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Orientierungshilfe

Als Orientierungshilfe – nicht als Musterbeispiel – beschreibe ich hier meine Situation, die sich auch nach mehreren Smartphone-Wechseln nicht grundsätzlich geändert hat. Allerdings haben sich die Technik und meine Erfahrungen weiterentwickelt: “Der Appetit kommt beim Essen”. Die Preise blieben in dieser Zeit etwa auf dem gleichen Niveau, aber die Leistungen und der Gegenwert sind gestiegen.

Orientierungshilfe: Mein Bedarf – vielseitiges “AKTIV-Smartphone”

Was für mich wichtig ist: Orientierungshilfe Aktiv-HandyVIELSEITIG heißt, dass ich mehr machen will als telefonieren und SMS (dafür würde ein Handy genügen). Ich will meinen Kalender und mein Adressbuch immer dabei haben. Deren Daten will ich wegen der Sicherheit zeitnah mit dem Computer synchronisieren. Ich will eine Kamera für alle Arten von “Notizen” nutzen können. Wenn ich unterwegs Wartezeiten habe, will ich lesen können – Zeitung oder eBooks. Ich will mobil ins Internet, z.B. E-Mails und Nachrichten lesen. Spannend finde ich Geo-Computing, unterwegs Infos zum aktuellen Standort zu bekommen (Stichwort: “Augmented Reality” – “Erweiterte Realität”). Und das alles mit nur einem Gerät – hosentaschentauglich. Besondere technische Anforderungen ergeben sich aus diesen Wünschen nicht.

Was für mich weniger wichtig ist: Zum “Produzieren” am Schreibtisch (im Gegensatz zum “Konsumieren” im Sessel oder unterwegs) brauche ich meinen PC mit Tastatur, Maus, großem Bildschirm, Drucker etc. Zum “richtigen” Telefonieren (mit Kalender, Notizblock, Stift und griffbereiten Unterlagen) und zum Surfen am Schreibtisch habe ich eine Festnetz-Doppelflatrate mit einem WLAN-Router. Für die Mobilfunk-Anbieter bin ich daher ein “Wenig-Telefonierer”, SMS schreibe ich auch nicht viele. Zum “bewussten” Fotografieren bevorzuge ich eine Kamera. Ressourcenhungrige Spiele mache ich nicht; Videos auf dem kleinen Display sind für mich nicht wichtig.

Für mich ist das Smartphone also eher ein mobiler “Immer-dabei-Computer”, mit dem ich auch mal telefonieren kann. Ich nutze es als AKTIV-Smartphone. Nein, AKTIV ist keine Konkurrenz zu APPLE oder SAMSUNG, sondern das Gegenteil von “passiv”. AKTIV beim Telefonieren heißt: Ich rufe an (statt angerufen zu werden). Ich will auf meinem Smartphone unterwegs (im Auto, im Gespräch, bei einer Veranstaltung) nur im Notfall angerufen werden. Unterwegs will ich nur dann AKTIV telefonieren, wenn die Gelegenheit es zulässt. Dieses Telefonverhalten klappt natürlich nur, weil ich meine Mobilnummer nicht streue. Sie steht nicht auf meiner Visitenkarte! Ausschalten will ich das Smartphone nicht, dann hätte ich es nicht zu kaufen brauchen.

Im Lauf der Zeit habe ich auch den Provider und das Netz gewechselt, jeweils mit Rufnummern-Portierung. Der alte Provider fordert ca. 25 Euro als eine Art “Abstandszahlung”, der neue Provider bietet ca. 25 Euro als eine Art “Begrüßungsgeld”. Damit ist der Wechsel kostenneutral und ich muss keine Mitteilungs-“Aktion” starten.

Meine Festnetz-Doppelflat (Telefon und Internet) mit WLAN-Router kann ich für Downloads, Updates etc. nutzen, weil Smartphones auch WLAN-fähig sind. Für diesen Bedarf verbrauche ich also kein Mobilfunk-Volumen.

Orientierungshilfe: Mein Anforderungsprofil

Checkliste 1: Smartphone und Tablet – welches Gerät?

