internet im Ausland nicht passt, suchen Sie WLAN-Zugang, z.B. im Hotel.
  • Bei längeren Aufenthalten kann es wirtschaftlich sein, im Ausland eine Prepaid-SIM-Karte zu erwerben, Infos bei billiger-telefonieren

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