  1. Brauchen Sie das mehr als Telefon / SMS? JA
  2. Brauchen Sie das Mobilfunknetz? JA
  3. Gehen Sie öfter mit Videos oder Spielen um? NEIN, also Preisklasse unter 300 Euro UVP. Wenn ich nicht an einen Termin gebunden bin, kann ich den “natürlichen” Preisverfall abwarten und deutlich unter 300 Euro bleiben.
  4. Ist für Sie das persönliche Umfeld wichtig? JA, für Seminare, also Android
  5. Soll Ihr Gerät in die Hemdentasche passen? JA, also Smartphone um 4,5 Zoll Bildschirm-Diagonale
  6. Mindest-Ausstattung: SD-Karten-Slot, Interner Speicher 8 GB, Akku austauschbar

Checkliste 2: Smartphone und Tablet – Netz und Tarif

  1. Brauchen Sie das mobile Internet? JA, also ist ein Datentarif erforderlich
  2. Nutzen Sie Telefon und SMS intensiv? NEIN, dann genügt Einzelabrechnung für Telefon und SMS (eine Flatrate wäre zu groß).
  3. Nutzen Sie Internet-Videos oder -Spiele intensiv? NEIN, dann ist ein Volumentarif wirtschaftlicher als eine Flatrate
  4. Wollen Sie das Gerät finanzieren? NEIN, dann genügt ein Prepaid-Tarif. Ein Laufzeitvertrag muss schon sehr attrativ sein, wenn er dagegen bestehen will.
  5. Ist ein Netz für Ihre Orte besser als andere Netze? NEIN. Dann wäre das Telekom-Netz empfehlenswert (aber mit meinem derzeitigen Vertrag im Vodafone-Netz war ich auch immer ganz zufrieden).
  6. Sind Sie an einen Anbieter gebunden? JA, aber mit einem alten günstigen Vertrag.

Orientierungshilfe: Rückblick

Mein Ansatz, nach Bedarf zu wählen, hat sich bewährt, bei der Technik ebenso wie beim Tarif. Auch im Rückblick bin ich mit allen Entscheidungen zufrieden. Das merke ich z.B. daran, dass ich mir zur Zeit weder ein anderes Smartphone noch einen anderen Tarif wünsche. Und ich muss mich an keiner Stelle einschränken. Anders formuliert: Ich wüsste nicht, wie mein Bedarf von den neuen “Flaggschiff”-Smartphones der jüngsten Messe besser gedeckt werden könnte.

Drei Fakten habe ich “verinnerlicht”, das genügt für wirtschaftliche Nutzung meines Tarifs:

  1. Die Festnetz-Doppelflat zahle ich sowieso.
  2. Videos kosten viel mehr Volumen als Texte.
  3. Im Datentarif spielt die Zeit keine Rolle.

Ergebnis: Die Drosselung der Surf-Geschwindigkeit am Ende des verenbarten Daten-Volumens ist bisher nicht eingetreten, ich verbrauche selten mehr als 20% meiner 500 MB.

Orientierungshilfe: Ausblick

Wenn ich irgendwann ein neues Smartphone brauche, werde ich es wieder etwas leistungsfähiger kaufen, als ich es aktuell brauche (das “Innenleben” der Hardware lässt sich nicht aufrüsten).

Wenn ich irgendwann einen neuen Tarif brauche, werde ich ihn wieder klein und flexibel, d.h. ohne lange Laufzeitbindung wählen (aufstocken ist auch außerhalb der Kündigungsfristn möglich).

Und ich werde wieder Tarif und Technik wirtschaftlich “entkoppeln”, das bringt mehr Wahlmöglichkeiten und Entscheidungsfreiheit.

Und trotz aller Empfehlungen, die ich hier gebe, will ich offen bleiben, Entwicklungen abwarten und ggf. Kompromisse eingehen, abhängig von meinem Bedarf und dem zukünftigen Angebot.

Und, wie gesagt, das ist MEIN Bedarf. Ihr Bedarf für Ihre Lebensumstände ist wahrscheinlich ganz anders.

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